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Pattsituationen

Ich hab mittlerweile mit mindestens 10 Leuten geredet und die sagen alle das gleiche, dass man sowas in einer Beziehung nicht tut. Nur Du findest das normal!!!"
Ganz ehrlich, dein Mann hat Recht damit. Man datet nicht, wenn man verheiratet ist. Wenn der Kollege wirklich ein guter Freund ist, kann er seine Freundin mitbringen und ihr geht zu Viert aus. Wenn er Single ist, kann er mit seinen Kumpels um die Häuser ziehen und wenn er weibliche Begleitung sucht, kann er sich in einer Bar eine Frau anlachen. Und wenn du wirklich nur jemandem zum Reden suchst, kannst du das mit einer Freundin machen.

Und selbst wenn mein Kollege in mich verliebt wäre - bei mir ist das nicht so.
Naja, du ziehst es also selbst schon in Betracht, dass der Mann weitergehendes Interesse an dir hat. Wie oben schon geschrieben wurde, das führt immer zu Komplikationen. Und ich kann deinen Mann verstehen, dass er nicht möchte, dass ein verliebter Kater um seine Frau heraumschleicht. Gerade weil du bescheibst, dass es mit deinem Mann nicht so rund läuft, kann daraus eben doch schnell mehr werden und sei es nur für eine Nacht. Und da bin ich wieder bei meinem Punkt oben. Wenn man verheiratet ist, setzt man sich a) solchen Versuchungen nicht aus und b) tut man das seinem Partner nicht an.

Ich wiederhole meine Frage aus meinem letzten Posting: Hand auf's Herz, du hättest gar kein Problem damit, wenn dein Mann sich plötzlich ohne dich regelmäßig mit einer 10 Jahre jüngeren, attraktiven Kollegin trifft?
 
Darf ich da mal nachfragen?
Es gibt also "gemeinsame Interessen" zwischen dir und dem Freund, über die ihr sprecht.
Mit deinem Mann kannst du dich nicht über gemeinsame Interessen unterhalten?
Schwierig, weil wir bis auf das Reisen und die Treffen mit den gemeinsamen Freunden keine gemeinsamen Interessen haben in diesem Sinne.
Du machst mit deinem Mann keine regelmäßigen Freizeitaktivitäten. Mit deinem Freund aber doch auch nicht?
Genau, mit meinem Freund gab es nur die gemeinsamen Treffen zum Kaffee. Er wollte mal mit mir Billard spielen gehen. Das hätte ich auch gerne getan, aber als ich meinem Mann davon erzählt habe, eskalierte die Situation.

Seine Aussage:

"Zuerst war es nur Kaffee trinken, nun wollt ihr Billard spielen gehen, was kommt denn als Nächstes?"

Und ratet mal, wir sind nicht Billard spielen gegangen.
Du schreibst, dass du diverse Hobbies und Leidenschaften für die du brennst hast. Dein Mann hat sowas nicht. Hat dein Freund dieselben Hobbies und Leidenschaften wie du? Ihr übt die aber nicht gemeinsam aus?
Wir haben direkt keine gemeinsamen Hobbies, aber denselben Musik-, Literatur- und Filmgeschmack - da haben wir immer viel darüber geredet. Er ist mir auch vom Charakter her sehr ähnlich. Mein Mann ist eher das Gegenteil von mir, da haben sich Gegensätze angezogen.
Ich finde die Art, wie dein Mann versucht, das bei dir zu stoppen, etwas unsympathisch. Aber ich habe schon zig mal erlebt, dass eine Affaire genau so anfing wie bei dir und deinem Freund, da konnten die Betroffenen sonstwas schwören.
Ich will aber keine Affäre. Selbst wenn da beiderseits Gefühle zwischen uns wären. Bevor ich sowas tue, versuche ich, in Gesprächen zu klären, was in der Beziehung fehlt. Denn mit Affären will man immer etwas kompensieren, das man in der aktuellen Beziehung nicht findet.

Ob ich mit meinem Mann glücklich bin? Aktuell nicht wirklich. Nicht nur deswegen, weil ich meinen Freund nicht sehen kann, sondern auch deswegen, weil ich mich irgendwie nicht authentisch geben kann in der Beziehung. Wir leben zusammen, er ist irgendwie der dominierende Part und ich lasse mich so mittreiben. Mal alleine Urlaub zu machen wäre ein Wunsch von mir, der wahrscheinlich für immer unerfüllt bleiben wird, weil mein Mann diesen Wunsch nicht nachvollziehen kann.

