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Probleme in der Beziehung - warum kann er Manches nicht akzeptieren?

Zu Allererst mal vielen Dank für eure Beiträge / Vorschläge, schon gut Alles mal aus anderer Perspektive zu sehen.
Falls ich mich richtig erinnere, hat das Deine Tochter selbst so entschieden.
Da gab es doch mal einen Thread dazu.
Das haben wir beide gemeinsam entschieden, natürlich auch im Hinblick auf den geplanten gemeinsamen Urlaub!
Das eigene Denken und Verhalten im Einzelfall zu überprüfen kann nicht schaden.
Das versuche ich tatsächlich auch bewusst zu tun!
Schularbeiten kann man wenn nötig aussetzen und nachholen; andere fehlen da auch mal wegen Krankmeldung.
Natürlich, allerdings wird sie auch im Januar wegen der OP für einige Zeit fehlen und hat dann einiges nachzuholen. Ich denke es wäre besser für sie wenn wir nicht zu viel zusammenkommen lassen.
Denkst du nicht, dass er in all den Jahren sehr viel akzeptierte, Rücksicht nahm, sich einschränkte, verzichtete?
Natürlich hat er das,
Es liest sich aber manchmal so als würde ich ihm absichtlich zurückweisen, aber denkt ihr nicht dass auch ich lieber eine schöne Zeit mit meinem Freund verbringen möchte als diverse Termine wahrnehmen - das ist kein Egoismus meinerseits sondern eine logistische Herausforderung!
Eine simple Terminverschiebung beim Optiker hat rein gar nichts damit zu tun, deine Tochter aufs Abstellgleis zu befördern.
Oh nein das war doch nur als Beispiel gedacht von denen ich unzählige andere anführen könnte.
Doch wenn du etwas willst, musst auch du etwas dafür tun.
Schon klar, auch deswegen suche ich u.A. hier nach Möglichkeiten / Lösungen!
Gleichzeitig denke ich auch nicht, dass dein Partner "nur" Liebhaber oder Freundschaft+ oder ähnliches möchte
Es ist definitiv mehr als das, es gibt da schon eine tiefere Verbindung zwischen uns!
Wenn er nur auf F+ aus wäre könnte er das sicherlich einfacher haben!
Ich kann auch nachvollziehen warum du deinen Freund bei dir einziehen lassen willst. Aber das ist mE mehr aus egoistischen Gründen weil du weniger organisieren musst wenn Tochter und Freund unter einem Dach sind.
Natürlich würde das manches vereinfachen, was ich definitiv nicht von ihm erwarte ist sich als Betreuer zu verstehen!
@SalmaPlus , vermutlich wird dein Wunsch nach einer heilen Familie sich nicht erfüllen lassen. Vielleicht war dir das ja gar nicht so bewusst, bevor du hier geschrieben hast?
Mag sein. Es gibt eben Wünsche die sich nicht erfüllen lassen - trotzdem darf man sich etwas wünschen!
Vielleicht möchtest du, dass ihr zusammenzieht, damit du dich abends, nach einem harten Tag, einfach an deinen Liebsten ankuscheln und mal Luft holen kannst?
Ich verbringe einfach sehr gerne Zeit mit ihm - und die Vorstellung kommt mir in den Sinn, ja!
Allerdings mag auch etwas dran sein dass dadurch andere Probleme / Spannungen entstehen könnten an die ich noch nicht gedacht habe!
Ich sehe nicht, dass er sich die Rosinen rauspickt. Ich sehe jemanden, der noch immer da ist und zu dir hält. Wenn auch vielleicht anders, als du es vielleicht gern hättest...
So sehe ich das auch - insgesamt sehe ich unsere Beziehung ja sehr positiv aber in manchen Punkten noch ausbaufähig!
Edith: die Tochter himmelt den Freund an, er scheint sie auch zu mögen, ist aber hilflos wegen seiner Gefühle... Und Gefühle kann niemand einfach ablegen oder bändigen, deswegen der Rückzugsort...?
Und er hat sich in die TE als Frau, nicht als Mutter verliebt, oder?
Da mag etwas dran sein! Ich bemerke auch dass sein Umgang mit ihr zuhause sehr viel entspannter ist als beispielsweise in der Öffentlichkeit.
Dein Partner ist nicht der leibliche Vater, oder?
Vielleicht sollte man eher diesen in die Pflicht nehmen (wenn möglich) und die Zeit mit deinem Freund als Geschenk, als Bonus sehen.
Ihr leiblicher Vater steht und stand nie zur Verfügung (was u.U. auch besser war!) und wurde schon vor Jahren Opfer seiner Drogenkarriere.
 
