Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich kenne mein Kind nicht.

Hallo

Ich bin mit 19 das erste Mal Mama geworden und fühlte mich damals nicht bereit. Ich war gerade aus schwierigen familiären Verhältnissen raus in eine WG gezogen und wollte mein Leben quasi neu starten. Die Schwangerschaft war absolut nicht geplant und ich war mit dem Vater auch nie zusammen. Die ersten Anzeichen habe ich ignoriert, weil ich es nicht wahrhaben wollte und so wirklich mit der Tatsache auseinandergesetzt habe ich mir erst als es sichtbar wurde. Ich hatte mich dann dazu entscheiden das Kind zu Adoption zu geben und das habe ich dem Vater auch gesagt. Er hat ab da auf mich eingeredet. Keine Adoption. Das Kind soll zu ihm. Ich soll machen was ich will aber das Kind soll zu ihm. usw. Ich wusste dann nicht mehr was ich machen soll und was richtig ist und bin dann nach der Geburt einfach aus dem Krankenhaus weg.

Ich führe jetzt mittlerweile ein ganz normales Leben. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Ich habe meine erste Tochter nie vergessen. Ich würde sie gerne kennenlernen und habe daher zu dem Vater Kontakt aufgenommen. Er hat mir gesagt, dass er keinen Kontakt zu mir will aber ihr die Nachricht zeigt. Es kam von ihr dann folgender Text zurück:

[Text entfernt, da private Nachrichten nicht veröffentlicht werden dürfen - FR 12]

Ich möchte jetzt nicht so einfach aufgeben. Ich weiß aber auch nicht was ich machen soll. Vielleicht war es nur die erste Reaktion aus so einer Art Schock heraus weil ich mich jetzt plötzlich gemeldet habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sonnenblume84,

es kann sein, dass es gut für sie war, ein Teil ihrer jahrelang angestauten Wut und Enttäuschung dir gegenüber in dem Brief loszuwerden.
Ich würde darauf mitfühlend eingehen und ihr anbieten, das Ganze aufzuarbeiten, falls sie daran je Interesse hätte.
Die Wut respektieren, und weiterhin Offenheit signalisieren, jedoch dich nicht aufdrängen.
Stelle ihr deine Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung.

Mehr würde ich tatsächlich nicht tun.
 
Als jemand der seine Mutter selbst nicht wirklich kennt und die sich auch nie um mich gekümmert hat:

Die Reaktion ist vielleicht etwas zu hart, aber den Inhalt der Nachricht kann man nachvollziehen. Ich würde genau das gleiche schreiben. Du hast dich zig Jahrzehnte nicht für mich interessiert, jetzt plagt dich dein Gewissen, aber es ist zu spät.

Für mich ist meine Mutter eine fremde Person, wie jede andere Person auch. Ich habe gelernt ohne sie zu leben. Es interessiert mich nicht wo ich herkomme, es interessiert mich nicht welche Schicksale dazu geführt haben, dass es so kam wie es kam, sie als Mensch interessiert mich nicht. Eine Bindung die nicht da ist, kann man nicht reparieren und eine familiäre Beziehung kann man im Nachhinein nicht mehr aufbauen.

Lass sie in Ruhe, sie meint es absolut ehrlich.
 
Ich denke, du musst das jetzt erst mal respektieren.
Vielleicht kannst du ihr irgendwie mitteilen, dass du dein Tun damals gerne erklären würdest. Und hoffen, dass deine Tochter mit der Zeit vielleicht doch Interesse an einem Kennenlernen hat. Mit Anfang 20 sieht man Dinge anders als später im Leben. Darauf kannst du hoffen, aber nicht zu sehr ...
 
Sie klingt extrem verletzt und und sie ist sehr enttäuscht von dir.
Vermutlich hat der Vater sie gegen dich beeinflusst.

Du hast sie eiskalt und komplett im Stich gelassen, sie hatte dadurch im Leben viele Nachteile gehabt und wird deshalb wütend auf dich sein.

Ich würde es so machen wie Kasio schreibt.
Schreibe ihr...sie kann sich melden, wenn sie es möchte.
Sie will nicht nochmal von dir verletzt werden.
Lauf ihr nicht hinterher.
 
Hallo

Ich bin mit 19 das erste Mal Mama geworden und fühlte mich damals nicht bereit. Ich war gerade aus schwierigen familiären Verhältnissen raus in eine WG gezogen und wollte mein Leben quasi neu starten. Die Schwangerschaft war absolut nicht geplant und ich war mit dem Vater auch nie zusammen. Die ersten Anzeichen habe ich ignoriert, weil ich es nicht wahrhaben wollte und so wirklich mit der Tatsache auseinandergesetzt habe ich mir erst als es sichtbar wurde. Ich hatte mich dann dazu entscheiden das Kind zu Adoption zu geben und das habe ich dem Vater auch gesagt. Er hat ab da auf mich eingeredet. Keine Adoption. Das Kind soll zu ihm. Ich soll machen was ich will aber das Kind soll zu ihm. usw. Ich wusste dann nicht mehr was ich machen soll und was richtig ist und bin dann nach der Geburt einfach aus dem Krankenhaus weg.

Ich führe jetzt mittlerweile ein ganz normales Leben. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Ich habe meine erste Tochter nie vergessen. Ich würde sie gerne kennenlernen und habe daher zu dem Vater Kontakt aufgenommen. Er hat mir gesagt, dass er keinen Kontakt zu mir will aber ihr die Nachricht zeigt. Es kam von ihr dann folgender Text zurück:

(Zitat entfernt....)

Ich möchte jetzt nicht so einfach aufgeben. Ich weiß aber auch nicht was ich machen soll. Vielleicht war es nur die erste Reaktion aus so einer Art Schock heraus weil ich mich jetzt plötzlich gemeldet habe.

Ich wurde selber adoptiert vor langer Zeit und kenne weder meine Familie noch weiß ich genau wo ich geboren wurde (in welchen KH), die Stadt ist mir bekannt.

Ich kann deine Tochter sehr gut verstehen, aus dem Mädchen wurde eine junge Frau die ihr eigenes Leben führt. Und dann kommt nach 21 Jahren eine Nachricht . Hallo ich bin deine Mama und will dich kennelernen. Versetze dich mal in das Gefühlsleben deiner dir fast unbekannten Tochter.

Als Frau sollte es möglich sein sich in die Gefühlswelt eines Mädchens hineinzu denken, wie würdest du an ihrer Stelle reagieren? Die Seele vergisst nie und so hat auch deine Tochte nie vergessen das du einfach weggelaufen bist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich weiss ja nicht .... und wenn es jemand anderes an ihrer Stelle geschrieben hätte? Ich bezweifle es, dass sie wirklich so drauflos geschrieben hat.
Wie hast Du sie denn angeschrieben? Oder war es nur ein Schreiben an den Vater?
Falls sie schliesslich doch adoptiert wurde, versuch doch mal, ihre Adoptiveltern ausfindig zu machen.
An Deiner Stelle würde ich nicht so schnell aufgeben.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben