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Italien greift beim Bürgergeld durch. Vorbild für Deutschland?

Die Anzahl der Totalverweigerer ist doch im Verhältnis sehr gering (> 1% ?). Ich denke, man sollte sich lieber fragen, warum man so pauschal am granteln ist. Irgendwo hat man wohl Stress mit seinen langen Arbeitszeiten und dem Druck, und dann braucht es ein Ventil und da bieten sich die Bürgergeldbezieher an, wegen denen man ja so einen dicken Hals habe etc..

Es wird hier anscheinend als selbstverständlich angesehen, dass alle als arbeitsfähig eingestuften Menschen auch eine Arbeitsstelle finden können (wenn sie denn nur wollen). Wer es nicht auf die Reihe bekommt, soll dann in der Obdachlosigkeit landen, oder wie? (Weil dann war er halt zu faul.) Das geht einfach gar nicht.
Nun, ich fand es wenig spassig von einem Dauer-Elo (nach dem Studium 2 Jahre gearbeitet und nun seit 30 Jahren Transferleistungen sagen zu lassen. "Für das Geld, für welches Du arbeitest würde ich nicht mal aufstehe." Original-Worte eines Dauer-Leistungsbeziehers, ja nur eines - aber das reichte mir schon....

Grisu
 
Wovon leben denn die Arbeitslosen in Italien wenn es dort kein Bürgergeld mehr gibt?
Sie suchen sich einfach einen Job.
Und was ist mit denen die keinen Job finden, trotz Job nicht genug Geld zum Leben haben oder nicht arbeiten können? Muss dann in Italien die alleinerziehende Mutter ihre 2 kleinen Kinder unbeaufsichtigt alleine zuhause lassen und der chronisch Kranke auf dem Dorf 3 Stunden Fahrzeit mit den Öffis zur Arbeit in Kauf nehmen oder wie läuft das da? Und der Geringverdiener dessen Einkommen nicht zum Leben reicht hat dann einfach Pech gehabt oder wie?
 

Danke. Du hast das perfekt Zusammengefasst.
 
Nun, ich fand es wenig spassig von einem Dauer-Elo (nach dem Studium 2 Jahre gearbeitet und nun seit 30 Jahren Transferleistungen sagen zu lassen. "Für das Geld, für welches Du arbeitest würde ich nicht mal aufstehe."
Und?
Würd mich null jucken so ein Spruch.
Oder hast du ihn beneidet um sein Leben?
Mit Arbeit hast/hattest du immer mahr Geld, als jemand im Bürgergeld (bzw. damals noch Hartz4?).
 
Es wird doch schon Erfahrungsberichte geben, wie es aktuell nach einem Jahr des Gesetzes ist.
Es stellt sich nun die Frage. Haben die Leute bzw. 50 % davon wie von Zauberhand einen Job gefunden?

Möglicherweise könnte es hier Zusammenhänge geben - KI sagt:

Für Italien liegen für das Jahr 2025 noch keine abschließenden Kriminalitätsentwicklungsdaten vor, aber die Suizidrate in den Gefängnissen ist seit 2024 stark angestiegen, was auf eine kritische Lage in der Strafvollzugsanstalt hindeutet.

Hintergrund und Datenlage

Jüngste Entwicklungen:

Im Jahr 2024 und den ersten vier Monaten von 2025 gab es einen signifikanten Anstieg der Suizidrate in italienischen Gefängnissen, mit 88 Fällen im Jahr 2024 und 30 Fällen allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2025.

Vergleichszeitraum:

Dieser Anstieg ist bemerkenswert, da die Zahl der Suizide in den Haftanstalten zwischen 1992 und 2020 im Durchschnitt bei 50 pro Jahr lag, was eine deutliche Zunahme darstellt.

Andere Statistiken:

Es gibt keine Informationen über die allgemeinen Kriminalitätsentwicklungen in Italien im Jahr 2025 in den Suchergebnissen. Die Zahlen beziehen sich auf eine spezifische, interne Problematik der italienischen Gefängnisse, nicht auf die allgemeine Kriminalitätsentwicklung im Land.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Daten zur Kriminalitätsentwicklung in Italien für 2025 noch ausstehen, aber es gibt bereits alarmierende Anzeichen für eine Krise im Justizvollzug, insbesondere im Hinblick auf die hohe Suizidrate in den Gefängnissen.
 
Im Jahr 2024 galten 23.000 von rund 4 Millionen Bürgergeldbeziehenden als sogenannte "Totalverweigerer".

Die Anzahl der Totalverweigerer ist doch im Verhältnis sehr gering (> 1% ?).

Von allen Beziehern in Deutschland sind gerade mal 0,86% Totalverweigerer!
Es wurde nun hier mehrfach behauptet, dass nur rund 1% der Bürgergeldempfänger Totalverweigerer wären.
Natürlich ist es hier nicht verpflichtend Quellen für solche Behauptungen beizufügen, dennoch fände ich das im gegenseitigen Austausch wichtig, damit Mitlesende wissen woher ihr eure Zahlen nehmt und was ihr überhaupt damit meint.

„Totalverweigerer“ ist kein offizieller Rechtsbegriff, sondern eher ein Schlagwort aus der politischen und medialen Diskussion über Bürgergeld und Arbeitsmarktpolitik. Gemeint sind damit erwerbsfähige Bürgergeldempfänger, die jede Form von Arbeitsaufnahme, Ausbildung oder Eingliederungsmaßnahme grundsätzlich ablehnen – also nicht nur einmal eine Stelle ausschlagen, sondern sich dauerhaft weigern, mit dem Jobcenter zu kooperieren.

Sprich es geht hier um die nachgewiesenen Fälle einen totalen und dauerhaften Verweigerung jeglicher Mitwirkung. Das sagt aber kaum was darüber aus, wie die restlichen 99% mitwirken, betrügen oder dergleichen.

Wer sich hier mit Dunkelziffern auskennt, darf annehmen, dass wenn 1% dabei erwischt wird jede Mitwirkung zu verweigern, es eine erheblich größere Anzahl gibt, die dabei nicht erwischt wird. Also Bürgergeldempfänger, die mitwirken um einer Sanktionierung zu entgehen aber hintenrum vermeiden wirklich eine Arbeit zu bekommen. Man muss ja nur eine absichtlich schlechte Bewerbung schreiben oder pro Forma einmal im Jahr beim Jobcenter erscheinen, dann zählt man ja nicht mehr zu diesen 1% der Totalverweigerer.

Was glaubt ihr: Wenn man nur 1% der Bürgergeldempfängern beweisen kann, keine Arbeit annehmen zu wollen, wie wie hoch ist die Dunkelziffer? 10%? 20%? 50%?
Wie viel Prozent sorgen hintenrum dafür nicht arbeiten zu müssen?
Wie viel Prozent der Bürgergeldempfänger arbeiten schwarz und betrügen den Staat?
Wie viel Prozent der Bürgergeldempfänger betrügen auf andere Weise indem sie z.B. Vermögen verschieben?

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls leitete 2023 insgesamt 74.073 Strafverfahren wegen des vorsätzlichen Erschleichens von Sozialleistungen ein.

Laut aktuellen Zahlen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls wurden im Jahr 2024 Schwarzarbeitsfälle mit einem Schaden von etwa 766 Millionen € aufgedeckt. Das entspricht gerade einmal 0,15 % des geschätzten tatsächlichen Umfangs illegaler Arbeit. Sprich nur 0,15% der Schwarzarbeit wird aufgedeckt.

Übertragen wir diese 0,15% Aufdeckungsquote auf die Betrugsfälle bei Sozialleistungen, dann würden bei 5,4 Mio Bürgergeldempfänger und 74.073 bekannten Betrugsfällen, statistisch in Wirklichkeit mehr Bürgergeldempfänger betrügen als es Bürgergeldempfänger gibt.

Sprich: 1% erwiesene Totalverweigerer oder 74.000 Betrugsfälle klingen wenig, sind aber extrem viele Fälle wenn man das im Rahmen einer erwartbaren Dunkelziffer hochrechnet.

Es wäre durchaus statistisch möglich, dass über 50% der Bürgergeldempfänger in irgendeiner Weise betrügen, schwarz arbeiten, Leistung verweigern oder sonstwas.
 
Das verlinkte Video im Eingangspost ist doch ein Jahr alt.
Auch kam das Thema über Italien vor ca. 1 Jahr in den Nachrichten.
Nun lese ich hier:
"Ich wette mit euch, 50% der italienischen Bürgergeldempfänger wird wie von Zauberhand in den nächsten Monaten einen Job finden. Und gerade in Italien arbeitet die andere Hälfte möglicherweise bereits heute schwarz."

Wieso denn in Zukunft? Es wird doch schon Erfahrungsberichte geben, wie es aktuell nach einem Jahr des Gesetzes ist.
Es stellt sich nun die Frage. Haben die Leute bzw. 50 % davon wie von Zauberhand einen Job gefunden?

An der Arbeitslosenquote hat sich laut Statistik nichts geändert auch in der Prognose nicht:

Die Statistik sagt erstmal fast garnichts zur Arbeit von Bürgergeldempfängern aus.

Es ist eine Gesamt Arbeitslosenquote. Es könnte durchaus sein, dass viele ehemalige Bürgergeldempfänger (wie ich vermutet habe) wieder arbeiten, aber unabhängig davon andere Menschen arbeitslos geworden. Außerdem ist die Statistik bereits ein halbes Jahr alt und nur eine Prognose.

Aber selbst wenn es stimmt, dass nicht mehr Bürgergeldempfänger wieder arbeiten, wäre nicht die viel spannendere Frage, was mit all den Menschen, die kein Bürgergeld mehr kriegen, passiert ist?

