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Sexuell extrem devot & emotional völlig blockiert – wie soll ich so jemals eine Beziehung führen?

Das passt ja auch wieder zu den masochistischen Tendenzen- Masochismus ist ja weit mehr als rein sexuell...
Ja, ich meine in manchen Bereichen ist das ja wirklich nützlich und konstruktiv. Wenn ich da an die Schule, Uni und jetzt Arbeit denke. Oder an den Sport. In diesen Bereichen läuft es ja auch super und ich kann mich nicht beklagen.

Aber in meinen problembehafteten Bereichen setzt es mich zu sehr unter Druck, vor allem wenn ich nicht so schnell etwas daran verändern kann, einfach weil mich meine Phobien oder sonstigen Probleme diesbezüglich blockieren oder weil es sich eben um meine Sexualität handelt, die sich nicht ohne weiteres ändern lässt. So kommt es dann zu diesem Teufelskreis, ich sehe meine eigenen Fehler und meine Probleme und kritisiere mich selbst. Ich weiß eigentlich, was ich tun müsste, doch ich schaffe es nicht, das dann auch wirklich umzusetzen und etwas zu verändern.

Da fällt mir immer wieder der Spruch ein:
„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“
 
„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“
Aber jetzt tust du was anderes und fragst hier nach Input, Ideen, Tipps- und das ist doch schonmal was anderes 🙂
Und evtl. kann Hypnose oder im Bereich Körperpsychotherapie ja wirklich das entscheidende innere Puzzleteil ins Rollen bringen.... Manche Dinge, gerade wenn sie so tief sitzen, brauchen ihre Zeit und die richtigen Umstände, bis es endlich sich langsam lösen kann. Nicht den Mut verlieren 🌺
 
Naja, eine tiefenpsychologische Therapie geht mehrere Jahre. Das, was in einer Klinik möglich ist, kann da maximal an der obersten Oberfläche kratzen. ...
Oh wow doch so lange.
Für mich ergibt alles was du beschreibst, irgendwie als Zusammenhang Sinn- es fühlt sich fast wie ein Kreis an. Deine masochistischen (selbstabwertenden) Tendenzen, deine stark devote Sexualität und die Scham. Ich denke, diese Dinge gehören zusammen.
Vielleicht, weil sie zum gleichen Zeitpunkt entstanden sind- aber das geht hier schon fast zu tief. Daher teile ich dir hier nur mal diesen Eindruck mit, du kannst das ja mal wirken lassen...
Achso ja das ergibt schon Sinn, jetzt wo du es so sagst. Das hat mich jetzt auf jeden Fall mal zum Nachdenken angeregt. In den Sessions selber ist Scham oft auch ein Element, mit dem gespielt wird. Es ist ja nicht unüblich, dass Menschen, die erniedrigt werden, sich dafür schämen. Jetzt mal losgelöst vom sexuellen Kontext.
 
Es ist ja nicht unüblich, dass Menschen, die erniedrigt werden, sich dafür schämen.
Ja genau... ich denke, dass diese zwei Dinge irgendwie zusammengehören...daher.. zu sagen: "Schäm dich nicht" - würde irgendwie wohl nicht funktionieren. ^^

Es gibt einen Performancekünstler, der so eine starke Scham hatte, dass er sie genommen hat und in seine Kunstwerke mit einfließen ließ- ich glaube in einem seiner Werke zog er sich extrem schräg an und lief durch die Gegend und rief dabei immer "Ich schäme mich sooo."
Er hat das, was er war, eben genommen und zu seinem Stil gemacht. Und versucht, sein Leiden anzunehmen indem er es transformiert hat.
 
Aber jetzt tust du was anderes und fragst hier nach Input, Ideen, Tipps- und das ist doch schonmal was anderes 🙂
Und evtl. kann Hypnose oder im Bereich Körperpsychotherapie ja wirklich das entscheidende innere Puzzleteil ins Rollen bringen.... Manche Dinge, gerade wenn sie so tief sitzen, brauchen ihre Zeit und die richtigen Umstände, bis es endlich sich langsam lösen kann. Nicht den Mut verlieren 🌺
Ja das stimmt, vielen Dank dir für die lieben Worte ☺️ Ich werde mich mal bezüglich Hypnose informieren. Der Gedanke ist ja schon sehr reizvoll, dass man dann bewusst nicht mehr so viel dafür tun muss. Fast schon zu schön, um wahr zu sein (das ist er wieder, mein innerer Skeptiker 😂).

Aber alleine wenn ich mir dann vorstelle, wie es wäre, normal zu sein. Das wäre einfach unglaublich, ein anderes Leben. Ich frage mich, ob ich dann nicht doch etwas vermissen würde. Denn es gibt immer wieder Phasen in meinen Leben, da sage ich mir, dass so ein normales 0815-Leben nichts für mich ist. Damit meinte ich nicht nur die Arbeit sondern auch Sexualität, da ich schon immer eine große Vorstellungskraft und Fantasie hatte. Ich war da immer sehr verkopft, was wohl eher unüblich für einen Mann ist.
 
Ja das stimmt, vielen Dank dir für die lieben Worte ☺️ Ich werde mich mal bezüglich Hypnose informieren. Der Gedanke ist ja schon sehr reizvoll, dass man dann bewusst nicht mehr so viel dafür tun muss. Fast schon zu schön, um wahr zu sein (das ist er wieder, mein innerer Skeptiker 😂).

