Klassemacher
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Danke für die neue Perspektive, so habe ich das noch nicht betrachtet. Mein erster Reflex war, dass es sich für mich so anfühlt, als wäre es mir gegenüber nicht fair, da du hier ja auch nur ein kleines Fragment unseres knappes Jahres siehst, aber ich werde neben der Antwort, mir das mal mitnehmen und reflektieren, inwiefern ich womöglich unterbewusst Druck mache.Es tut mir leid, aber wenn ich dir so zuhöre, würde ich dir nicht trauen.
Ich kann mir vorstellen, dass du diese Frau dauernd und bei jeder Kleinigkeit zuhöchst in den Himmel hebst, ständig lobst, dauernd voll bewunderst- das ist doch Kalkül, das ist doch nicht Freundschaft auf gleicher Höhe. Für mich ist das berechnend.
Zugleich machst du auf Macher- soll ich uns Raum geben...?? Soll ich ihr noch Zeit geben...??
Deine Süße schlägt sicher in Bitterkeit um, sobald sie nicht erreicht, was sie will.
Sie macht dich soooooo glücklich- zugleich sooooooo unglücklich, falls sie anders entscheidet- diese Gefahr sehe ich bei dir. Du lässt sie praktisch wissen, alles Glücklichsein hängt von ihr ab. Für mich wäre das einfach zu viel Verantwortung, die würde ich niemals übernehmen wollen.
Du könntest nie sagen- egal, sehen wir, wie es sich entwickelt, du schiebst und drängst in eine bestimmte Richtung und wehe, diese wird nicht begrüßt. Höre auf zu manipulieren. Schau einmal, was passiert, wenn du nicht tust, als würdest du sie vergöttern und ach so sehr lieben.
Macht sie es auch bei dir? Vergöttert sie dich auch so übertrieben? Garantiert nicht- garantiert himmelt sie dich nicht so derart an. Ganz im Gegenteil, sie erbittet Distanz.
Mach mal anders- gib dich normal, wie du ja auch sein kannst, vielleicht sucht sie dann deine Nähe.
Nope, es wurde besser, aber ich bin absolut nicht der Typ für Komplimente und Dinge zu sagen, wie: ich vermisse dich. Meine Love Language ist es sich zu Necken und seine Zuneigung im Kleinen zu zeigen, aber durch Handlungen und nicht verbal. Mittlerweile sage ich ihr schon auch häufiger mal Nettigkeiten, aber ich bin niemand der vergöttert. Das entspricht nicht meinem Naturell. Bitte das "macher" im Namen nicht ernst nehmen, das bezieht sich nicht auf das "Macher", das du meinst. Hmm, sie sagt Dinge wie: Was würde ich nur ohne dich tun. Das war mir übrigens in dem Moment zu viel Verantwortung. Sie antwortet auf die Frage an welchem Ort sie sich frei von Leistungsgedanken fühlt: Bei dir. Und sie erbittet auch keine Distanz. Sie möchte die nächste Zeit in Verbindung bleiben, während ich der Meinung bin, dass eine komplette Kontaktpause für eine gewisse Zeit uns gut tun würde. Mir geht es auch absolut nicht um Quantität, mir reicht es aus, wenn wir uns 1-3 Mal die Woche sehen oder auch mal eine längere Zeit nicht, aber es geht um Qualität. Es geht darum, dass es sich nicht gebremst anfühlt, dass wir in dieselbe Richtung gehen und nicht ewig im Zustand "Wir lernen uns verbindlich, aber ja nicht zu verbindlich kennen" verweilen.
Es geht auch nicht darum, ob ich uns Raum und Zeit gebe, im Sinne von, dass ich es ihr gestatte Teil meines Lebens zu sein; es geht darum, ob ich mich in dieser Unverbindlichkeit nicht auf Dauer verliere. Ich halte mich nicht für berechnend. Ich bin verliebt, vielleicht auch emotional zu abhängig von ihr und aufgrund meiner bindungsängstlichen Restposten, die noch in mir ruhen, manchmal zu wenig mich selbst tragend und zu stark reagierend auf vermeintlich negative Signale im Kleinen. Das stimmt. Ich bin aktuell dabei, mein sich verschobenes soziales Umfeld neu zu gestalten und auf mehrere Säulen zu stellen. Das ist Arbeit, die ich für mich mache, unabhängig von ihr. Ich glaube auch nicht, dass sie sich durch mich erdrückt fühlt: Sie meinte im Gespräch: Du warst noch nie zu viel für mich und jedes Mal, wenn wir zusammen Zeit verbracht haben, dann weil ich es auch wirklich wollte.
An welcher Stelle machst du es fest, dass ich schiebe? Weder führen wir wöchentlich Gespräche, wie unser Stand ist und wann wir denn endlich in einer Beziehung sind, noch frage ich täglich, ob wir etwas unternehmen. Uns beiden ist unser Freiraum wichtig, wir beide haben bindungsängstliche Tendenzen in uns und wir beide benötigen Zeit. Es geht aber nicht um Zeit, es geht um Richtung. Solange die Richtung gestimmt hat, war für mich alles tutti frutti, aber ohne gemeinsame Richtung fällt es mir schwer in dieser Verbindung zu bleiben. Ich liebe sie auch nicht, ich schrieb verliebt.
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