Träumchen95
Mitglied
Hast Du im Hintergrund noch einen Rechtsanwalt oder eine Institution bzw. Forum, die Ahnung haben in Sachen GdB und Pflege?
Bei mir war damals ganz wichtig, dass ich in Sachen GdB informiert war (auch einer der Verantwortlichen im BFW hat mir geholfen in Sachen Informationen. Ich dachte nämlich alle die Infos aus dem Netz sind korrekt, demnach hätte ich einen GdB von 80 oder 100 bekommen müssen, nebst Merkzeichen - dem war aber nicht so, weil alle diese Informationen einfach nur FALSCH waren.
Ich musste auch in den Widerspruch gehen um meinen GdB 60 zu erreichen, die wollten nämlich sparen und mich mit 30 abkanzeln. Ich hatte zwar eine Fachanwältin beauftragt, die war aber eine Blindniete und ich bin den Widerspruch selber durch gegangen. Aber es ist ganz wichtig sich mit ebenfalls Betroffenen auszutauschen, die haben nämlich die Erfahrung schon einmal durch.
Pflegestufe habe ich keine - aber als Verwaltungsangestellte im Pflegeheim diese Sachen hundertfach durch, und auch mit meiner Mutter - das ist ebenso der Tanz mit und gegen die Windmühlen.
Viel Glück wünscht Dir Grisu
Ich habe einen Anwalt und habe mich auch professionell beraten lassen bezüglich Pflegegrad und GdB. Ich kannte mich vorher gar nicht aus und hätte nicht mal gewusst, was da auf mich zutreffen würde. Es wurde mir auch genau erklärt, wieso bei mir GdB 50 + Merkzeichen G und Pflegerad 2 angemessen ist.
GdB 50: Ich muss dauerhaft mit Krücken laufen. Ich bin schon öfters gestürzt und habe mich dabei auch so verletzt, dass ich ärztliche Hilfe brauchte. Ich darf kein Auto mehr fahren. Ich habe oft Probleme mit Schwindel. Und dann noch die Konzentrationsprobleme und die Panikattacken/Angststörung.
Pflegegrad 2: Meine Mobilität ist massiv eingeschränkt. Ich brauche definitiv Unterstützung im Alltag. Ich kann nicht alleine duschen, nicht alleine einkaufen, nicht alleine meine Wohnung sauber halten und manche Arztbesuche nicht alleine machen. Ich brauche einen Pflegedienst bzw. Haushaltshilfe.
Wenn das nicht direkt so bewilligt wird, dann werde ich natürlich dagegen vorgehen und zur Not auch mit meinem Anwalt.
Das finde ich auch sehr diskriminierend. Wird einem Rollstuhlabhängiger die Würde abgesprochen?
Rollator finde ich praktisch. Man hat die Hände frei, kann sich draufsetzen.
Ich finde es gut, dass Du krank geschrieben bist. Ich würde Dir dringend eine Therapie empfehlen
Ich verstehe dass Dich die Folgen Deiner Erkrankung zu schaffen machen. Natürlich kann Dir niemand sagen wie lange Dein Körper braucht. Und natürlich ist es eine Belastung
Meine Freundin ist nicht rollstuhlpflichtig. Sie hat aber starke Schmerzen im Fussgelenk. Im Moment kann sie laufen. Als sie dolle Schmerzen hatte aber unbedingt eine Tagestour machen eollte, hat sie sich auch einen Rollstuhl geliehen. Ich fand das nicht unwürdig, sondern pfiffig...sie hat sich nix nehmen lassen und wir hatten alle unseren Spaß. So eine Erkrankung erfordert Akzeptanz und Flexibilität.
Ich finde, Du pochst sehr auf Deine Wünsche. Ich kann mir vorstellen dass das auf Granit stößt.
Ich wünsche Dir erstmal gute Besserung
Kolya
Ich persönlich finde es für mich selber entwürdigend, wenn ich den ganzen Tag nur die Hintern von den Leuten sehe. Ich mich nur mit deren Hintern unterhalten kann. Außer sie beugen sich runter, so als wäre ich ein kleines Kind. Und generell, wenn ich dann nur noch das sehe, was im Sitzen auf meiner Augenhöhe ist.