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Ich kenne mein Kind nicht.

Über das was vor 20 Jahren erfolgte, verurteile ich dich nicht. Ich war nie in so einer Situation.
Aber, dieser lange Zeitraum bis zur Kontaktaufnahme, den verstehe ich nicht.
 
woher wusstest du, dass deine Tochter beim Kindsvater aufgewachsen ist
Das Familiengericht musste die Vaterschaft feststellen, und ihr dann die elterliche Sorge entziehen oder sie bewegen, selbst den Antrag auf Übertragung auf den Vater zu stellen. Das dauert.

Dann besteht eine Unterhaltspflicht, solange das Kind nicht von der Ehefrau des Vaters adoptiert ist. Womöglich wurde Sonnenblume da mehr dran erinnert als man so denkt.
 
Was hat dich denn daran gehindert, dein Kind dem Vater zu übergeben?

Warum bist du stattdessen einfach aus dem Krankenhaus abgehauen?

Te könntest du den wenigstens ihr erklären wieso du nicht Mal ihm das Sorgerecht überschrieben hast und da sogar vorher gegangen bist?
Also ich fand auch hier wie du den Teil beschrieben hast als er dich um das Sorgerecht gebeten hat auch etwas irritierend. Das würde ich so tatsächlich nicht schreiben. Du hast es negativ ausgelegt, obwohl ich es toll fand das er sein Kind behalten wollte. So wie du es beschrieben hast kann man auch den Eindruck bekommen, dass er dich genötigt hat. Und das könnte deine Tochter tatsächlich nochmal mehr entfernen. Es ist nämlich auch ein normales Verhalten sein eigenes Kind hab zu wollen. Verstehe mich nicht falsch deine Entscheidung ist ebenfalls dein Recht, allerdings klang es zu mindestens für mich als ob du es ihm nicht geben wolltest und das hättest du auch um ein Haar geschafft. Da solltest du tatsächlich ehrlich überlegen, was das sollte und ehrlich beantworten. Und ihr anbieten das du da bist wenn sie Kontakt wünscht, aber die Fragen solltest du tatsächlich auch im Brief vorher beantworten..und nicht nur so eine Floskeln füllen. Sie hat dir genug Ansätze gegeben, was unbeantwortet geblieben ist. Damit könntest du Anfang, ebenso wieso du den jetzigen Zeitraum gewählt hast.
Wenn du wirklich nur einen Satz schreibst mit ich bin da. Sorry, aber da würde ich keine Sekunde verschwenden. Gerade weil du die Kontaktdaten des Vaters hattest. Überleg wirklich ob du denk Kontakt wünschst und antworte dann. Ihr Wut ist berechtigt und da braucht es keine andere Person (weil hier manche ihren Vater angegeben haben). Sie ist 21 Jahre da hat sich selbstverständlich etwas angesammelt. Deine Kontaktanfrage war aber auch sehr lahm. Also mach es diesmal richtig, wenn du wirklich Mutter für deine Tochter sein willst. Und bemühe dich wirklich, dass wird auch viel Zeit in Anspruch nehmen.

Hallo Sonnenblume,

ich weiß nicht, was für Verhältnisse das waren, in denen du aufgewachsen bist, aber anscheinend haben die dazu geführt, dass du mit 19 emotional noch sehr unreif warst. Denn eine Schwangerschaft so lange zu verdrängen, und dann so überhaupt nicht dazu in der Lage zu sein, eine Entscheidung zu treffen bezüglich deines Kindes, also sei es, das Kind zur Adoption frei zu geben, oder es dem Vater des Kindes zu überlassen, das ist schon außergewöhnlich. Bzw. du hast entschieden, einfach aus dem Krankenhaus wegzulaufen und so zu verschwinden, dass du unauffindbar warst.

Hattest du denn gar keine Beratung in Anspruch genommen irgendwie? Dass man überfordert sein kann mit einer Mutterschaft, und Probleme hat, sich zu entscheiden, ist ja sehr menschlich. Aber es gibt ja die Möglichkeit, professionelle Beratung in Ansspruch zu nehmen.

Ich stelle nochmal die Frage: Was hat dich denn daran gehindert, das Kind dem Vater zu übergeben?

Der Brief deiner Tochter ist verständlich. Das ist natürlich hart für dich, aber das musst du erstmal akzeptieren.

Ich würde dir auch raten, als Antwort zu schreiben, dass du ihre Gefühle verstehen kannst, und dass sie, falls sie es irgendwann doch wollen würde, sich bei dir melden kann.

Und dann würde ich sie völlig in Ruhe lassen.

Menschen machen Fehler, manchmal auch sehr große Fehler. Und wir alle müssen mit unseren gemachten Fehlern und deren Folgen leben.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass deine Tochter vielleicht doch irgendwann das Bedürfnis hat, dich mal zu sehen, vielleicht aber auch nicht. Selbst wenn sie das Bedürfnis hat, kann es sein, dass dann auch noch sehr viele weitere Vorwürfe kommen. Damit müsstest du dann auch leben.

