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Ich will aufwachen

Der einzige Schönheitsfehler scheint zu sein, dass du Geld für Sex ausgibst...
Wieso ist das ein Fehler? Wenn das Bedürfnis da ist, man dafür aber keine beständige Partnerin hat, ist das m. E. eine legitime Art der Bedürfnisbefriedigung. Ich finde, es steht niemandem zu, das zu verurteilen.
Es soll auch Menschen geben, die sich gegen Geld eine Wohlfühlmassage gönnen. Ist es gleich ein Fehler, etwas weiter zu gehen, weil on top der GV kommt? Man selber muss das ja nicht mögen und auch nicht machen.
 
Der einzige Schönheitsfehler scheint zu sein, dass du Geld für Sex ausgibst...
Scheinbar erregt das hier die Gemüter..🤷‍♂️
Ich habe mich gerade dabei ertappt, dazu "Position zu beziehen", aber jetzt mal ehrlich:
Schönheitsfehler = Fehler = Falsch/schlecht.
=> Das klingt für mich nicht nach einer neutralen Meinung, sondern einer Be- oder Verurteilung.
=> Jede Diskussion bringt doch gar nichts, da einfach unterschiedliche Wertekodexe auf einander treffen.

Ich möchte darüber also nicht "diskutieren" und anstatt mich dazu erneut zu äußern, zitiere ich mich selbst, dann dazu stand ja schon mal was, was wohl jeder überlesen hat (?):
Ich hatte seit der Trennung andere sexuelle Kontakte, zuhause sowie in Hamburg.. 😉 Da war zugegebenermaßen Geld im Spiel, dafür konnte ich mich aber ohne Gedanken, ohne Gefühle oder gar Leistungs/Erwartungsdruck drauf einlassen und es tat einfach sehr gut.
=> Ich hoffe, jeder Mitleser und Kommentator hier kann dieses Thema für den weiteren Verlauf so ein bisschen abhaken..?!
Ich halte es nicht für einen Fehler oder Makel und bitte freundlich, das zu akzeptieren anstatt breit zu treten, auch wenn es im eigenen Kosmos anders bewertet werden mag.

MIR - und hier geht es um mich 😉 - ist an anderen Themen und Herausforderungen gelegen und an konstruktivem Feedback und Meinungen dazu.
 
Das was du über die 5 Phasen geschrieben hast ist ja das eingedampfte 7-Phasen-Modell, das ich in #529 erwähnte. Die Phase des Ausprobierens ist bei dem 5er-Modell nicht dabei und in der befindest du dich m. E. gerade. Ansonsten aber guter Transfer.

Wenn ich das mal so sagen darf bist du für mich verhältnismäßig schnell durch die diversen Phase gerauscht. Wie du an der einen oder anderen Reaktion hier auch sehen konntest, war das für einige User ZU schnell (ohne jetzt bewerten zu wollen, ob das schlecht war - ehrlich gesagt sehe ich das auch nicht so, solange du nicht sehenden Auges in eine neue problematische Beziehung stolperst. Da bremst du dich ja selber gerade ein wenig aus - finde ich gut und richtig so.) Dieses Durch-die-Phasen-Rasen kenne ich so eher selten. Wenn man etwas langsamer macht wird einem zwar nicht so schnell schwindelig, die schlechten Phasen haben beim "Prinzip flott" aber auf der anderen Seite auch weniger Zeit, dir weh zu tun. Dahingehend kannst du das für dich ruhig auf der Positiv-Seite verbuchen.

Besonders beeindruckend finde ich, wie schnell du in der Phase des Verhandelns zur Erkenntnis gelangt bist, dass das mit deiner Frau nichts mehr wird (das haben hier ja einige selbst jetzt noch nicht begriffen 😅 ). M. E. ist dir das gelungen, weil du dich auch recht schnell emotional von deiner Frau lösen konntest - und ich frage mich, ob das tatsächlich erst durch den Betrug geschehen ist oder schon vorher? Wenn der Betrug ursächlich war, dann spricht das auf alle Fälle für ein sehr gutes Selbstwertgefühl und den Gedanken, sich so nicht behandeln/betrügen lassen zu wollen. Für mich klingt das sehr gesund.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gehst du auch zum Therapeuten und ergründest weshalb du dir nicht zu schade bist, gebetsmühlenartig Prostitution zu verteufeln?
Klingt nämlich krankhafter als jeder Freier....
@Portion Control wenn dich das interessiert, trage es bitte mit @Amaliah über PN aus, nicht hier 😉

