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Der Sinn des Lebens?

Fand ich heute zufällig ...

Da hat er Recht, aber ich finde auch, dass man sich die andere Frage auch stellen kann, ob das Leben selbst einen (tieferen) Sinn hat. Ich hab das früher, als Jugendliche. Auch, weil ich da neu an Gott geglaubt habe und mich dann gefragt habe: "wozu bin ich da"? Damals war die Antwort, die ich gefunden habe, vielleicht um Gutes in die Welt zu lassen. Z. B. beim kreativen Schreiben. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, Krimis u.ä. in die Welt zu setzen. Lieber "Hoffnung" verbreiten, als "Horror" (z. B. wenn es im Krimi gewalttätig würde), Alternativen aufzeigen, vermitteln... So kann man, denke ich, den Sinn auch mitgestalten... Wobei man dann vielleicht wieder doch bei "was ist der Sinn für mich" wäre... 🤔
 
@Friedali: Dein Beispiel gefällt mir gut – du hast aus dem eher abstrakten Wunsch eine konkrete Handlungsanweisung für dich entwickelt: was will ich tun, was will ich lassen?

Das erinnert mich an das schöne kleine Gedicht von Jan Skácel (s. unten) – denn was nützen uns "hohe Berge", wenn wir in der alltäglichen "Ebene" damit nichts anfangen können. Der Sinn, den wir für uns finden oder definieren, muss ja irgend eine Wirkung im Alltag entfalten, sonst sind das wirklich nur schöne Worte.
 

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Da hat er Recht, aber ich finde auch, dass man sich die andere Frage auch stellen kann, ob das Leben selbst einen (tieferen) Sinn hat. Ich hab das früher, als Jugendliche. Auch, weil ich da neu an Gott geglaubt habe und mich dann gefragt habe: "wozu bin ich da"? Damals war die Antwort, die ich gefunden habe, vielleicht um Gutes in die Welt zu lassen. Z. B. beim kreativen Schreiben. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, Krimis u.ä. in die Welt zu setzen. Lieber "Hoffnung" verbreiten, als "Horror" (z. B. wenn es im Krimi gewalttätig würde), Alternativen aufzeigen, vermitteln... So kann man, denke ich, den Sinn auch mitgestalten... Wobei man dann vielleicht wieder doch bei "was ist der Sinn für mich" wäre... 🤔

Ich persönlich denke schon, dass das Leben einen tieferen Sinn hat, dem man sich aber vielleicht nicht immer gewahr wird, weil man zu viel mit anderen Dingen beschäftigt ist.

Das Leben beinhaltet ja nun eine Unmenge an Dingen, und das ist vielleicht auch gut so, weil man sich dann entscheiden kann oder auch muss.