Ich würde wäre ich an deiner Stelle den Brief der Tochter niemals mit anderen teilen, sollte die Tochter das irgendwie mitbekommen, zementiert es nur ihre Haltung, daß sie an keinem Kontakt interessiert ist, da es sich für sie wie eine erneute Ohrfeige anfühlen muß, ihr Schreiben jetzt in der Öffentlichkeit vorzufinden.
Warum hast du nicht den Weg gewählt eine Beratungsstelle aufzusuchen? Um dort Hilfe zu bekommen?

Ihr hattet damals beide Eltern, mit denen ihr hättet reden können. Der Kindsvater hat es offenbar getan, denn einen neugeborenen Säugling zu Hause konnte er ja nicht verbergen. Möglicherweise war der Rückhalt seiner Eltern auch der Grund, warum er das Kind trotz aller Umstände behalten konnte.

Was haben denn deine Eltern gesagt? Oder wissen die bis heute nix von diesem ersten Kind? Das ist irgendwie schwer vorstellbar...

Ansonsten hatte ich mich auch schon gefragt, wie die Eltern der Beteiligten auf die Schwangerschaft und die Geburt des Kindrs reagiert hatten.

Liebe Sonnenblume, wie haben denn deine Eltern reagiert? Haben sie dich unterstützt oder gar abgelehnt?

@Sonnenblume***84,

woher wusstest du, dass deine Tochter beim Kindsvater aufgewachsen ist? Was hat dich veranlasst, überhaupt nach ihm zu suchen? Mir sind da einige Vorgänge nicht verständlich.

Ich bin damals einfach weg und habe nicht darüber nachgedacht, wie das mit dem Sorgerecht läuft. Ich wusste nichts darüber und dachte ... er ist der Vater, sie bleibt bei ihm, das wird schon gehen. Ich hätte mich natürlich informieren müssen, aber das habe ich nicht getan. Ich war überfordert, ich wusste nicht was richtig oder falsch ist. Ich wollte einfach nur weg, weil ich zu dem Zeitpunkt keine Mutter sein konnte. Ich wollte sie zur Adoption geben damit sie ein gutes Leben hat und sich jemand um sie kümmert der bereit ist. Das wollte er nicht. Er wollte sie bei sich haben. Ich habe das gemacht was er wollte. Er wusste auch nichts von Sorgerecht usw. Das wird er auch erst dann erfahren und festgestellt haben.

Meine Eltern wissen nichts von meinem Leben. Ich bin damals dort weg und seitdem habe ich meine Eltern nie wieder gesehen oder kontaktiert. Ich demnach auch niemanden den ich ansprechen konnte zum Thema Schwangerschaft. Ich war alleine mit dem Thema. Ich wusste auch nicht wo man hingeht um Hilfe zu bekommen.

Ich wusste bis vor wenigen Tagen nicht ob sie wirklich bei ihm geblieben ist. Er war damals definitiv drogenabhängig. Es wurde ja hier ein bisschen spekuliert ob er nur mal was genommen hat oder abhängig war. Er war abhängig und hat alles genommen was er in die Finger bekommen hat. Er war high in der Schule, high privat. Er ist deswegen auch sitzengeblieben. Ich weiß nicht wie sich das weiterentwickelt hat aber offensichtlich zu guten weil sonst hätte das Jugendamt wohl eingegriffen.
Ich habe sie erst jetzt kontaktiert zum einen weil ich vorher keinen Mut dazu hatte und zum anderen weil ich nicht wusste wie. Ich kenne ihren Namen bisher immer noch nicht also hatte ich keine Anhaltspunkte. Ich habe keine Adresse oder Handynummer von ihrem Vater. Die einzige Möglichkeit jetzt war Instagram und da habe ich ihn tatsächlich gefunden. Und über ihn habe ich ihr dann eine Nachricht geschrieben.
 
Meine Eltern wissen nichts von meinem Leben. Ich bin damals dort weg und seitdem habe ich meine Eltern nie wieder gesehen oder kontaktiert. Ich demnach auch niemanden den ich ansprechen konnte zum Thema Schwangerschaft. Ich war alleine mit dem Thema. Ich wusste auch nicht wo man hingeht um Hilfe zu bekommen.

Das war sicher sehr schwer für dich und ich finde, dass man dich dafür nicht verurteilen soll.

Allerdings ist der Brief deiner Tochter sehr eindeutig. Sie will dich nicht in ihrem Leben.

Kommst du damit klar und kannst du das akzeptieren?
 
Aber hey du hast da anscheinend eine kluge und temperamentvolle Erstgeborene...

