Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Kath. Kirche - Wer wollte mal austreten und hat es NICHT getan?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich habe mich gefragt, ob es dir vielleicht helfen würde, dich mit Menschen zusammenzuschließen/ auszutauschen, die ebenfalls an der Kirche hängen, aber gleichzeitig auch Kritik üben?
Ja, das würde mir bestimmt helfen, aber leider kenne ich niemand, mit dem ich darüber sprechen könnte. Entweder sind es Menschen, die mit Kirche 'nichts am Hut haben' und mich höchstens auslachen, oder es sind Menschen, für die meine Fragen keine Fragen sind. Diejenigen, die Kritik üben, denen geht es um andere Themen, um Preistertum von Frauen, um Trauung gleichgeschlechtlicher Paare usw., was da mit Toten 'veranstaltet' wird und wie man sie 'vermarktet', interessiert niemand. Deshalb habe ich ja in diesem Forum geschrieben. Aber auch, weil es mir anonym leichter fällt, überhaupt zu reden.
Dennoch die Frage an dich: Kennst du entsprechende Adressen, gerne online?
 
Dann bleibt Dir aber noch der evg. Teil. Denen ist es egal wie oft Du rein oder raus gehst- Hauptsache du zahlst.
Ach, mir geht es absolut gar nicht um die Kirchensteuer, hast du eigentlich meinen Anfangspost gelesen? Und einfach mal so von der kath. in die ev. Kirche springen und wieder zurück und das ganze noch mal... nein, das ist nicht mein Ding, das sind ja nicht umsonst zwei verschiedene christliche Gemeinschaften, wenn man die Inhalte ernst nimmt, kann man nicht einfach so hin und her hüpfen, also ich nicht.
 
Naja, aber im Grunde ist das doch dann auch nicht Fisch und nicht Fleisch: natürlich kann und soll man auch in die Kirche gehen, wenn man ausgetreten ist und hingehen möchte, aber irgendwie ...naja...man muss sich ja auch klarmachen, dass die Kirche ihr Angebot ja auch nicht aufrecht erhalten kann, wenn ALLE so denken würden.
Also wenn man das Angebot nutzen will, sollte man sich auch irgendwie beiteiligen finde ich.

Zur Eingangsfrage:
Wenn es ausschließlich die Sache mit den Reliquien ist...wäre dann nicht die evangelische Kirche eine Alternative?
Was genau ist denn an den Reliquien so schlimm für Dich? Schräg ist es ja schon, aber im Grunde tut das niemandem weh und wenn man sonst mit der Kirche was anfangen kann und Du schreibst ja, dass dir da vieles sehr wichtig ist....dann ist aus meiner Sicht diese Sache doch etwas, das man relativ leicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. (da gibt es ja ganz andere Aspekte an der Kirche, die mit dem Gewissen viel eher in Konflikt kommen können)
Die Frage, warum und ob es wichtig ist, in einer der beiden Landeskirchen (also katholisch oder ev. luth) zu sein, habe ich mir auch oft gestellt und auch eine Menge Antworten für mich dazu gefunden.
Also als erstes: Eine Kirchengemeinde ist nur so gut oder schlecht wie ihre Mitglieder. Natürlich läuft dort auch vieles nicht gut, aber irgendwie ist es doch auch eine Chance, sich einzubringen und vor Ort die Kirche zu einem besseren Ort zu machen, oder?
Wenn all die "Guten" aus der Kirche weggehen, weil sie enttäuscht sind: Wem überlässt man dann das Feld?
Auch gesellschaftlich sehe ich schon durchaus einen Auftrag in der Kirche: Wir leben in einer Zeit wo die Gesellschaft mit Einsamkeit, sozialer Härte, Hinwendung zu radikalem Gedankengut usw zu kämpfen hat: Christliche Werte und Menschen die sie aktiv vertreten sind doch wichtiger als je zuvor.
Die Kirche verfügt NOCH (wer weiß wie lange noch) über Ressourcen und Räume, die ein Gegengewicht zu dieser Entwicklung sein könnten: Ich meine ...wo zB kann man ganz niederschwellig hingehen, Kontakte knüpfen, eine Krabbelgruppe ins Leben rufen, sich kulturell, oder sozial engagieren usw.?
Gäbe es die Kirchen nicht, hätten wir in all diesen Bereichen ein riesen Loch und genau deshalb ist es meiner Meinung nach wichtig, in den Kirchen aktiv zu sein, wenn man grundsätzlich damit etwas anfangen kann.
Man muss deswegen nicht eins zu eins alles teilen, was die Kirchen so praktizieren. Wo ist das schon der Fall?
Aber wo hat man in der Gesellschaft schon sonst die Möglichkeit sich so weitreichend einzubringen?
Ich würde auch klar Christliche Werte von Christlichen Praktiken unterscheiden: die Werte sind das eine...aber man muss nicht jede Praktik toll finden.
Vielleicht kommt es auch ein wenig auf die Kirchengemeinde an. Vielleicht musst Du die Gemeinde, die für Dich passt auch erst finden. Man ist ja heute nicht mehr an seine Heimatgemeinde gebunden.
Von dir musste ich direkt den ganzen Beitrag zitieren, weil im Grunde alles richtig ist. Aber dennoch muss ich differenzieren: Ich habe keine Probleme mit meiner Heimatgemeinde, auch nicht mit den Gemeinden von Verwandten und Bekannten in umliegenden Orten (meist ev.), ich finde keine seltsamen Praktiken, aber viel soziales Engagement.... mich tangieren auch nicht irgendwelche volkstümlichen Bräuche in anderen Ländern, die nehme ich vielleicht verwundert in Augenschein, aber ich muss sie ja nicht übernehmen. Aber wenn irgendetwas von höchster Stelle in Rom kommt - dann kann ich mich entweder darüber hinwegsetzen, es ausblenden, sagen, was interessiert mich Rom... oder ich muss mich fragen, ob ich hinter diesen Inhalten stehe, ob ich ihnen durch meine Mitgliedschaft zustimme...
 
