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Ich will aufwachen

Wie steht es denn um die Wohnungssuche? Bei dir.. bei ihr? Tut sich da so gar nichts?
Sie hat wohl etwas in Aussicht, was klappen könnte, aber noch nichts Schriftliches.
Bei mir war jetzt im Oktober totale Flaute.. zwar teils 4 Wohnungen gleichzeitig angeschrieben, aber keine Antworten oder Absagen erhalten.. Ich denke, jetzt in den ersten zwei Wochen im neuen Monat kommen wieder welche rein..

Heute nachmittag gab's noch eine blöde "Überraschung": Mussten uns heute zum Kinder aufteilen alle in der Kita treffen.. seit den Sommerferien habe ich nur noch den Großen zur Schule gebracht und abgeholt... in der Kita war ich jetzt in 2-2,5 Monate nur 1x oder 2x... und dass jetzt alle zusammen die waren, so nach dem Motto "Mutter, Vater, Kind" - und auch viele Jahre an Erinnerungen, als der große Bruder noch dort war und unser Leben damals (bis vor den Sommerferien, also gerade mal 3 Monate) - das ist einfach hart mit der neuen Realität kollidiert und hat ein ganz, ganz fieses Gefühl in der Magengegend hinterlassen 🙁

Hab den Kleinen jetzt zu meiner Mutter zum übernachten gebracht, hoffe es läuft für ihn. Treffe mich dann gleich mit meinem besten Freund auf einen gemütlichen Abend in einer belebten Ecke der Stadt..
 
Ich habe mich gestern dazu ein bisschen eingelesen und zB auch Videos auf Youtube zur Erklärung angesehen, welche Verhaltsweisen dafür sprechen, welche Ursache und welches Motiv dahinter steckt..:
Dieses "Helfersyndrom" passt echt erschreckend (!) zu mir und ich bin auch etwas "erschrocken" davon. Man kennt es ja sonst nur so umgangssprachlich oder hat es mal schwerzweise in den Mund genommen..und das wird mir jetzt gerade zum ersten Mal so richtig bewusst, dass es echt zutrifft.

Es ist einerseits "schön" (?) so ein bisschen mehr, mich selbst verstehen zu können: Gerade mein Gedanken und Gefühlschaos mit dieser Bekannten gegenüber kriegt dadurch eine deutlich andere Note, es bietet mir eine Erklärung..das hatte ich ja im Text gestern schon beschrieben.

Ich fürchte nur, so richtig aufarbeiten oder "bekämpfen" werde ich diese Facette ohne externe Hilfe nicht können..Ich fühle mich erleichtert, etwas Licht ins Dunkle bringen zu können - und das aus eigener Kraft und Reflexion - aber damit anzufangen weiß ich gerade noch nicht viel..

Immerhin habe ich gestern nochmal ein paar Therapeuten angeschrieben, mal sehen, was dabei rumkommt. Und das "Rezept" für die DIGA/Novego habe ich auch angeleiert.



Ja, das ist etwas dran..
Ich bin aktuell selbst sehr zwiegespalten, was diese Frau angeht: Wir verstehen uns toll, teilen Gefühle (die wir noch nicht genau benennen können), hatten erst Freitag diese wahnsinnige emotionale und körperliche Nähe. Jeden Moment, den wir zusammen verbringen, tut mir einfach gut, es ist der reinste Seelenbalsam.
Gleichzeitig erfolgt dies sehr unregelmäßig und ohne Perspektive bisher. Ich weiß ich nicht, was es überhaupt ist oder werden soll. Das bedeutet große Ungewissheit, Unsicherheit.
Dazu dann der neue Hintergrund bzgl Helfersyndrom: Ich fühle in MIR so extrem stark IHRE inneren Konflikte, dass diese Seite mir aktuell definitiv nicht gut tut.

Ich schaffe es aber gerade auch nicht, mich nun hinzustellen zu sagen: Es ist hier und jetzt vorbei, bevor es überhaupt begonnen hat, weil die Negativen Aspekte wohlmöglich überwiegen.
Ich hätte das Gefühl, mich selbst einer Chance zu berauben, ein bisschen Farbe in das viele Grau zu bringen. Und dass es nicht mehr als eine Chance ist, Ende offen, ist mir durchaus bewusst.



Das kam so ein bisschen ohne jeden Kontext - ist der Satz einfach so alleinstehend gemeint (ich denke, da stimme ich inhaltlich zu) - oder worauf bezogen?