Aber alleine wenn ich mir dann vorstelle, wie es wäre, normal zu sein. Das wäre einfach unglaublich, ein anderes Leben. Ich frage mich, ob ich dann nicht doch etwas vermissen würde. Denn es gibt immer wieder Phasen in meinen Leben, da sage ich mir, dass so ein normales 0815-Leben nichts für mich ist. Damit meinte ich nicht nur die Arbeit sondern auch Sexualität, da ich schon immer eine große Vorstellungskraft und Fantasie hatte. Ich war da immer sehr verkopft, was wohl eher unüblich für einen Mann ist.
Ich würde dir diesbezüglich halt wünschen, dass du die Wahl hättest... ich denke, das ist vielleicht um was es geht... wenn du wählen könntest wie wo was mit wem usw und es nicht mehr nur zwanghaft geschieht, wäre das doch richtig gut 🙂
Denn das ist ganz bestimmt NICHT langweilig. 😉
 
Würdest du dann empfehlen, für jedes meiner Probleme in eine andere, darauf spezialisierte Klinik zu gehen ?
Nein, wird in guten psychosomatischen Kliniken meist alles zusammen behandelt.
Manche sind sicher spezialisierter auf bestimmte Dinge... Aber ich bin auch noch auf der Suche 😉

Der Film heißt "Gotteskinder", müsstest du in der Arte-Mediathek finden.
Aber ich weiß nicht, ob der für dich gerade gut ist, er endet traurig.
Ansonsten kannst du mich auch gern mal per PN anschreiben.
 
Ja genau... ich denke, dass diese zwei Dinge irgendwie zusammengehören...daher.. zu sagen: "Schäm dich nicht" - würde irgendwie wohl nicht funktionieren. ^^
Exakt. Wenn ich mich nicht schäme, dann war es nicht authentisch genug. Es war dann keine echte Erniedrigung, sondern nur ein langweiliges Rollenspiel.
Es gibt einen Performancekünstler, der so eine starke Scham hatte, dass er sie genommen hat und in seine Kunstwerke mit einfließen ließ- ich glaube in einem seiner Werke zog er sich extrem schräg an und lief durch die Gegend und rief dabei immer "Ich schäme mich sooo."
Er hat das, was er war, eben genommen und zu seinem Stil gemacht. Und versucht, sein Leiden anzunehmen indem er es transformiert hat.
Das kann ich sogar sehr gut nachvollziehen. In den besten Sessions, die ich hatte, habe ich mich schon sehr stark geschämt, aber in dem Moment war es nichts Schlimmes. Der Genuß und die Erregung haben dem Leid einen Sinn gegeben, also sozusagen auch in etwas Positives transformiert und zwar für beide Seiten, denn diesen Frauen hat es dann auch wirklich Freude bereitet. Dieses Gefühl sich so fallen zu lassen oder andersrum so die Kontrolle zu übernehmen ist einfach unbeschreiblich berauschend. Das Positive war aber auf die Zeitspanne der Session begrenzt. Danach kam dann das Bedauern, das schlechte Gewissen und diese unangenehme Form von Scham, die wahrscheinlich jeder kennt. Worauf ich hinaus will ist, dass man zwischen diesen beiden Formen differenzieren sollte.
 
Ich würde dir diesbezüglich halt wünschen, dass du die Wahl hättest... ich denke, das ist vielleicht um was es geht... wenn du wählen könntest wie wo was mit wem usw und es nicht mehr nur zwanghaft geschieht, wäre das doch richtig gut 🙂
Denn das ist ganz bestimmt NICHT langweilig. 😉
In der Online-Welt habe ich extrem viel Auswahl was Herrinnen angeht, weil ich mir über die Jahre dort einen Namen gemacht habe. Täglich schreiben mich viele an, teilweise sogar große Profile. Das ist auch nicht immer gut, wenn man zu viel Auswahl mit so einer Sucht kombiniert. So viele Frauen haben auch versucht mich zu binden, aber haben es gerade deswegen nicht geschafft, weil ich immer mehr brauchte. Ich bin einfach unersättlich.

Es ist mir auch in der normalen Welt vor die Füße gefallen. Einige normale Frauen, die ich ganz klassisch gedated habe, waren zum Beispiel sehr eifersüchtig wegen den vielen weiblichen Kontakten. Ich habe versprochen es sein zu lassen, aber sie konnten mir ja nicht das geben, was ich scheinbar brauchte und so dauerte es nicht lange, bis ich rückfällig wurde und so kam dann nie eine normale Beziehung zustande. Ich bereue es bis heute, vor allem bei einer dieser Frauen, die wie ein Seelenverwandte für mich war. Sie war aber auch sehr konservativ und hat die ganze Bdsm Szene als krank bezeichnet. Das war der einzige Grund, weshalb es nicht zu einer Beziehung kam, ansonsten war sie perfekt und am Anfang wollte sie mich und ich zitiere "mehr als alles andere auf der Welt". Das macht mich bis heute so traurig, es ist jetzt genau ein Jahr her...
 
Nein, wird in guten psychosomatischen Kliniken meist alles zusammen behandelt.
Manche sind sicher spezialisierter auf bestimmte Dinge... Aber ich bin auch noch auf der Suche 😉

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Aber ich weiß nicht, ob der für dich gerade gut ist, er endet traurig.
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Okay alles klar danke dir für das Angebot und für den Hinweis. Paradoxerweise schaue ich lieber düstere Filme. Fröhliche Filme, gerade so Liebesfilme, Dramen, machen mich eher traurig, weil sie mir gewissermaßen das zeigen, was ich nie hatte, aber mir insgeheim immer gewünscht habe.
 

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