=> Ich hoffe, jeder Mitleser und Kommentator hier kann dieses Thema für den weiteren Verlauf so ein bisschen abhaken..?!
Ich halte es nicht für einen Fehler oder Makel und bitte freundlich, das zu akzeptieren anstatt breit zu treten, auch wenn es im eigenen Kosmos anders bewertet werden mag.

MIR - und hier geht es um mich 😉 - ist an anderen Themen und Herausforderungen gelegen und an konstruktivem Feedback und Meinungen dazu.

..und damit bitte wieder zurück nach hier..

-> https://www.hilferuf.de/thema/ich-will-aufwachen.300483/post-4941469
 
Ich will mir jetzt auch nicht jeden Hut anziehen und die "Diagnosen" die ich mir selbst "ausstelle", müssen schon irgendwie sinnvoll klingen..
Nichts davon ersetzt eine richtige Therapie.

klang das "anders", mehr auf sensorische Reize bezogen.

Hochsensibilität ist keine Diagnose; es handelt sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine Veranlagung, die in verschiedenerlei Hinsicht Ausprägungen und Auswirkungen haben kann.

Eine Ausprägung ist die in die empathische Richtung, ich zitiere dir hier mal was:

"Hochsensibilität und Empathie sind eng miteinander verbunden, da hochsensible Menschen oft ein sehr ausgeprägtes Einfühlungsvermögen besitzen und die Gefühle anderer stark wahrnehmen. Diese tiefe emotionale Verbindung kann eine Stärke sein, birgt aber auch die Gefahr der emotionalen Überlastung, weshalb es für hochsensible Menschen wichtig ist, gesunde Grenzen zu setzen und auf sich selbst zu achten."

"Diese Forschungsergebnisse bestätigen, was viele Hochsensible intuitiv wissen: Sie spüren Emotionen nicht nur mit, sie erleben sie fast so, als wären es ihre eigenen. Die Erkenntnisse verdeutlichen auch, dass Hochsensibilität tief im neuronalen Netzwerk des Gehirns verankert ist und sich in spezifischen Hirnregionen manifestiert."

Ich will dir gar nichts überstülpen, mir persönlich hat die Auseinandersetzung mit dem Thema allerdings sehr geholfen, mich selbst besser zu verstehen. Ist aber nur ein Vorschlag.
 
Ich will dir gar nichts überstülpen, mir persönlich hat die Auseinandersetzung mit dem Thema allerdings sehr geholfen, mich selbst besser zu verstehen. Ist aber nur ein Vorschlag.
Danke für deinen Beitrag, die Infos und deine freundliche Art!
Das lese ich in dem Zusammenhang tatsächlich zum ersten Mal...joa, spannend... "erleben Emotionen (Anderer) als seien es ihre eigenen".
Ich hab das bisher als Einfühlungsvermögen interpretiert, aber... gerade in Kombination mit Helfersyndrom ist das schon ein Knackpunkt...ja..
Schaue ich mir nochmal näher an - danke 😉
 
Hi zusammen,
ich gebe gern nochmal einen Zwischenstand - hilft mir ja auch selbst, alles zu ordnen 🙂

Ich muss (ein)gestehen, dass mich Gefühlsachterbahn und Gedankenkarussell seit den letzten 1,5 Wochen tatsächlich unaufhörlich beschäftigen..und das kostet sehr viel Kraft, auch wenn hier und da ein paar neue Erkenntnisse auftauchen..