Mich interessieren die psychologischen Hintergrunde dessen, was mich gerade umtreibt.
Ich habe mich nicht nur mit dem Helfersyndrom, sondern auch Trauer und Veränderung befasst.
Ich schreibe einfach mal, was mir dazu bisher einfällt, auch um das für mich selbst einmal zu visualisieren::

Die fünf Phasen der Trauer (Kübler-Ross) - lassen sich auch auf
1. Verleugnung:
Das ist gerade hier "schön" nachzusehen: Schaut mal, wie ich diesen Thread damals benannt habe. Plakativer geht es ja gar nicht. 🙂
2. Wut:
Hier bin ich etwas überfragt, da ich bisher nur Schmerz oder Taubheit empfunden hatte.​
Vielleicht unterdrücke ich die Wut auch unterbewusst, da sie der jetzigen Phase des "sich mit einander arrangieren" (vor den/für die Kinder) sonst schädlich wäre?​
Die KI meint dies dazu - und ich würde dem auch zustimmen, ich finde, es passt zu mir: "Eine Trennung kann auch ohne die Phase der Wut durchlaufen werden, indem man die Emotionen bewusst wahrnimmt und durch andere Aktivitäten wie Sport, kreatives Schreiben oder Selbstfürsorge kanalisiert, um die Trauer zu verarbeiten."​
3. Verhandeln:
Das waren die zwei Wochen, nachdem ich von Ihrem Fremdgehen erfuhr: Ich habe vorgeschlagen, eine Paartherapie zu machen, um zu gucken, ob wir noch einmal zu einander finden. Ich habe mich mit Ihren Beweggründen auseinander gesetzt (auch wieder Helfersyndrom) und mich mit dem Gedanken bzgl offener Beziehung beschäftigt..​
..ehe ich erkannt habe, das führt alles zu nichts. Ich verliere mich in diesen Gedankenspielen, STOPP!​
Hier habe ich dann die Grenze gezogen und ausgesprochen, dass die Beziehung, Ehe, vorbei ist und KEINE ZUKUNFT mehr hat. Diese Entscheidung ist für mich absolut. Diese Phase halte ich also ebenfalls für abgeschlossen; Dieser Zeitpunkt war Mitte September.​
Bleiben also..:​
4. Depression:
..und..​
5. Akzeptanz:
Ich denke, ich pendle ich in den letzten Wochen hin und her zwischen 4 und 5 - und das ist es, was mich auch emotional ins Wanken bringt, da ich mir natürlich Stabilität wünsche:

Von meiner Überzeugung her, habe ich große Fortschritte in Richtung Akzeptanz gemacht, stürze aber immer wieder zurück auf den Boden der Tatsachen, die Depression.​
Die Innere Unruhe und die Traurigkeit, das Gefühl unendlicher Einsamkeit..auch die fehlende Konzentrationsfähigkeit, die mich im Job extrem ausbremst.​
Alles Zeichen für Phase 4.​
Andererseits habe ich schon Dinge begonnen, die für die 5 sprechen: Viele Lehren aus dem Geschehenen für mich gezogen - erst (vor)gestern wieder etwas Neues! - und viele Änderungen und "Self Care" betrieben.​
Ich denke, fürchte, dieses Pendel wird auch weiter hin und her schwingen.
Insb. wenn dann zB die räumliche Trennung unmittelbar ansteht, eigentlich freue ich mir nur darauf, aber unterbewusst wird dies sicher nochmal schwer zusetzen.
Genau so, wie dann den neuen Alltag und Kindern im Wechselmodell - allein im wöchentlichen Wechsel "pendle" ich ja auch zwischen zwei Modi: 100% Ich für mich und 100% Papa. Natürlich bin ich auch "allein für mich" noch immer Papa und auch im Papa-Modus sollte ich "mich" nicht verlieren - wie man sieht, viele Herausforderungen!
Auch der Umgang mit meiner Ex nach dieser Trennung wird "spannend".

Die letzten Punkte waren jetzt einfach mal unverbindlich weiter in die Zukunft gedacht, damit beschäftige ich mich aktuell noch nicht. Ein Schritt nach dem Anderen.

Mich würde interessieren, was Ihr von meinen Gedanken in diesem Beitrag haltet!
Natürlich höre ich gern Zuspruch, aktuell mehr denn je, aber ich schätze auch andere Blickwinkel oder ergänzende Punkte sehr 🙂
Ich glaube, du bräuchtest auch einfach mal Ruhe und Entspannung.
Also ohne Rumgrübelei und Probleme immer wieder neu zu analysieren und möglichst schnell lösen zu wollen...

Es ist ja schön und gut, sich Gedanken über Dinge wie Helfersyndrom oder Trauerbewältigung zu machen, und gute Texte zu diesen Themen zu lesen.
Aber ich denke, du tust da des Guten einfach zuviel!
Und das nimmt dir die Ruhe, auch mal zu dir zu kommen, und die Dinge so zu akzeptieren, wie sie nunmal zur Zeit sind.

Vielleicht machst du mal einen Tag gar nichts an irgendwelchen Selbstverbesserungssachen, sondern einfach nur das was du musst, und ansonsten legst du dich lang und faulenzt ein bisschen.
Oder würde dein Kopf dich dabei nicht zur Ruhe kommen lassen?
Vielleicht musst du das Entspannen auch erstmal wieder lernen, du hast dich ja in den letzten Jahren genug verausgabt.

