Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Arbeitskollegin akzeptiert meine Erkrankung nicht

Hast du einen Termin für die Feststellung der Pflege?

Das nimmt gerade alles seinen Lauf.

@Träumchen25
Viele deiner Möglichkeiten werden sich auch danach richten, wo du konkret wohnst, welche Infrastrukturen vorhanden sind wie z.B. ein barrierefreier ÖPNV, soziale Einrichtungen und Vereine und und und. Ich habe hier in der Großstadt immer noch eine Fülle an Möglichkeiten, die in einer Kleinstadt oder auf dem Dorf schlicht nicht vorhanden wären. Da würde ich glatt untergehen.

Ich möchte aber noch auf etwas anderes hinaus. Deine Erkrankung ist ja noch relativ frisch, erst 6 Monate her. Abgesehen von deinen aktuellen Einschränkungen ist es schlichtweg heftig, von jetzt auf gleich nicht mehr "die alte" zu sein, ein Mensch, der dauerhaft Hilfe benötigt, selbst im Alltag. Lebenspläne, die sich auflösen, ohne dass schon etwas greifbares Neues zur Hand ist. Dein Selbstbild, wie du z.B. vorher für andere mitgearbeitet hast und nun selbst dein normales Pensum nicht mehr schaffst...

Das ist eine überaus heftige Zäsur in deinem Leben, die so vieles verändert, nicht nur deine konkrete Arbeit, an der du hängst. Wo und wie bekommst du da konkrete Unterstützung, bei den Alltagsaktivitäten, im Haushalt, bei der seelischen Verarbeitung? Hast du Kontakt zu einem Pflegedienst, hast du einen Termin beim medizinischen Dienst der Krankenkassen zur Pflegeeinstufung, wer kümmert sich darum? Hast du eine Familie, die dir einiges abnehmen könnte? Wo stehst du denn insgesamt? Und wobei können wir dir hier konkret helfen?

Alles was mit GdB, Pflegestufe usw. zu tun hat, nimmt aktuell seinen Lauf.

Und ansonsten helfen mir momentan meine Familie und mein Freund. Das gefällt mir auch so gar nicht.
 
Hast Du im Hintergrund noch einen Rechtsanwalt oder eine Institution bzw. Forum, die Ahnung haben in Sachen GdB und Pflege?

Bei mir war damals ganz wichtig, dass ich in Sachen GdB informiert war (auch einer der Verantwortlichen im BFW hat mir geholfen in Sachen Informationen. Ich dachte nämlich alle die Infos aus dem Netz sind korrekt, demnach hätte ich einen GdB von 80 oder 100 bekommen müssen, nebst Merkzeichen - dem war aber nicht so, weil alle diese Informationen einfach nur FALSCH waren.

Ich musste auch in den Widerspruch gehen um meinen GdB 60 zu erreichen, die wollten nämlich sparen und mich mit 30 abkanzeln. Ich hatte zwar eine Fachanwältin beauftragt, die war aber eine Blindniete und ich bin den Widerspruch selber durch gegangen. Aber es ist ganz wichtig sich mit ebenfalls Betroffenen auszutauschen, die haben nämlich die Erfahrung schon einmal durch.

Pflegestufe habe ich keine - aber als Verwaltungsangestellte im Pflegeheim diese Sachen hundertfach durch, und auch mit meiner Mutter - das ist ebenso der Tanz mit und gegen die Windmühlen.

Viel Glück wünscht Dir Grisu
 
Ich setze mich nicht auch noch in einen Rollstuhl. Das letzte bisschen Würde lasse ich mir nicht nehmen. U
Das finde ich auch sehr diskriminierend. Wird einem Rollstuhlabhängiger die Würde abgesprochen?

Rollator finde ich praktisch. Man hat die Hände frei, kann sich draufsetzen.

Ich finde es gut, dass Du krank geschrieben bist. Ich würde Dir dringend eine Therapie empfehlen

Ich verstehe dass Dich die Folgen Deiner Erkrankung zu schaffen machen. Natürlich kann Dir niemand sagen wie lange Dein Körper braucht. Und natürlich ist es eine Belastung

Meine Freundin ist nicht rollstuhlpflichtig. Sie hat aber starke Schmerzen im Fussgelenk. Im Moment kann sie laufen. Als sie dolle Schmerzen hatte aber unbedingt eine Tagestour machen eollte, hat sie sich auch einen Rollstuhl geliehen. Ich fand das nicht unwürdig, sondern pfiffig...sie hat sich nix nehmen lassen und wir hatten alle unseren Spaß. So eine Erkrankung erfordert Akzeptanz und Flexibilität.

Ich finde, Du pochst sehr auf Deine Wünsche. Ich kann mir vorstellen dass das auf Granit stößt.

Ich wünsche Dir erstmal gute Besserung

Kolya
 
Rollator finde ich praktisch. Man hat die Hände frei
Das ist interessant. Wo gibt es solche Wunderrollatoren zu kaufen? Meinen muss ich mit den Händen bedienen und die sind dann mitnichten frei. 😉

Aber schämen muss man sich wirklich nicht. Bei mir soll er Stürze bei längeren Spaziergängen verhindern. Gehen, Rennen und Springen kann ich nämlich, stürzte aber bisher siebenmal ohne ersichtlichen Grund.

Am Samstag war eine Frau im elektronischen Liegerollstuhl mit Bussen unterwegs. Die war genauso mobil wie ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist doch normal, dass ein Rückschritt bei der körperlichen Belastbarkeit schlimm ist und als Niederlage oder Versagen empfunden wird. Empfehlungen für Rollator oder gar Rollstuhl sind ja ganz nett, aber man muss sich doch selbst sagen, ob man diese Gehhilfen akzeptieren möchte für den neuen Alltag.

TE, wie geht es dir heute? Bist du wieder auf der Arbeit?
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben