Ein Mindestlohnarbeiter verdient ca. 500! Euro mehr als ein Bürgergeldbezieher.
Ich denke, das ist für jeden ein simples Rechenbeispiel, dass sich da kein Vollzeitarbeiten und Herausfallen aus dem Bürgergeld lohnt.
www.handelsblatt.com
Absolut korrekt!!!
Die arbeitende Bevölkerung muss irgendwie zum Arbeitsplatz gelangen - wie oft sind das 200 oder mehr Euros!? Es ist eine ganz andere Kleidung von Nöten und auch eine andere Art der Ernährung. Und rucki zucki sind wir bei nur noch 100 Euro mehr für den Vollzeit arbeitenden mit Mindest-/Grundlohn.
Der muss nun aber seine kompletten Nebenkosten/Heizkosten selber zahlen und kann die nicht einfach bei Erhalt mit einem Zweizeiler "bitte um Begleichung" an die entsprechende Behörde weiter reichen.
Aber: und das war der Grund warum ich in Zeiten schmalen Lohns auf zusätzliche Transferleistungen verzichtet habe: ich kann selber wählen wo ich wohne, wie ich wohne (auch wenn es alt und kalt ist, ich kann mir ein Häuschen mit über 70 qm anmieten ohne dass die Behörden mitquatschen können. Ich muss nicht im Alter (ich gehe mal von Rente aus, die über dem Transferleistungsniveau liegt) ständig Rechenschaft ablegen und Anträge stellen. Und ich muss in Zeiten wie jetzt nicht "bibbern" wie die Gesetze zu Lasten von Bürgergeldbeziehern verändert werden.
Mein Leben war sehr oft ein vielfaches übler im finanziellen Bereich als das meines fast 30 Jahre lang Transferleistungsbeziehenden Bruders, der ja "für das wenige Geld, welches ich verdiene, nicht mal aufgestanden wäre." (wortwörtlich). Aber er trappelt wohl bis zu seinem Tode zum Amt um irgendwas (Brille, Zahnersatz, Nebenkosten, Jahresabrechnung, KDU und und und) zu beantragen und vielleicht gar nicht genehmigt zu bekommen.
Ich wusste damals - in vielen Jahren schlechter Zeiten - dass ich Vollzeit arbeitend weniger Geld habe als die Harzt4ler, aber deshalb habe ich immer gespart und bin am Schluss wohl doch viel besser "rausgekommen" als mein Bruder nach der langen Zeit Transferleistung. Denn jetzt klappt es bei ihm nicht mehr mit der zusätzlichen Schwarzarbeit ..... dumm gelaufen, wenn man/frau älter wird und dabei missachtet, dass dann manches schwerer wird als in jungen Jahren.....
Ich glaube, das Leben revanchiert sich von alleine. Und sei es nur dadurch, dass dieses "Verantwortung auf Ämter übertragen" nicht mehr so funktioniert wie es "mal" war.
Ich spreche hier übrigens immer von arbeitsfähigen Personen, die über 3 Stunden arbeiten könn(t)en.
Gruß von Grisu