Ich finde, diese könnte dir auch ein bisschen dankbar sein, immerhin hast du ihr das Leben geschenkt.

Was man in so einer Situation raten kann?

Vielleicht könntest du ihr einen ausführlichen Brief zurückschreiben in dem du ihr deine Beweggründe versuchst zu erklären?

Ihr kennt euch ja gar nicht, das ist wirklich traurig und deine Tochter hat wohl recht, auch peinlich, noch nicht mal den Namen seines Kindes zu kennen.

Sie hat dich anscheinend vermisst-

Jedenfalls schwingt da eine große Trauer mit in dem Brief und dementsprechende Wut.

Wie will man das je wieder gut machen, all die Jahre ohne jeglichen Kontakt?

Bevor du den Brief schreibst, solltest du dich ganz auf die Gefühlswelt deiner Tochter einlassen und sie verstehen-

Vielleicht gelingt dir dann doch mit der Zeit noch der Zugang zu ihr.
 
Ich fInde es gut, dass du ein bisschen von deinem Werdegang erzählt hast, wie es dazu kam.
Ich kann mir auch vorstellen, dass man sich irgendwann auf einmal Gedanken darum macht, über früher, was aus deR Erstgeborenen geworden ist.

Es wäre sinnvoller gewesen, erst mit dem Vater von ihr zu sprechen.
Dadurch, dass sie wahrscheinlich erstmal überrumpelt war von deiner Nachricht ist ihre Welt bestimmt aus den Fugen geraten.
Dennoch hast du eine klare Ansage erhalten, die du nicht umgehen solltest, auch aus Respekt vor ihr.

Das tut bestimmt sehr weh und es tut mir leid,wie das alles gelaufen ist.
Ich mag mir auch kein großes Urteil darüber erlauben, weil ich nicht in deinen Schuhen stecke.

Wenn du Glück hast, viel Glück hast kommt sie irgendwann von sich auf dich zu und fragt nach dem Warum.
Ich würde von deiner Seite nichts weiter unternehmen, auch nicht kämpfen. Es bringt nichts.

Sie ist zu Recht verletzt und es ist ihre Entscheidung, ob sie mit dir Kontakt aufnehmen möchte und nicht deine.
 
Du warst doch bereit, ungeschützt Sex zu haben, also musst du logischerweise auch bereit für ein Kind gewesen sein. Du hast dich ja aktiv für diesen Sex entschieden. Er wird nicht versehentlich in dich reingefallen sein.
Also so ganz logisch finde ich das nicht, dass man weil man ungeschützten Sex hatte, auch bereit für ein Kind ist....

Vielleicht solltest du versuchen, ihr den Unterschied zu erklären?
Ich weiß doch ganz genau, dass du das nicht für mich tust, sondern nur wegen deinem schlechtes Gewissen.
Auch das kann deine Tochter eigentlich nicht wissen.

Vielleicht kannst du ihr die ganze Situation irgendwie erklären, auch wie es dann später zu den Sorgerechtsschwierigkeiten kam?
Er hat mir gesagt, dass er keinen Kontakt zu mir will
Das lässt auch nichts Gutes ahnen-

Wahrscheinlich hat er sie die ganze Zeit gegen dich beeinflusst, was ich nicht fair finde, da es ja eine Abmachung zwischen euch gab.

Wie gesagt, ich würde versuchen, in der Auseinandersetzung mit deiner Tochter zu bleiben und einen Brief zurückschreiben.
 
Du hieltest es für besser, dein Kind einem Drogenabhängigen zu überlassen?

Was wirst du nun tun?
Dein Kind respektieren und keinen Kontakt mehr suchen?
 
Ich habe sie erst jetzt kontaktiert zum einen weil ich vorher keinen Mut dazu hatte und zum anderen weil ich nicht wusste wie. Ich kenne ihren Namen bisher immer noch nicht also hatte ich keine Anhaltspunkte. Ich habe keine Adresse oder Handynummer von ihrem Vater. Die einzige Möglichkeit jetzt war Instagram und da habe ich ihn tatsächlich gefunden. Und über ihn habe ich ihr dann eine Nachricht geschrieben.
Entschuldige, aber das kann ich dir so nicht ganz abnehmen. Du hättest deine Tochter sehr wahrscheinlich über das Jugendamt finden können.
Vor was hattest du wirklich Angst? Davor, sehr viel Geld nachzahlen zu müssen? Oder davor, Ärger in irgendeiner Form zu bekommen?
Alles andere erscheint wenig plausibel, wenn man bedenkt, dass du so lange untergetaucht bist, dass dich nicht einmal der Staat finden konnte.
Eine Konfrontation mit einer Adoption kann es kaum gewesen sein, da du deine Tochter ja freiwillig weggeben wolltest.
Hattest du also möglicherweise Angst vor rechtlichen Konsequenzen?
 
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