Entweder ich akzpetiere den erhöhten Bedarf oder ich bin fehl am Platz.
Ganz einfach.
Die Frage ist halt, wie der erhöhte Bedarf definiert wird.
Die TE erwähnte ja selbst, möglicherweise ist sie überfürsorglich.
Wenn man sich dann ihre alten Beiträge durchliest, kommt man nicht umhin zu sagen, daß ihr Leben ganz überwiegend um ihre Tochter kreist. Sie hat ihre Tochter ziemlich im Griff...noch.

Ich zitiere Dich mal, Salma:
"Das war auch ein Gedanke- sie hat sich dann aber für den späteren Termin entschieden, da sie befürchtet im Winterurlaub mit dem hohen Gips und an Krücken gar nichts tun zu können!"
Das haben wir beide gemeinsam entschieden, natürlich auch im Hinblick auf den geplanten gemeinsamen Urlaub!
 
Du wirst sie nicht dauernd bemuttern können.
Wobei ich jetzt nicht sagen will, dass Du Dich nicht kümmern sollst, sondern vielleicht nur etwas weniger.
Dazu eine kurze Erklärung:
Ich bin sicherlich keine Helikopter-Mutter!
Im Gegenteil, ich versuche sie zur Selbständigkeit zu erziehen und freue mich riesig dass sie mich für Alltägliches an sich überhaupt nicht mehr braucht!

Andererseits bin ich sehr engagiert wenn es um therapeutische Dinge geht, denn von selbst kommt absolut nichts!
Hätte ich nicht von Beginn an für Alles gekämpft wäre ihre Entwicklung völlig anders verlaufen!
Das Bein wäre nicht korrigiert worden, sie hätte eine halbherzige Versorgung der Schwerhörigkeit erhalten und sich somit auch sprachlich deutlich langsamer entwickelt und die Augen-OP hatte man auch nicht als zwingend notwendig angesehen!

Demnach würde sie jetzt in einer Förderschule mitgeschleppt und zur Sozialhilfeempfängerin heranwachsen!
Jetzt gehört sie auf dem Gymnasium zu den Besseren und lernt sich durchzusetzen um später ein selbstbestimmtes Leben führen zu können!

Dafür lege ich mich zu 100% ins Zeug!
 
Ich möchte auf die Frage im Titel zurückkommen "Warum kann er Manches nicht akzeptieren?" Der Auslöser für diesen Thread ist...
Der konkrete Anlass für diesen Beitrag war beispielsweise, dass sich für dieses Wochenende spontan die Möglichkeit ergeben hätte einen Städtetrip nach Amsterdam zu machen.
Ich denke, du stellst die falsche Frage. Sie sollte lauten: "Warum ärgert ihn meine Absage so?" Was, wenn er weniger an sich, sondern vielmehr an dich gedacht hat? Was wenn er dir eine Freude machen wollte, dich mal für ein WE aus deinem Alltag rausholen wollte, damit du auch mal entspannen kannst und auf andere Gedanken kommst.

Er wohnt nur 10 km von dir entfernt. Ich bin sicher, du kannst dich kaum wirklich gehen lassen wenn du bei ihm bist, weil du immer mit einem Auge und einem Ohr bei deiner Tochter bist. Ständig in Hab-Acht Stellung um sofort ins Auto springen und zu deiner Tochter rasen zu können falls etwas ist. Wenn du in Amsterdam bist kannst du das nicht, dann musst du deiner Tochter und den Betreuern vertrauen.

Was, wenn dein Freund dir subtil versucht beizubringen auch mal loszulassen und anderen soweit zu vertrauen damit du merkst, dass es für ein paar Tage auch ohne dich flutscht? Du musst lernen loszulassen. Wie soll deine Tochter jemals selbstständig werden wenn du immer da bist und sofort springst wenn was ist?