Aber versuch das ruhig mal, dir Ruhe zu gönnen, ohne ständig an deine und anderer Leute Probleme zu denken, und diese am liebsten schon gestern lösen zu wollen...
 
Oder würde dein Kopf dich dabei nicht zur Ruhe kommen lassen?
Vielleicht musst du das Entspannen auch erstmal wieder lernen, du hast dich ja in den letzten Jahren genug verausgabt.
Ja, es war zu dem Zeitpunkt tatsächlich so, dass an "ausschalten" gar nicht zu denken war.. deshalb habe ich dann versucht, zumindest etwas "Produktives" (mit diesem dauer-an Hirn) anzufangen und eigentlich tat es mir auch gut. Das hätte in dem Moment nichts krampfhaftes für mich, sondern eher das Empfinden, dass dies meinen aktuellen Bedürfnissen entsprach..

Aber versuch das ruhig mal, dir Ruhe zu gönnen, ohne ständig an deine und anderer Leute Probleme zu denken, und diese am liebsten schon gestern lösen zu wollen...
Guter Punkt...
Ich kann es mir aktuell aber nur so vor Augen führen, Umsetzung bzw Methode sind noch schleierhaft..

Es wird besser, wenn ihr getrennt wohnt.
Meine ex kriegt vrsl Anfang der Woche jetzt eine Rückmeldung, und da sie schon einen Schlüssel bekam, um sich die neu renovierte Wohnung allein anzugucken, gehe ich da von einer Zusage aus.
Ich selbst bin an einer Wohnung dran, die alle Kriterien erfüllt, habe ich gestern besichtigt und heute meinerseits zugesagt. Mal abwarten also.
 
PS: Meine Ex wurde von ihrem evtl. Vermieter gefragt, ab wann der Vertrag laufen solle - scheint also tatsächlich nur noch Formsache zu sein.
Von meiner mögl. Vermieterin wurde ich nach Selbstauskunft, Schufa, Gehaltsnachweisen gefragt - heißt ja zumindest schon mal, dass ich da weiter im Rennen bin. Hab auch zwei Bilder von den Jungs dazu gepackt, vielleicht fasst sie sich ein Herz 🙏
Wenn echt beides klappen sollte, hätten wir tatsächlich ab Dezember unsere eigenen Wohnungen! Dann könnten wir gucken, ob wir zu Ende Dezember oder sonst Mitte/Ende Januar einen Nachmieter bekämen und frühzeitig aus der jetzigen Bude rauskommen..
So schön die Aussicht ist, stellt es uns nun unmittelbar vor die Aufgabe, unseren älteren Sohn die ganz Nummer beizubringen...müssen uns dazu also mal abstimmen und einigen, wann, was und wie wir das tun 😢
  • Es hat nichts mit ihm oder seinem kleinen Bruder zu tun!
  • Beide waren Kinder der Liebe..
  • ..aber Mama und Papa lieben sich nicht mehr sondern trennen sich
  • Wir werden weiterhin Mama und Papa für beide bleiben
  • und deshalb auch beiden ein Zuhause bieten
Weiß nicht ob man noch mehr oder detaillierter was erzählen muss.. ich glaube, der Junge fällt so aus allen Wolken, das werden erst mal keine Worte der Welt erleichten können 🙁
 
Das wird schwer, auf jeden Fall. Die Kinder werden in ein tiefes Loch fallen. Es liegt an euch sie nicht tiefer als nötig fallen zu lassen - das ist aber leicht gesagt.

Ist denn überhaupt klar wo sie ihren Lebensmittelpunkt haben werden und wie oft sie den anderen Elternteil besuchen kommen? War das die 50/50 Regelung bei euch?
 
Richtig, 50:50 Wechselmodell. Montags nach der Kita/Schule kommt dann der jeweils andere die Kids abholen und die "Woche startet" dann.

"Nicht tiefer, als nötig, fallen.." - klingt ja selbstverständlich, aber wie 🙁
 
Es ist schreckliches dir passiert ist.

Ich würde mir an deiner Stelle Hilfe suchen.
Wenn du im Internet googelst unter...Psychotherapie finden oder suchen...findest du Listen mit freien
Therapie Plätzen.

Was sagt deine Frau..?
Liebt sie dich und will sie überhaupt noch die Beziehung...?
Hat sie eine sexuelle Austobephase oder psychische Probleme?

Solch ein Sexverhalten kann eine Reaktion sein, wenn jemand psychische Probleme hat.

Hat sie an ihren Kindern ein Interesse?
Hat sie eine Suchterkrankung ?

Käme eine offene Beziehung für dich in Frage..?

An deiner Stelle würde ich versuchen mich unabhängig von ihr zu machen, da ihre Sehnsucht nach dem Männerkonsum und dem Solo Dasein recht gross zu sein scheint ..

Sie verhält sich wie eine Paysex Frau.

Würde sie eine eigene Therapie oder eine Paartherapie wollen oder sucht sie einen anderen Partner...?
Komm mal runter. wir haben 2025 nicht die 50-er .
 

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