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Scheidung nach 13 Jahren Ehe - Etwas verloren

Anonili

Mitglied
Guten Abend zusammen,
ich habe nicht wirklich eine aktive Frage - aber den Wunsch das hier aufzuschreiben.

Meine Frau hat mir heute mitgeteilt, da ich nicht locker gelassen habe bei der Frage wie sie unsere Beziehung findet, dass sie nicht glaubt das es weitergehen kann.
Kam nicht so ganz aus dem Nichts, im Dezember war ich derjenige der diese Worte so verwendet habe - aber man ist dennoch baff (und im Dezember haben wir daran arbeiten können).
Wir sind beide sehr impulsive Menschen und von außen kann der Eindruck entstehen, als wenn wir uns anzicken, dabei sind wir "einfach so"...und wir haben in 13 Jahren Ehe viel Gutes und auch Schlechtes erlebt, haben einen Umzug auf einen anderen Kontinent erlebt, 2 wahnsinnig tolle Kinder in die Welt gesetzt...aber die letzten Monate (wir sind seit letztem Jahr zurück in Deutschland) ist die Beziehung sehr kühl geworden. Ich (der Mann) habe viel für Selbstverständlich genommen und meine Frau auch oft blöd angefahren, aufgrund meiner eigenen Probleme und oft Unfähigkeit über manche Dinge zu sprechen. Nach dem Gespräch heute habe ich sehr viel Einsicht und Verständnis, mir ist klar was alles so falsch (auch natürlich von uns beiden) gelaufen ist....aber es ist wohl nun zu spät und das muss man akzeptieren.
Es tut weh meine beiden Kinder zu sehen und dabei die Vorstellung zu haben, sie nicht mehr jeden Tag um mich herum zu haben, da dies immer der Fall war mit nur wenigen Ausnahmen (ich bin in der glücklichen Position sehr viel von meinen Kindern im Außendienst gehabt zu haben). Da ich mir wohl eine Wohnung hier in unserer Stadt holen werde, werde ich auch weiterhin sehr viel von ihnen haben - aber wird es nie wieder so wie es vorher war, und dieser Bruch in der "Routine" wenn man es mal praktisch betrachtet macht mich fertig.
Das gewohnte, das Alltägliche, den Partner den man hat(te) und das gemeinsam erlebte...es wirkt so, als wenn alles zerfällt und "weg" ist.
Es nimmt mir förmlich die Luft zum Atmen und ich weiß tatsächlich nicht, wie ich meinen Alltag in einer Wohnung alleine mit mir ausmache...ich weiß das einfach nicht, war immer meine Frau und/oder die Kinder da. Tatsächlich habe ich genug Interessen und Beschäftigung um die Tage zu füllen, aber das will ich irgendwie gar nicht aktuell.
Wir möchten keinen Rosenkrieg, wir möchten gesittet und für die Kinder alles ruhig von statten gehen lassen.
Die kommenden Tage, sollte es bei ihrer Entscheidung bleiben, werden wir in Richtung separate Kontoführung schauen und finanziell einiges aufschreiben wie wir die Dinge handhaben. Gut vorstellen kann ich mir, dass ich die komplette Miete + Nebenkosten für Frau und Kinder zahle und für mich bleibt unterm Strich immer noch (zum Glück) genug über für kleinere Wohnung und Hobbies.

Aber Geld interessiert mich aktuell nicht, es ist die Existenz die aktuell in Frage gestellt wird - das "wahrhaben wollen" ist noch nicht passiert.

Wird es besser werden?
 
Hey,
wenn ihr beide eher impulsive Menschen seid, und Dinge aus der Emotion heraus sagt, könnte es ja auch sein, dass die Entscheidung zur Scheidung nicht permanent ist- oder?

Es klingt, als würdest du dir das wünschen...

Habt ihr alle anderen Wege, miteinander an euren Problemen zu arbeiten, denn bereits ausgeschöpft?
 
Hey,
wenn ihr beide eher impulsive Menschen seid, und Dinge aus der Emotion heraus sagt, könnte es ja auch sein, dass die Entscheidung zur Scheidung nicht permanent ist- oder?

Es klingt, als würdest du dir das wünschen...

Habt ihr alle anderen Wege, miteinander an euren Problemen zu arbeiten, denn bereits ausgeschöpft?

Tatsächlich war das "Abschlussgespräch" kein impulsives, es war ein sehr ruhiges, gefasstes, strukturiertes und zuvor entschiedendes Gespräch seitens meine Frau - was ich respektiere.
Die Beziehung beenden zu wollen war schon einmal "mein Anliegen", da hat meine Frau aber weiter für gekämpft das es nicht so kam...jetzt ist sie es, die ihre Entscheidung offensichtlich getroffen hat, und das tut halt sehr weh (gerade, weil ich durch das Gespräch sehr die Augen geöffnet bekommen habe und alles was falsch lief gerne ändern möchte).
Schwierig zu beurteilen was ich mir eigentlich wünsche, denn es ist eine Mischung aus allem und vor allem beeinträchtigt durch den "Bruch des Gewohnten", also die Veränderung die dann wohl bevorsteht und die ich aktuell nicht verarbeiten kann. Wenn ich meine beiden Kinder sehe, dann möchte ich sie am liebsten bei mir haben wenn es zur Trennung geht, das geht aber nicht als Hauptverdiener im Außendienst (leider).

Wir haben keine anderen Wege ausgeschöpft, die Frage ob eine Eheberatung noch helfen könnte wurde verneint.
 
Natürlich ist es ein Schock für dich, denn dein kompletter Alltag ändert sich. Gut wenn man sich wenigstens nicht finanziell noch den Kopf zerbrechen muss.

Wenn ihr euch scheiden lasst, zahl deinen Unterhalt und gut ist es. Sie will die Ehe und die Beziehung nicht mehr, also brauchst auch nicht ihren finanziellen Kasper zu machen. Für ein gemeinsames Nest bezahlt man nicht, wenn der Partner nicht mehr dein Partner sein will.

Was ich nicht verstehe, warum du sie drängst, ein Urteil über eure Beziehung zu fällen, statt zu fragen, was sich ändern muss, um weiterhin gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Aber vllt. fehlt mir hier nur der Kontext.
 
Du kannst nur nach vorn schauen und das Beste daraus machen. Wenn ihr weiterhin freundschaftlich miteinander umgeht, kann es trotzdem für eure Kinder, und auch für euch, eine gute Zeit werden. Manchmal ist es sogar so, dass man nach einer Trennung mehr Quality Time mit den Kindern hat, weil man sich ganz anders auf die gemeinsamen Stunden einstellt.
Die Zeiten, die man für sich ist, können dann für Ruhe, Freundschaftspflege, Persönlichkeitsentwicklung genutzt werden.
Ich verstehe auch nicht ganz, dass du davon ausgehst, weiterhin der alleinige Verdiener zu sein. Mit zwei Kindern kann doch deine Noch-Frau ebenfalls arbeiten gehen, zumindest Teilzeit. Sollte sie auch, wenn sie an ihre Rente denkt.
 
Was ich nicht verstehe, warum du sie drängst, ein Urteil über eure Beziehung zu fällen, statt zu fragen, was sich ändern muss, um weiterhin gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Aber vllt. fehlt mir hier nur der Kontext.
Der Kontext ist der, dass diese "kühle" bzw. schwere Luft schon 2-3 Wochen in der Luft lag und ich mich in dem Gespräch nur noch über diese Konfrontation an die Wahrheit kommen konnte. Von ihr wurde da etwas geblockt, da sie natürlich auch mit sich selbst einiges auszumachen hatte.

@Zitronentorte : Meine Frau geht seit kurzem wieder arbeiten, natürlich ist sie dann auch etwas besser finanziell aufgestellt.

Habe gerade aus Spaß mal den Unterhaltsrechner angeworfen, pendelt sich ohnehin auf die Summe ein die unsere jetzige Wohnung monatlich kostet - da kann ich das auch einfach übernehmen und habe kein Problem damit 200€ mehr für die Nebenkosten zu zahlen, da sie nicht extrem viel Geld verdient.
 
Du klingst für mich leider so, als ob du insgeheim froh bist über dieses Aus.

Ich kann das nachvollziehen- da brauchts nur mehrere tiefe Frustmomente, dann mag man nicht mehr, löst sich zusehends immer mehr, zieht sich zurück und ist froh, wenn dieses kalte, Lieblose endlich vorbei ist.
Der Frust hat praktisch geschafft, euch zu trennen.