Letzte Woche hatte ich noch die Energie, mich irgendwie durch die Woche zu wurschteln...
Am Freitagabend habe ich mir dann was schönes für meinen freien Samstagabend überlegt: Einen Besuch und Therme/Sauna + Übernachtung. Habe mir das auch an dem Abend noch fest gebucht - denn samstagfrüh hätte ich am liebsten schon wieder einen Rückzieher gemacht, ich dachte "Oh nein, zum ersten mal allein in die Sauna, was hab ich mir dabei gedacht?!"...
Ich habe es dann aber durchgezogen und innerhalb von ein paar Minuten war ich tatsächlich "angekommen": Diese Freiheit habe ich echt genossen und selbst wenn ich noch 20kg abnehmen will - ich habe mich auch in meiner Haut echt wohl gefühlt!
Der Bereich hatte bis Mitternacht geöffnet und ich habe es echt bis kurz vor Schluss genossen, ehe ich dann auf mein Zimmer gegangen bin. Am nächsten Morgen habe ich das Frühstück genossen, mich nochmal frisch gemacht und bin dann mittags zu meinen Eltern gefahren, nachmittags dann zurück nach Hause.

Leider...leider..war dann auch sehr schnell der schöne Effekt wieder verpufft durch die Atmosphäre "zu Hause". Das ist es halt einfach nicht mehr, sondern ein Arrangement und Erinnerung an etwas Vergangenes.
Wie in der Woche davor, zog es mich am Sonntagabend wieder herunter, je länger der Abend, desto tiefer.

Am Montag wachte ich auf mit einer großen Schwere und Traurigkeit 🙁 Ich hatte gut geschlafen, allein auf der Couch, aber wachte auf und stand direkt den Tränen nahe.. ich machte das Radio an, um in Gang zu kommen, in die Routine morgens, aber es lief direkt ein Lied, was mich..tcha, beinahe "zusammenbrechen" lassen hat. Der Flug von Herbert Grönemeyer. Die Textstellen triggerten mich richtig brutal.. "Egal wie hoch ich fliege, ich lande immer wieder bei dir...Du fängst mich auf, du hältst mich fest, du hältst mich aus.."

Puh, das war echt ein Finger in der Wunde. Und das ist noch freundlich ausgedrückt

Ich war da noch allein im Wohnzimmer und hab echt Rotz und Wasser geheult.. Als ich die Kinder kommen hörte, hab ich mich wieder zusammengerissen und den Großen wie immer in die Schule gebracht, aber ich wusste schon in der Früh, dass ich diese Woche nicht packe - und habe mich krankschreiben lassen.. :/

Ich weiß dass das "Verarbeiten" Zeit braucht.
Ich wollte mich in dieser Zeit nicht "hängen lassen" sondern diese mit schönen Dingen füllen, um auch nicht zuvergessen, dass das Leben (gerade) nicht nur aus Schmerz besteht, sondern so viele wunderschöne Dinge bereithalten kann. Das habe ich ja in den letzten zwei Wochen nicht nur zu 100% sondern zu 100000% gemacht! Und doch ging es mir diesen Montag so, dass ich dachte, ok, hör mal auf funktionieren zu wollen, die Energie ist gerade eh verbraucht, und stelle dich den Gefühlen von Trauer und Schmerz.. Tcha, so verbrachte ich dann den Montag auf der Couch, alle aus dem Haus und habe eben den Finger in die Wunde gelegt..auch musikalisch "nachgeholfen" und so weh das auch tat, zum Nachmittag hin fühlte ich mich echt etwas befreiter - ehe sich die Wohnung wieder füllte.

Einen neuer Gedanke/Erkenntnis formte sich außerdem, eigentlich Zwei:
Die Textstellen, die mich so getriggert haben, beschreiben das, was ich mir gerade am sehnlichsten wünsche und das, was ich verloren habe bzw mir selbst mit meiner Ex in letzter Zeit vor der Trennung fehlte: Echte Zweisamkeit und Liebe; und jemanden, für den ich nicht nur Helfer sein muss, sondern der auch für mich da ist - und mich eben fängt und hält..
Und daran schloss sich der zweite Gedanke an: Dass ich die Hoffnung darauf wohl auch unterbewusst auf die neue Bekannte "projiziert" (?) habe, weil wir uns trotz allem, was nicht gerade ideal läuft, emotional sehr nahe gekommen sind, auch hemmungslos-offen einander gegenüber sind und, ja auch, körperlich einander nahe gekommen waren. Das was wir teilten geschah auf Augenhöhe und jeder "gab" dem anderen etwas, selbstlos, ohne zu wissen, wie die Reaktion sein würde. Das formt einfach ein Vertrauen und das kostete einfach himmlisch.

