Fakt ist aber doch, dass ein kleiner Betrieb nicht noch eine zusätzliche Kraft einstellen kann, welche die Arbeit für die Dauererkrankte erledigt.
Genauso ist es, und da helfen auch so Stammtischparolen nicht im Sinne von "dann müssen die Chefs sich halt was einfallen lassen".
Übrigens hat sich hier der Chef ja was einfallen lassen. Er hat halt auf die Leute, die da sind, umverteilt.
In der Realität haben Chefs halt keine eingearbeiteten Springer in der Hosentasche parat, die nahtlos die Aufgaben für einen Kranken ab Tag 1 erledigen.
In den seltesten Fällen kommt ein Mitarbeiter und sagt direkt "Lieber Chef, ich habe dies und jenes und werde für die nächsten 12 Monate wohl bestenfalls nur sporadisch und mit langen Ausfallzeiten zum Dienst erscheinen". Was nicht mal an Böswilligkeit oder sowas vom Mitarbeiter liegt. Krankheiten können sich drastisch verschlechtern usw. ohne dass das irgendjemand vorher weiß. In der Praxis, beginnt sowas oft erstmal mit immer wieder relativ kurzen AUs hier mal ne Woche, da mal zwei Wochen und irgendwann werden bestehende AUs einfach nur noch um jeweils 3-4 Wochen weiterverlängert.
Da man den Mitarbeiter nicht mal fragen darf, was er eigentlich hat, ist die Planung halt oftmals sehr schwierig.
Und der Arbeitnehmer sollte offen absprechen, wenn er nicht mehr in der Lage ist eine Vollzeitstelle vollumfänglich erfüllen zu können
Das wäre aus Sicht des Arbeitgebers sicherlich wünschenswert, aber Arbeitnehmer haben oft Gründe, sich da lieber bedeckt zu halten.