Also die Menschen, die in dem Bericht des ZDF ja schon mit Bürgergeld behauptet haben, es reiche kaum zum essen. Müssten da nicht hundertausende Italiener verhungert sein?

Klar, ein paar werden jetzt vielleicht von Verwandten oder karitativen Einrichtungen unterstützt, aber mehr Geld als früher haben die doch auch nicht. Wovon leben also die ganzen ehemaligen Bürgergeldempfänger?
 
Natürlich ist es hier nicht verpflichtend Quellen für solche Behauptungen beizufügen, dennoch fände ich das im gegenseitigen Austausch wichtig, damit Mitlesende wissen woher ihr eure Zahlen nehmt und was ihr überhaupt damit meint.

Ich fände es für einen gegenseitigen Austausch wichtig und auch respektvoll, wenn nicht immer dieselben Behauptungen geschrieben werden, obwohl diese mehrfach widerlegt wurden, auch von betroffenen Menschen.
 
Die Statistik sagt erstmal fast garnichts zur Arbeit von Bürgergeldempfängern aus.

Es ist eine Gesamt Arbeitslosenquote. Es könnte durchaus sein, dass viele ehemalige Bürgergeldempfänger (wie ich vermutet habe) wieder arbeiten, aber unabhängig davon andere Menschen arbeitslos geworden. Außerdem ist die Statistik bereits ein halbes Jahr alt und nur eine Prognose.

Aber selbst wenn es stimmt, dass nicht mehr Bürgergeldempfänger wieder arbeiten, wäre nicht die viel spannendere Frage, was mit all den Menschen, die kein Bürgergeld mehr kriegen, passiert ist?

Also die Menschen, die in dem Bericht des ZDF ja schon mit Bürgergeld behauptet haben, es reiche kaum zum essen. Müssten da nicht hundertausende Italiener verhungert sein?

Klar, ein paar werden jetzt vielleicht von Verwandten oder karitativen Einrichtungen unterstützt, aber mehr Geld als früher haben die doch auch nicht. Wovon leben also die ganzen ehemaligen Bürgergeldempfänger?
Was wird mit den Leuten passiert sein?
Ich schätze einige werden in der Tat zumindest zeitweise einen Gelegenheitsjob gefunden haben.. Andere sind obdachlos geworden oder in der Drogenkriminalität (Dealer) oder andere Kriminalität gelandet.

Ich weiß nicht wie es in Italien ist, doch wer hier obdachlos wird und nicht mehr als arbeitsfähig gilt, landet nicht beim Jobcenter sondern beim Sozialamt.

Ich meine, laut Eingangspost bzw. Videolink würden die Personen welche als "nicht arbeitsfähig" gelten auch in Italien derzeit noch eine Unterstützung vom Staat erhalten.
Wer einmal abgedriftet ist, kommt da noch schlechter raus. Dann ist an Ausbildung oder längere Arbeitsstelle erst mal nicht mehr zu denken.
Das Problem verlagert sich also in den Sozialsystemen, die sozialen Probleme vergrößern sich.
Man bedenke auch, dass KI , vor allem in Zukunft, immer mehr Jobs übernehmen wird.
Jetzt betrifft es die niedrigen Lohngruppen vermehrt, bald wird auch der Mittelstand das spüren.

Darum verstehe ich nicht, dass gerade der sogenannte Mittelstand in seinen Argumenten sozusagen vermehrt nach unten tritt, jetzt auch auf Deutschland bezogen.
Nach meiner Meinung haben es die Politiker mal wieder geschafft, eine Großzahl von ihren . Wählern von ihrer eigenen Gier und ihrem eigenen Fehlverhalten abzulenken,
die Missstände zwischen Arm und Reich geschickt in eine andere Richtung zu kanalisieren.

Der sogenannte Mittelstand wird es vermutlich erst richtig erfassen, wenn er selbst zum Jobcenter muss oder wenn Jemand aus Not bei ihm das Brot aus dem Haus klaut.
Das passiert vielleicht gerade dann, wenn die Alarmanlagen und die Überwachungskameras wegen immer wieder sporadischen Stromausfall , nicht funktionieren.
Ich meine, das kommende Chaos liegt im Gesamtkonstrukt einfach auf der Hand.

Sprich, Unruhen werden so zunehmen, wer will das schon?
Wer will so leben?
 
Das ist doch eine moderne Form der Sklaverei der Zwang zur Arbeit finde ich.

Aber richtig bizarr wird es, wenn es einfach keine Jobs gibt so wie in Italien oder wenn man sich von einem Chef oder Kollegen schikanieren lassen muss...

Auch hier wird die Arbeitslosigkeit steigen...

Aber anstatt zu schauen, wie tatsächlich das Geld verteilt ist, wird auf den eh schon Armen herumgehackt.

Ich bin immer noch für das Bedingungslose Grundeinkommen.
 

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