Man kann sich zwar den einzelnen Menschen wegdenken, aber das gesamte Leben wohl eher nicht. Und es ist ja dieses Leben, welches uns vorgibt, wie wir überhaupt nur leben können. Ich meine ganz simple Dinge. Also, wie Physik/Materie funktioniert, oder auf welcher Grundlage man anderen oder sich selbst körperlich oder geistig schaden kann, das bestimmen wir ja nicht wirklich selbst. Ich will keinesfalls sagen, dass wir uns alle in einem "Käfig" befinden, aber ja, nach aktuellem Kenntnisstand sind uns viele Dinge möglich, und andere eben gar nicht. Und jede Entscheidung oder Handlung bringt fast kausal Folgen mit sich, auch wenn wir uns dessen und dessen Ausmaß nicht immer bewusst sind.

~~~

Da fällt mir noch ein Satz von einem Forumteilnehmer ein, in etwa so:

"Zufälle sind nur unerkannte Zusammenhänge."
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus meiner Sicht ist es einigermaßen unwahrscheinlich, dass man einen vollkommen neuen Sinn für sich (er)finden könnte, der in den Elementarteilchen/Leben/Existenz nicht schon längst zumindest rudimentär angelegt wäre.
 
Ich kann deinen Wunsche nach Ruhe bzw. innerem Frieden auf jeden Fall sehr gut nachvollziehen und ja, auch die zwei, drei Wörter lassen sich wieder ganz individuell auf einen abwälzen. Für mich persönlich ist es eine ziemlich grosse Frage, was innerer Frieden überhaupt (für mich selbst) bedeutet. Dafür müsste ich wohl meine aktuellen Bedürfnisse und Werte ganz genau kennen, denn ich glaube irgendwie, dass ich diese innere Ruhe besonders dann spüre, wenn ich mit denen in Einklang lebe. Ich glaube, für mich wäre innerer Frieden so etwas wie das Selbst- oder gar Urvertrauen, auf dem richtigen Weg zu sein. So, dass sich einfach gerade alles stimmig fühlt, so wie es gerade ist (natürlich gibt es immer Auf und Abs - stimmig bedeutet also nicht nur angenehme Gefühle...). Es sind auch all die kleinen Momente, in denen ich mal für eine längere Zeit meine Gedanken ausschalten und einfach nur sein kann. Nach innerem Frieden strebe ich auch, aber es erscheint mir ein sehr grosses Ziel zu sein, dass es in kleine Schritte aufzuteilen gilt - ganz im Sinne von "Der Weg ist das Ziel"

Mir fällt da gerade nur eine stoische Haltung ein. Ob das tatsächlich und für jeden eine gute Wahl ist, vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht ist man einfach so drauf, oder eben nicht.
 
Vielleicht ist mit dem Sinn des Lebens ja auch schon alles gesagt - also der Sinn für das Überleben, und der Sinn für ein gutes, gesundes und gerechtes Leben. Könnte das vielleicht sein?

Ich meine, die meisten Menschen würden "schlecht", "krank" und "ungerecht" eher nicht als den Sinn des Lebens bezeichnen?
 
Ich habe zu dem Thema verschiedene Gedanken und Gefühle.

Einerseits denke ich, dass die Frage „Was ist der Sinn des Lebens“ selbst schädlich sein kann, je nachdem in welcher Lebenslage man sich gerade befindet oder was man für eine Einstellung hat. Stellt euch eine Person vor, die sich ein Leben lang diese Frage stellte. Und jetzt stellt euch vor, dass sie nie ihre Antwort fand. Diese Person würde sich vielleicht innerlich leer fühlen oder wie ein Versager. Vielleicht treibt manche die Frage selbst in den Wahnsinn.
Andererseits kann die Suche oder das Finden der Antworten auch etwas sehr schönes und erfüllendes sein. Ob diese Frage einem am Ende eher hilft oder schadet, muss jeder für sich selbst entdecken.

Fand ich heute zufällig ...
Würde ich auch so unterstreichen! „What is the meaning of life for me?“ Simpel und treffend. 😊

Ich selbst habe Jahrzehnte mit dieser Frage verbracht. Aber alles begann in meiner Jugend. Ganz plötzlich tauchte diese Frage in meinem Kopf auf. Meine Theorie ist folgende: Wenn man geboren wird, ist alles auf dieser Welt neu für einen. Man selbst ist klein, die Welt groß, man versteht noch nichts, muss alles erst entdecken. Man ist ein Abenteurer, der die neuen Entdeckungen in vollen Zügen genießt. Man denkt nicht nach, sondern lebt einfach in vollen Zügen. Aber irgendwann überschreitet man eine Art Grenze und bei mir geschah das in der Jugend. In diesem Alter habe ich bereits das meiste entdeckt. Man hat alle erdenklichen Hobbys ausprobiert und ausgelebt. Man hat alle mögliche Dinge gegessen und die meisten Geschmäcker erlebt. Man ist verreist. Man hatte Freundschaften und Familie. Das meiste im Leben ist also schon nicht mehr neu. Je älter man wird, desto mehr ähnelt sich jeder Tag und es gibt immer weniger neues zu entdecken. Und ich glaube genau das kann zu der Frage nach dem Sinn des Lebens führen. Wenn man mehr und mehr Tage hat, an denen man sich langweilt, fragt man sich: „Und jetzt? Wie geht es weiter? Was ist überhaupt... der Sinn von alledem?“

Ich habe für mich mit der Zeit entdeckt, dass die Suche nach dem Sinn des Lebens, eigentlich eher die Suche nach Erfüllung ist. Damit meine ich wahre, echte, ungefilterte Erfüllung, die man tief im Innersten fühlt. Manche würden das vielleicht auch Erleuchtung nennen?

Ich persönlich empfinde jedenfalls das meiste im Leben als sinnlos und unwichtig. Medien, Unterhaltung, Reichtum, viele Besitztümer, Spaß, Comedy, Serien, Filme, Spiele, Sex, Alkohol, die meisten Hobbys, Partys, alles was laut ist, Schönheit, Äußerlichkeiten, Prestige, oberflächliche Kontakte (ganz egal ob Freunde, Bekannte oder Familie) uvm. Ich betrachte all diese Dinge als sinnlose Ablenkungen, die mich immer weiter von der wahren Erfüllung, von dem wahren Sinn des Lebens wegziehen. Oder eben von mir selbst.
 

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