Bitte versteht mich nicht falsch, er ist jetzt kein unguter Mensch, wir kommen rein zwischenmenschlich wunderbar miteinander klar. Aber er hat anscheinend so seine Prinzipien, von denen er nicht abweicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es kam auch die Frage auf, wie ich das Verhalten meines Kollegen einordne, also ob ich selbst auch das Gefühl habe, dass er in mich verliebt ist.

Jein muss ich sagen. Es gab da schon ein paar kleine Aktionen von ihm, bei denen ich mir gedacht habe "Hätte er das für jede andere Kollegin auch getan?"

Und ich konnte mir jedes mal eben nicht vorstellen, dass er das für jede andere auch gemacht hätte.
Ich habe ihn aber nicht darauf angesprochen.

Vor allem eine ganz bestimme Aktion ist mir da in Erinnerung geblieben, weil ich mich so gefreut habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob ich mit meinem Mann glücklich bin? Aktuell nicht wirklich. Nicht nur deswegen, weil ich meinen Freund nicht sehen kann, sondern auch deswegen, weil ich mich irgendwie nicht authentisch geben kann in der Beziehung. Wir leben zusammen, er ist irgendwie der dominierende Part und ich lasse mich so mittreiben. Mal alleine Urlaub zu machen wäre ein Wunsch von mir, der wahrscheinlich für immer unerfüllt bleiben wird, weil mein Mann diesen Wunsch nicht nachvollziehen kann.

Es liegt an Dir, Dich zu ändern und selbstbewusst dafür einzustehen, was Du willst. Ihr seid unterschiedlich, also hat Dich vielleicht seine Dominanz auch etwas angezogen, weil Du selbst anders bist. Du kannst an dir arbeiten, dass Du Dich weniger unterbuttern lässt und Dich authentischer zeigen kannst.

Es liegt an Dir aus Deinem Käfig auszubrechen mit allen Konsequenzen, handeln musst Du. Vielleicht täte es der Beziehung auch gut langfristig, wenn Du mal Zähne zeigst und mehr für Dich einstehst. Menschen respektieren andere oft nicht so, wenn sie zuviel mit sich machen lassen ohne sich zu wehren.
 
Verzwickt. Man sollte befreundet sein können, mit wem man will, aber dein Mann hat Angst dich zu verlieren und er benimmt sich so, weil er an dir hängt. Hast du bereits andere männliche Freunde?
 

Schau vielleicht mal in diesen Thread rein. Gleiches Thema, lediglich die Geschlechter sind getauscht.

Never ever würde Ich auf etwas bestehen, was zu einer Ehekrise führt oder meinen Partner verletzt.
Freunde kommen und gehen, der Partner bleibt.

Gut, der Unterschied ist, dass ich meinen Mann liebe.
Du solltest über den Fortbestand der Ehe nachdenken.
Der EX Kollege scheint ein Katalysator zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Never ever würde Ich auf etwas bestehen, was zu einer Ehekrise führt oder meinen Partner verletzt.
Freunde kommen und gehen, der Partner bleibt.
Sehe ich auch so. Ich würde gar nicht auf die Idee kommen, mich allein mit einer fremden Frau zu treffen. Ich würde gar keine Situation schaffen, über die Missverständnisse aufkommen könnten, einfach um kein Misstrauen in die Beziehung zu bringen. Ich möchte nicht, dass meine Partnerin sich Gedanken darüber macht, was bei mir mit einer anderen Frau läuft oder auch nicht. Einfach weil ich meine Frau respektiere und nicht möchte, dass sie so eine Situation ertragen muss. Andersherum ist es bei uns genauso.
 
im Moment bin ich sehr negativ eingestellt. Irgendwie fühle ich mich teilweise wie in einem goldenen Käfig gefangen. Die Tür des Käfigs steht offen, aber ich habe Hemmungen, meine Flügel auszubreiten und einfach nur frei und unbeschwert loszufliegen.
Das scheint mir dein Problem zu sein. Um den konkreten Kollegen geht es dir glaub ich gar nicht. In dem Zusammenhang finde ich es nicht überzeugend, was du über das schreibst, was euch verbindet. Euch verbindet im Grunde vor allem, dass er nicht dein Mann ist und dass er anders als dein Mann ist.
 

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