Was, wenn dein Freund dir etwas gutes tun und dir helfen will zu lernen auch mal an dich zu denken? Versuch es von dieser Seite zu sehen. Es war ein "Geschenk" an dich und du schmetterst es ab und bist auch noch sauer weil er dich scheinbar nicht verstehen will.

Du musst auch lernen ihm WIRKLICH zuzuhören. Du hörst zwar seine Worte, gibst sie hier auch wieder, aber verstanden hast du sie nicht. Er sagt es doch deutlich:
Er meint aber ich würde nur für meine Tochter lernen und mich zu wenig auf mich konzentrieren?
Ich vermute "lernen" ist ein Schreibfehler und sollte eigentlich "leben" heissen. Und da hat er sowas von recht. Das ist kein Vorwurf von ihm sondern sollte dir die Augen öffnen. Er versucht dir zu helfen mehr an dich zu denken und dann wird sich auch eure Beziehung automatisch intensivieren. Dazu muss man noch nicht mal zusammen wohnen,. Seinen Rückzugsort braucht er dringend, daran würde ich nicht rütteln. Wenn er soweit ist (falls) wird er es schon selber ansprechen.
 
Demnach würde sie jetzt in einer Förderschule mitgeschleppt und zur Sozialhilfeempfängerin heranwachsen!
Uff... Harte Aussage.
Nicht alle, die auf einer Förderschule landen, werden Stütze-Empfänger.
Selbst oft genug schon gesehen und Menschen dabei unterstützt ihren Lebensweg zu finden ...
Zeigt aber, welche Ängste dich antreiben und dich dazu bringen so viel zu investieren.

Die Tochter ist kein "Bonus", sondern ein bestehendes Kind.
Ja, aber nicht sein Kind. Für ihn ist es ein "Bonus". Denn er hat sich in die TE verliebt als Frau nicht als Mutter.
Wobei sich hier die Frage stellt, unter welchen Umständen sie sich kennengelernt haben.

Ich finde, dass Lebenspartner in erster Linie Partner sind und keine Ersatzeltern-Teile. Es ist viel verlangt, wenn man das erwartet. Und dieser Mann hier scheint sich ja durchaus einzubringen, auf seine Art, nach seinem Können.
Da mag etwas dran sein! Ich bemerke auch dass sein Umgang mit ihr zuhause sehr viel entspannter ist als beispielsweise in der Öffentlichkeit.
Und da würde ich ansetzen, dass zeigt ja seine Unsicherheit.
Hast du ihn mal gefragt, warum es in der Öffentlichkeit schwieriger für ihn ist mit deiner Tochter umzugehen?
Hat er Angst vor Bewertung von Fremden?
Hat er Angst etwas falsch zu machen?
Fehlt ihm sein Bauchgefühl?
Hat er Angst, dass sein Umgang mit ihr von dir negativ bewertet werden könnte? Dass er dir und deinem Anspruch damit nicht "gerecht" wird?
Wünscht er sich da vielleicht etwas Anleitung oder Unterstützung/Tipps?
Oder hat es damit zu tun, dass er halt nicht der Vater ist und für ihn seine Rolle nicht ganz klar ist, weil du zb schon alles machst? (Wir Frauen neigen ja dazu den Männern viel abzunehmen und berauben dadurch die Männer um wichtige Erfahrungen).
Zu Hause ist ein geschützter Raum, da kann nicht viel passieren, die Abläufe sind oft gleich...

War er mal allein mit ihr unterwegs?
Vielleicht würde ihm das auch mal helfen, ohne deine "wachsamen Augen" sich mit ihr "auszuprobieren", seinen Umgang mit ihr zu finden.
Natürlich nur, wenn er sich das zutraut und es möchte.

Hast du mit ihm mal gesprochen, in welchen Situationen er Mitleid empfindet? Was da vielleicht die Auslöser sind?
Was da vielleicht hintersteckt?
Sorgen? Ängste? Eifeve Erfahrungen mit Hilflosigkeit?
Diese Gefühle... Da sehe ich tatsächlich ein Hebel für eure Beziehung.
 
Das Kind ist 14! Meine Güte, natürlich kümmert sich @SalmaPlus !
Keiner sagt, dass sie sich nicht kümmern soll.
Es geht nur um die Balance zwischen Mutter-sein und Frau-sein.
Und darüber darf man sich ruhig mal austauschen.

