Hallo!
Ich habe jetzt fast alle Kommentare durch gelesen und gebe jetzt als Kinderlose und eine, die vermutlich sowieso zu jung ist, trotzdem mal meinen Senf dazu.
Ich denke auch, dass man eine Sechzehnjährige nicht mehr mit Gewaltmaßnahmen - und auch ohne körperliche Gewalt wurden hier einige genannt - erziehen kann. Ich habe hier meinen Thread begonnen, als ich sechzehn war. Und auf das, was hier teilweise geraten wurde - sozuagen Boot Camp pur - hätte ich gewiss niemals mit Einsicht reagiert sondern eher mit (noch mehr) Auflehnung.
Ich würde auch eher mal in die Richtung gehen: Was für einen Wunsch hat eure Tochter, was für einen Plan? Die Schule scheint ihr eher egal zu sein. Wie stellt sie sich ihr Leben später vor? Und was ist sie bereit, genau dafür zu tun?
Und wenn da keine konkrete Idee ist, was könnte sie sich zumindest vorstellen? Für immer bei euch zu wohnen und gar nichts zu machen, wird es ja nicht sein.
Eventuell erkennt sie, wenn sie irgendein Ziel hat, dass übermäßiges Kiffen sie dem Ziel niemals näher bringt. Dass sie das Kiffen komplett von jetzt auf nachher sein lässt, wäre schön, halte ich aber nicht für wahrscheinlich.
Gesetzt den Fall, sie muss auf die Hauptschule und schafft dort den Abschluss. Wie könnte das ein Ziel von ihr beeinflussen? Ist es dann noch erreichbar? Oder braucht sie dazu "mehr"?
Das wollte ich nur mal als anderen Ansatz hier schreiben. Kein Internet? Das ist völlig unrealistisch im 21. Jahrhundert. Das wäre so, als hätte man 1960 gesagt: Sechs Wochen einsperren. Und gar kein Taschengeld geben? Wie soll sie jemals Umgang mit Geld lernen?
Alles Gute!