Das kann sich wieder umkehren, würde es auch- vorausgesetzt es gibt eine Regelung- egal, wie es kommt, wir halten zusammen durch dick und dünn, wir lassen uns von nichts nehmen, was gut ist und war.

Du bräuchtest nur sagen, nein, ich trenne mich nicht, nein, ich bin nicht bereit, alles wegzuwerfen, nur weil wir derzeit so haben. Lass uns einen Weg finden, wie wir trotz dieser jetzigen Krise anständig und normal weiter machen. Wir stehen das jetzt durch.
 
Du bräuchtest nur sagen, nein, ich trenne mich nicht, nein, ich bin nicht bereit, alles wegzuwerfen, nur weil wir derzeit so haben. Lass uns einen Weg finden, wie wir trotz dieser jetzigen Krise anständig und normal weiter machen. Wir stehen das jetzt durch.
Nein, so einfach ist das leider nicht, wenn der andere das nicht genau so sieht.
Wenn der Partner sich längst emotional aus der Beziehung verabschiedet hat, kannst du machen und tun was du willst. Er hat seine Entscheidung getroffen und wird gehen. Und ob da nicht schon was neues im Hintergrund wartet, wenn es erst mal zu so einem Gespräch kommt, kann man auch nie wissen.
Bei mir wurden 25 Jahre weggeschmissen, er hatte längst entschieden und die neue stand schon in den Startlöchern. Da will niemand mehr einen gemeinsamen Weg finden.
 
Sie wird halt unvorstellbar beleidigt sein und wegen eines und noch eines "Vergehens deinerseits" nicht mehr bereit sein, dich weiter zu ertragen.
Falls du dennoch bleibst, wird dieser Frust sich irgendwann wieder auflösen und sie wird froh sein, dass du dich nicht verjagen lassen hast und geblieben bist. Die Kinder ebenso und du auch.

Nehmt halt mal eure Tuchenten und eure Polster und geht euch mal total aus dem Weg- nicht böse, sondern aus Achtung und Respekt sprecht mal nur das Allernötigste, klaubt dennoch alle Papiere auseinander, das schadet nie, wenn man sich eigenständig fühlen darf wieder und vor allem, wenn man mal loslassen darf. Deshalb muss man sich noch nicht scheiden lassen.
Ihr werdet euch wieder lieben, nachher- nach einer gründlichen Pause mit anmaulen, mit zu viel Fordern eventuell, mit respektlosen Manieren.
Trennungen sind wichtig, sicher sehr hilfreich, um in einen anderen Level zu kommen endlich. Reifer, weniger doof. Du hast ja nichts zu verlieren, alles bleibt beim Alten, deine Kinder hast du um dich, sie dich, ihr betreibt miteinander weiter eure WG- aber die Ehe wird jetzt weggestellt, bis sie nach und nach wieder gerne weiter gelebt wird.
""In guten, wie in bösen Tagen...""" jetzt sind die Bösen halt dran. Diese legen sich, das kannst du mir glauben.
 
Nein, so einfach ist das leider nicht, wenn der andere das nicht genau so sieht.
Wenn der Partner sich längst emotional aus der Beziehung verabschiedet hat, kannst du machen und tun was du willst. Er hat seine Entscheidung getroffen und wird gehen. Und ob da nicht schon was neues im Hintergrund wartet, wenn es erst mal zu so einem Gespräch kommt, kann man auch nie wissen.
Bei mir wurden 25 Jahre weggeschmissen, er hatte längst entschieden und die neue stand schon in den Startlöchern. Da will niemand mehr einen gemeinsamen Weg finden.
Ich kann mich auch nur wundern, woher hier manche ihren Optmismus nehmen. Als gäbe es keine Krisen, die im Aus münden würden. Das ist Realitätsverklärung und hilft dem TE wenig.

Was mich irritiert ist aber die kurze Dauer, der Sinneswandel, im Dezember noch gekämpft zu haben und 2 Monate später keine Chance mehr zu sehen. Was ist da Entscheidendes passiert in den paar Wochen? Und warum verweigert sie strikt, es mal mit Hilfe von außen in Form einer Paarberatung zu versuchen? Ich glaube tatsächlich, dass eine neutrale Person vom Fach hier als Augenöffner fungieren kann, wenn da noch Gefühle sind und niemand Neues im Spiel ist. Warum lehnt sie das ab?
 

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