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Alltag, Akzeptanz, Freundschaft, Beziehung, Stigmatisierung mit Handicap: eure Meinung / Erfahrung?

Ich bin selbst Betroffene mit 2 beeinträchtigten Kindern, davon meine 20 jährige schwer seit einer Reanimation vor vier Jahren und mein 14 jähriger Sohn hat eine leichte geistige Behinderung.

Ich kann dir nur zustimmen-

Die Leute wenden sich ab, wollen nichts mehr mit einem zu tun haben.

Das ist auch nicht nur ein Problem in Kindergärten oder Schulen, das geht durch die ganze Gesellschaft.

Ich habe viele Jahre in Spanien gelebt-

Dort ist die ganze Atmosphäre wärmer, herzlicher und Beeinträchtigte werden viel mehr integriert.

Also ja, es ist ein typisch deutsches Problem-

Kann ich aus dem Vergleich mit Spanien zumindest schlussfolgern.
 
Das kann aber nicht jeder AG bieten.
Abgesehen davon schreckt auch die faktische Unkündbarkeit ab.
Ja na klar ist das so. Darum muss man denen (den Firmen) die Beschäftigung dieser Menschen als Pflicht auferlegen. Das trifft dann alle und damit hat im Grunde jeder den gleichen Nachteil.

Ich glaube auch das wäre Kostenneutral. Jetzt muss man die WfbM auch bezahlen, und die Zusatzkosten die entstehen für die Menschen die desintegriert sind. Sie sind häufiger krank, brauchen mehr Pflege, müssen mit Vielem versorgt werden.

Inklusion heisst nicht, die Behinderung wegzutherapieren. Es heisst, daß Umfeld an die Erfordernisse der Behinderung anzupassen. Es gibt ja Integrationsfirmen, wo das gut funktioniert. Das sind Vorzeigeprojekte. Da gibt's eine davon mit 10 Mitarbeitern, und in der gleichen Stsdt 5 WfbMs mit 500 Beschäftigten.
 
Die Leute wenden sich ab, wollen nichts mehr mit einem zu tun haben.

Das ist auch nicht nur ein Problem in Kindergärten oder Schulen, das geht durch die ganze Gesellschaft.
Exakt deshalb habe ich das Thema eröffnet!
Es betrifft die ganze Gesellschaft!

Ich kann den Unterschied nicht zwischen vorher / nachher definieren da meine Tochter ihre Beeinträchtigungen ab Geburt hatte.
Aber sehr wohl bekommt man mit was hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird. „…Die mit dem behinderten Kind..“
- man gehört zu den „Anderen“!

Auch ist es den meisten Menschen unangenehm wenn man ganz allgemein mit ihnen darüber spricht! Dann kommt der typische Satz „Du solltest mal mit Betroffenen sprechen…“!
Selbst bei meinem Partner war das anfangs so!
Ich sagte damals „Ich möchte aber mit DIR darüber sprechen, und es genügt auch wenn du einfach mal zuhörst!“
Dort ist die ganze Atmosphäre wärmer, herzlicher und Beeinträchtigte werden viel mehr integriert.
Schön zu hören dass so etwas auch möglich ist!
Aber es wird auch mehr erwartet.
Das ist auch völlig okay! Man könnte den Menschen die Wahl überlassen!

Viele Menschen wollen gefordert werden und sich beweisen!
Ich kann mich gut an die Worte eines Schulleiters erinnern, der meinte es gäbe spezielle Einrichtungen, ob ich schon darüber nachgedacht hätte?
Meine Tochter „hätte es dort leichter“ und würde „weniger auffallen“!
WTF? Sie ist nicht dämlich, Sie hinkt und benötigt ihre Brille und Hörgeräte!
Aus welcher Logik muss sie es im Unterricht „leichter haben“?
Jetzt wird sie gefordert, gehört dazu und ist stolz wie nur auf ihre Noten!
Gerade Autist:innen können super Leistung erbringen
Das glaube ich sofort unter den richtigen Bedingungen!
Abgesehen davon schreckt auch die faktische Unkündbarkeit ab.
Das ist de facto ein Problem!
Ich würde als Betroffene freiwillig darauf verzichten sofern ich dadurch an den richtigen Arbeitsplatz komme!
 
Auch ist es den meisten Menschen unangenehm wenn man ganz allgemein mit ihnen darüber spricht!
Ist manchmal besser so. Die fragen dann blödes Zeug wie etwa, wofür ich denn das Pflegegeld verwende. Dann sage ich für gar nichts weil es ja der Pflege dient. Und daraus wird dann, dass das Kind keine Förderung erhält sondern die Eltern einfach Geld einbehalten.
 
Ja na klar ist das so. Darum muss man denen (den Firmen) die Beschäftigung dieser Menschen als Pflicht auferlegen. Das trifft dann alle und damit hat im Grunde jeder den gleichen Nachteil.

Ich glaube auch das wäre Kostenneutral. Jetzt muss man die WfbM auch bezahlen, und die Zusatzkosten die entstehen für die Menschen die desintegriert sind. Sie sind häufiger krank, brauchen mehr Pflege, müssen mit Vielem versorgt werden.

Inklusion heisst nicht, die Behinderung wegzutherapieren. Es heisst, daß Umfeld an die Erfordernisse der Behinderung anzupassen. Es gibt ja Integrationsfirmen, wo das gut funktioniert. Das sind Vorzeigeprojekte. Da gibt's eine davon mit 10 Mitarbeitern, und in der gleichen Stsdt 5 WfbMs mit 500 Beschäftigten.
Sowas gibt es doch schon.

 

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