Ich muss mir (leider) wieder mal etwas Luft machen!
Mein
Highlight des Tages in Sachen Akzeptanz und Toleranz:
Meine Tochter hatte sich mit Freundinnen verabredet, da nimmt sie gerne das Rad.
Nun hat sie Stützräder an ihrem Fahrrad da sie sich mit ihrem linken Bein nicht vernünftig abstützen kann. (Es gibt welche für Erwachsene, die sind etwas größer/ausladender als solche von Kinderrädern)
Als ich nach Hause kam sah ich schon wie sie beim Radständer mit einer Frau diskutiert!
Als ich da ankam fragte ich worum es ginge und die Frau schimpfte sofort los (ohne dass meine Tochter zu Wort gekommen wäre):
Das geht nicht, sie kann nicht einfach mit riesigen Stützen 3 Plätze im Radständer blockieren, wo sollen denn die Anderen hin, sie sollte sofort das Rad wegfahren..!
Ich fragte sie „okay, was hat meine Tochter dazu gesagt?“
„Ja dass sie es hier abschließen wollte!“
Ich darauf „das ist auch völlig richtig, wir wohnen auch hier im Haus und sie muss das Rad abschließen damit es nicht gestohlen wird, wo ist ihr Problem?“
„Ja dann soll sie doch mal lieber richtig radfahren lernen dann braucht sie nur einen Platz wie alle Anderen auch..!“
Nun wurde es mir doch zu bunt und ich habe sie kurz darauf aufmerksam gemacht dass meine Tochter Schwierigkeiten mit dem Gehen hat und deshalb die Stützräder braucht! Nebenbei würde ich das Rad abends sowieso in den Keller bringen und dort einstellen, und es wäre doch immer noch Platz für 1-2 Räder übrig, sie könnte also problemlos ihr Rad auch noch abstellen!
Dabei hat sich herausgestellt, sie hat gar kein Rad (!) aber eine Bekannte hatte sich schon öfter beschwert dass sie so oft keinen Platz mehr im Radständer hatte!
Und außerdem ginge es uns Prinzip, so ein rücksichtsloses Benehmen ginge einfach nicht und wir sollten eben das Rad gleich in den Keller bringen!
Nach einigen Versuchen zu argumentieren habe ich die Diskussion beendet und wir haben sie wutentbrannt stehen lassen und sind gegangen.
Tja es geht eben ums Prinzip!
wenn man sich die ganzen Wohnstätten, Wohnheime und Behindertenwerkstätten anschaut. Von den Sonderschulen mal ganz zu schweigen.
Das sind in der Tat meistens „Abschiebeeinrichtungen“!
Es istauch heute noch so, dass es eines Beschlusses der Schulkonferenz bedarf, damit Lehrer Lempel ein paar Piktogramme an die Wände des Schulhauses kleben darf.
Oder die Tochter zwar nicht am Sportunterricht teilnehmen kann, aber sehr gerne beim Schwimmunterricht mitmachen möchte da sie exzellent schwimmen kann!
Es gibt auch genug Eltern, die wollen, dass ihre Kinder auf eine Förderschule gehen.
Natürlich gibt es die!
Wahrscheinlich sind aber 50% davon „auf Empfehlung“ dort gelandet!
Auch mir wurde zugeredet (von verschiedenen Seiten!) Ich sollte doch darüber nachdenken, meiner Tochter würde dort doch Alles leichter fallen!
Nun ist sie am Gymnasium, mit überdurchschnittlichem Notendurchschnitt!