Würde ich glauben wollen und können, würde ich in der Kirche dieses Mannes bleiben, trotz aller Probleme und problematischen Standpunkte.
Genau das ist das Schöne an der Kirchengemeinde, es gibt so viele gute Menschen an der Basis. Nur, ich bekomme gerade Basis und 'Obrigkeit' nicht zusammen. Da ich selber nicht ohne Glauben leben könnte, wünsche ich dir, dass du vielleicht doch irgendwann an Jesus Christus glauben kannst.
 
Diese Argumentation ist nicht abwegig, sondern alles stimmt. "Christliche" Kindergärten waren lange Zeit die einzigen im Westen (DDR war immer staatlich) die es überhaupt gab, vor allem in kleineren Ortschaften, ich kann mich noch gut an das Affentheater erinnern als in Nürnberg der erste humanistische Kindergarten als "Konkurrenz" aufmachte, die örtlichen Kirchen taten gerade so als ob das Abendland dadurch untergehen würde. Wenn sich tatsächlich jeder der nicht gläubig ist, konsequent um nichtkirchliche Alternativen bemüht, werden die Kirchen mit ihren Angeboten bald im Regen stehen, jeder weiß doch wieviele Leute jedes Jahr aus den Kirchen austreten.

@Monika , wenn Dir einiges an den Katholiken mißfällt, wirf mal ein Auge auf die sogenannten Altkatholiken, bei denen läuft auch einiges anders als bei der normalen Katholischen Kirche. Dort dürfen Priester heiraten wenn sie wollen, es gibt keine Papstdogmen, aber dafür auch Pfarrerinnen wie bei den Evangelischen. Reliquien kennt man zwar, aber die sind meistens in Altäre integriert. Weil es halt altehrwürdiger Kram ist und so, die naive Volkskunst früherer Zeiten hat sich daran ausgetobt.
 
OK, aus meiner profanen Sicht sind diese Reliquien mit ziemlicher Sicherheit Fake und ich kann mir auch nicht vorstellen was so ein Kult Positives mit einem macht.Aber mit einem Gottesdienst geht es mir genauso. Also wo ist da für dich der Unterschied?
Der Unterschied besteht für mich darin, dass ich im Gottesdienst eine tiefe Verbundenheit mit Jesus Christus erlebe und auch eine Geborgenheit in der Gemeinschaft mit anderen Gläubigen, sogar wenn ich diese nicht alle persönlich kenne, selbst an einem Urlaubsort in einer anderen Sprache mit wildfremden Leuten geht es mir so, ich kann es nicht richtig beschreiben. Auf jeden Fall ist es etwas Positives. Mit dem Reliquienkult ist es umgekeht, ich empfinde nur Unverständnis und Abscheu. Ich kann einfach nicht verstehen, dass es das überhaupt in einer christlichen Religion gibt.
 
Mir ginge es eher darum, ob du dich in der Kirche gut aufgehoben fühlst, und ob du an Gott glaubst, so wie er in der kath Kirche dargestellt wird.
Und das ist bei dir doch trotz der Kritik so, oder?
Vielleicht liest du noch meine neuen Beiträge, ich hoffe, ich konnte es da ein wenig erklären: Ich fühle mich an der Basis, in meiner Heimtgemeinde, in benachbarten Gemeinden (kath und ev) 'gut aufgehoben', aber deine Frage nach dem Glauben an Gott, "wie er in der kah Kirch dargestellt wird", die ist doch u.a. mein Problem: Will der Gott, an den ich glaube, einen Reliquienkult (u.a.)?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben