pappentoaster
Mitglied
ich wurde 1973 als 3. kind und einziger junge in eine bestehende familie hineingeboren. naja, "familie" ist wohl übertrieben. mutter war gerade 21, hatte bereits meine beiden schwestern, susanne (damals 1,5 jahre alt) und yvonne (damals 9 monate alt). die scheidung war im vollzug.
das leben war hart für eine junge, alleinerziehende frau in den 1970ern. wenig geld, keine unterstützung, einkaufen zu fuss, kochen, waschen, fläschchen machen, wickeln, putzen, unterbrochene schlaf-phasen, - für einen jungen menschen eine unglaubliche last - 18-20 stunden täglich, nur um die familie zu versorgen - das eigene leben findet nicht mehr statt, man ist am limit - über jahre.
susanne hatte glück: noch ein paar monate heile welt mit glücklichen eltern (hoffe ich), bis es zur scheidung kam bzw. zu dessen auslösern (das wird ja auch nicht leise vonstatten gegangen sein...).
dann kam yvonne dazu - erste konkurrenz für sie - jetzt musste sie die ohnehin schon knappen ressourcen der mutter teilen.
dann kam ich! und die ressourcen wurden noch knapper. sie haben mich wohl als bedrohung empfunden und sich aufgrund der bereits bestehenden längeren bindung zusammengeschlossen. ich wurde ausgeschlossen.
dummerweise war die strategie, die mein gehirn wählte, möglichst unauffällig zu sein - laute kinder bekommen wenigstens negative aufmerksamkeit...
das ergebnis:
mein leben ist eine katastrophe:
ich ertrage keine nähe, weise mir selbst absolut keinen wert zu, habe keinen zugang zu meinen bedrüfnissen oder emotionen, werde niemals liebe oder freundschaft empfinden können, lebe in einer obdachlosenunterkunft im dreck und mit aggressiven nachbarn - irgendwie scheint es mir angemessen für mich.
freunde und beziehungen habe ich keine. ich bin völlig isoliert. auch zu meinen geschwistern habe ich keinen kontakt - naja - eine beziehung hatten wir eh nie...
ja. das leben hat mich ausgespuckt, bevor ich überhaupt wusste, dass ich ich bin. aber alles ist den umständen geschuldet. mutter hat mich ja nicht gehasst, oder so... sie war einfach völlig überordert und allein. und meine schwestern haben rein instinktiv gehandelt - die verfügten ja damals kaum über ein bewusstsein...
dem leben die schuld zu geben, ist aber unbefriedigend. 😀
mittlerweile entwickele ich sogar psychosomatische symptome: meine füssen mögen mich nicht mehr tragen, schmerzen bei jedem schritt. physische ursachen gibt es lt. hausarzt, orthopäden und neurologen nicht.
vllt. wäre es schön, wenn ich doch mal ein paar steine aus dem rucksack rausnehem und weglegen könnte....
das leben war hart für eine junge, alleinerziehende frau in den 1970ern. wenig geld, keine unterstützung, einkaufen zu fuss, kochen, waschen, fläschchen machen, wickeln, putzen, unterbrochene schlaf-phasen, - für einen jungen menschen eine unglaubliche last - 18-20 stunden täglich, nur um die familie zu versorgen - das eigene leben findet nicht mehr statt, man ist am limit - über jahre.
susanne hatte glück: noch ein paar monate heile welt mit glücklichen eltern (hoffe ich), bis es zur scheidung kam bzw. zu dessen auslösern (das wird ja auch nicht leise vonstatten gegangen sein...).
dann kam yvonne dazu - erste konkurrenz für sie - jetzt musste sie die ohnehin schon knappen ressourcen der mutter teilen.
dann kam ich! und die ressourcen wurden noch knapper. sie haben mich wohl als bedrohung empfunden und sich aufgrund der bereits bestehenden längeren bindung zusammengeschlossen. ich wurde ausgeschlossen.
dummerweise war die strategie, die mein gehirn wählte, möglichst unauffällig zu sein - laute kinder bekommen wenigstens negative aufmerksamkeit...
das ergebnis:
mein leben ist eine katastrophe:
ich ertrage keine nähe, weise mir selbst absolut keinen wert zu, habe keinen zugang zu meinen bedrüfnissen oder emotionen, werde niemals liebe oder freundschaft empfinden können, lebe in einer obdachlosenunterkunft im dreck und mit aggressiven nachbarn - irgendwie scheint es mir angemessen für mich.
freunde und beziehungen habe ich keine. ich bin völlig isoliert. auch zu meinen geschwistern habe ich keinen kontakt - naja - eine beziehung hatten wir eh nie...
ja. das leben hat mich ausgespuckt, bevor ich überhaupt wusste, dass ich ich bin. aber alles ist den umständen geschuldet. mutter hat mich ja nicht gehasst, oder so... sie war einfach völlig überordert und allein. und meine schwestern haben rein instinktiv gehandelt - die verfügten ja damals kaum über ein bewusstsein...
dem leben die schuld zu geben, ist aber unbefriedigend. 😀
mittlerweile entwickele ich sogar psychosomatische symptome: meine füssen mögen mich nicht mehr tragen, schmerzen bei jedem schritt. physische ursachen gibt es lt. hausarzt, orthopäden und neurologen nicht.
vllt. wäre es schön, wenn ich doch mal ein paar steine aus dem rucksack rausnehem und weglegen könnte....