Diese Erkenntnis zieht mich gerade allerdings nicht wieder näher an Sie heran, im Gegenteil, es macht mich wieder wachsamer, mich da nicht in etwas zu Verlieren; gerade da es von "praktischer Seite" aktuell einfach ungewiss ist, ob/wann/wie sich daraus etwas entwicklen könnte.
Das Thema Dating habe ich aktuell auch auf Eis gelegt; nicht wegen "ihr", sondern weil ich jetzt gerade nicht bereit oder empfänglich dafür bin.
Also in vielerlei Hinsicht habe ich "den Fuß vom Gas genommen"..

Damit ging es mir auch Dienstagfrüh schon deutlich besser, ich war etwas befreiter, nur brachte der Lauf des Tages wieder neue Schwere mit sich.. Ich bin nachmittags raus zum Wald gefahren und da etwas über eine Stunde spaziert. Es fing auch übelst an zu regnen, das war mir aber tatsächlich egal - ich dachte mir, na gut, passt ja auch zur Stimmung..
Abends habe ich dann ferngesehen und zeitig geschlafen.

Heute früh kam ich ganz gut auf die Beine, auch wenn ich noch echt wacklig darauf stehe. In jedem Moment des "Friedens" schwingt einfach die Angst mit, dass es direkt wieder kippen kann. Dieses permanente Auf und Ab treibt mich einfach etwas in den Wahnsinn, mir fehlt einfach ein konstanter Halt und Sicherheit.
Ich telefoniere inzwischen täglich mit meinem (inzwischen) besten Freund und heute Abend bin ich mit einer guten Freundin verabredet. Beides tut sehr gut, ist aber aktuell "zu wenig", um mir tatsächlich konstanten Halt zu geben.

Die Erkenntnis, nach der og. Erkenntnis ist eigentlich die: Ich selbst muss mir wieder Halt geben. Wenn ich - und das wird wohl eher mittel/langfristig als kurzfristig geschehen - wieder in mir selbst gefestig bin, so wie ich es in den vielen "klaren Momenten" vor ca einem Monat zu sein schien, nur halt konstanter, dann werden mich solche Talfahren auch weniger umwerfen in Zukunft.
Nur, da muss ich erst einmal hinkommen.

Ein Lichtblick zum Schluss: "Meine" Therapeutin hatte sich vor kurzem plötzlich gemeldet und schrieb, ihre Arbeit wieder aufnehmen zu können! Ich habe einen Termin kommenden Dienstag schon!! UND sie schrieb, sie möchte dabei auch noch einmal prüfen, ob Sie unsere Arbeit dann zukünftig doch auch wieder über KK abrechnen kann!!!
Wenn das echt klappt.....dann sehe ich gern wieder nach vorn, denn ich weiß jetzt schon, dass die Arbeit mit Ihr durch nichts zu ersetzen ist..
Das ist aktuell die einzige, "externe Komponente", in die ich echt guten Gewissens Vertrauen legen kann, mir hier nachhaltig weiterhelfen zu können, da sie eben auch die Kompetenz dazu hat und ich aus der Vergangenen Arbeit - und diesen einem Termin nach über 4-5 Jahren - weiß, dass sie mich echt voranbringen kann. Voran, zu mir selbst.
 
Auch wenn weiter Zeit vergangen ist, ist ja eigentlich nichts wesentlich Neues passiert. Aufs und Abs, schöne und weniger schöne Momente.. leider wird es draußen jetzt auch etwas trister und sicherlich drückt auch das aufs Gemüt.

Richtig finde ich jedenfalls, dass du immer wieder auch etwas vornimmst und selbst wenn es mit der neuen Bekannten nichts ist, entweder allein oder auch mit Bekannten/Freunden. Zumindest in dieser Zeit kommst du dann auch mal auf andere Gedanken bzw. die Zeit vergeht nicht durch Trübsalblasen, sondern durch Aktivitäten.

Wie steht es denn um die Wohnungssuche? Bei dir.. bei ihr? Tut sich da so gar nichts?
 

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