Und nebenbei:
14 ist nicht 4. Mit 14 haben manche Teenager schon einen Ferienjob, ihren ersten Freund, ihre erste Verurteilung wegen wasauchimmer, sind schwanger und und und...
 
Ständig in Hab-Acht Stellung um sofort ins Auto springen und zu deiner Tochter rasen zu können falls etwas ist.
In diesem Fall hast du einen ganz falschen Eindruck bekommen!
Nein, es geht nicht darum bei jeder Kleinigkeit zu springen - ganz im Gegenteil - sie ist sehr selbständig und ich muss sie nicht ständig bemuttern.
Ich muss mich hauptsächlich darum kümmern dass sie die bestmögliche medizinische Versorgung / Therapien bekommt um mit möglichst wenigen Einschränkungen leben zu können!
In diesem Zusammenhang ist jede Menge zu tun denn ohne Eigeninitiative bekommt man in unserem System nur das absolut Nötigste!
Was, wenn dein Freund dir etwas gutes tun und dir helfen will zu lernen auch mal an dich zu denken?
Es war sicherlich gute Absicht von seiner Seite! Aber es gab einen Grund, ich habe das nicht leichtfertig entschieden!
Ich weiß nicht ob man sich als Außenstehender eine Sehbehinderung vorstellen kann - sie lebt derzeit mit unklarem / verschobenem Sehen welches Beschwerden von Kopfschmerzen bis zu Gleichgewichtsstörungen auslöst!
Sie benötigt dringend eine zusätzliche Korrektur durch die neue Brille!
Notdürftig hat sie solange die linke Seite abgedeckt bekommen (wie früher vor der OP) da sie derzeit sogar besser klarkommt wenn sie nur mit dem rechten Auge sieht!
Könnt ihr euch vorstellen wie unangenehm es für eine 14 Jährige sein muss noch diesen Schiel-Aufkleber (inklusive Hänseleien!) auf ihrer Brille zu tragen mit der sie ja an sich schon hadert?
Um diesen Zustand so bald als möglich zu verbessern habe ich auf das Wochenende verzichtet!
Nicht alle, die auf einer Förderschule landen, werden Stütze-Empfänger.
Natürlich nicht zwingend! Jedoch ist es sehr wohl entscheidend in welchem sozialen Umfeld ein Mensch aufwächst und ob man lernt sich in einer normalen Umgebung zu behaupten!
Wir hatten / haben doch einige Kontakte zu anderen Familien mit gehandicapten Kindern, und da gibt es durchaus abschreckende Beispiele!
Und da würde ich ansetzen, dass zeigt ja seine Unsicherheit.
Hast du ihn mal gefragt, warum es in der Öffentlichkeit schwieriger für ihn ist mit deiner Tochter umzugehen?
Hat er Angst vor Bewertung von Fremden?
….
Zu Hause ist ein geschützter Raum, da kann nicht viel passieren, die Abläufe sind oft gleich...

War er mal allein mit ihr unterwegs?
….
Hast du mit ihm mal gesprochen, in welchen Situationen er Mitleid empfindet? Was da vielleicht die Auslöser sind?
….
Diese Gefühle... Da sehe ich tatsächlich ein Hebel für eure Beziehung.
Ich bin mir sicher diese Anspannung wird bei ihm hauptsächlich von den Reaktionen der Umgebung ausgelöst!
Die Blicke der Menschen!
Für mich nichts Besonderes - ich war immer „die mit dem behinderten Kind“!

Ich denke nicht dass es sein Wunsch ist alleine mit ihr unterwegs zu sein - das würde ich auch nicht von ihm erwarten.

Er hat mal gesagt er hätte sich mal vorgestellt wie es für ihn gewesen wäre mit solchen Einschränkungen aufzuwachsen und meinte er wäre daran zerbrochen!
Mit 14 haben manche Teenager schon einen Ferienjob, ihren ersten Freund, ihre erste Verurteilung wegen wasauchimmer, sind schwanger und und und...
Das haben sie aber nur wenn sie in einem normalen sozialen Umfeld aufgewachsen - und nicht als Behindert abgestempelt werden - und dafür kämpfe ich!
 

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