Ich habe zu dem Thema verschiedene Gedanken und Gefühle.
Einerseits denke ich, dass die Frage „Was ist der Sinn des Lebens“ selbst schädlich sein kann, je nachdem in welcher Lebenslage man sich gerade befindet oder was man für eine Einstellung hat. Stellt euch eine Person vor, die sich ein Leben lang diese Frage stellte. Und jetzt stellt euch vor, dass sie nie ihre Antwort fand. Diese Person würde sich vielleicht innerlich leer fühlen oder wie ein Versager. Vielleicht treibt manche die Frage selbst in den Wahnsinn.
Andererseits kann die Suche oder das Finden der Antworten auch etwas sehr schönes und erfüllendes sein. Ob diese Frage einem am Ende eher hilft oder schadet, muss jeder für sich selbst entdecken.
Fand ich heute zufällig ...
Würde ich auch so unterstreichen! „What is the meaning of life for me?“ Simpel und treffend. 😊
Ich selbst habe Jahrzehnte mit dieser Frage verbracht. Aber alles begann in meiner Jugend. Ganz plötzlich tauchte diese Frage in meinem Kopf auf. Meine Theorie ist folgende: Wenn man geboren wird, ist alles auf dieser Welt neu für einen. Man selbst ist klein, die Welt groß, man versteht noch nichts, muss alles erst entdecken. Man ist ein Abenteurer, der die neuen Entdeckungen in vollen Zügen genießt. Man denkt nicht nach, sondern lebt einfach in vollen Zügen. Aber irgendwann überschreitet man eine Art Grenze und bei mir geschah das in der Jugend. In diesem Alter habe ich bereits das meiste entdeckt. Man hat alle erdenklichen Hobbys ausprobiert und ausgelebt. Man hat alle mögliche Dinge gegessen und die meisten Geschmäcker erlebt. Man ist verreist. Man hatte Freundschaften und Familie. Das meiste im Leben ist also schon nicht mehr neu. Je älter man wird, desto mehr ähnelt sich jeder Tag und es gibt immer weniger neues zu entdecken. Und ich glaube genau das kann zu der Frage nach dem Sinn des Lebens führen. Wenn man mehr und mehr Tage hat, an denen man sich langweilt, fragt man sich: „Und jetzt? Wie geht es weiter? Was ist überhaupt... der Sinn von alledem?“
Ich habe für mich mit der Zeit entdeckt, dass die Suche nach dem Sinn des Lebens, eigentlich eher die Suche nach Erfüllung ist. Damit meine ich wahre, echte, ungefilterte Erfüllung, die man tief im Innersten fühlt. Manche würden das vielleicht auch Erleuchtung nennen?
Ich persönlich empfinde jedenfalls das meiste im Leben als sinnlos und unwichtig. Medien, Unterhaltung, Reichtum, viele Besitztümer, Spaß, Comedy, Serien, Filme, Spiele, Sex, Alkohol, die meisten Hobbys, Partys, alles was laut ist, Schönheit, Äußerlichkeiten, Prestige, oberflächliche Kontakte (ganz egal ob Freunde, Bekannte oder Familie) uvm. Ich betrachte all diese Dinge als sinnlose Ablenkungen, die mich immer weiter von der wahren Erfüllung, von dem wahren Sinn des Lebens wegziehen. Oder eben von mir selbst.