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27, keine Nähe, keine Wurzeln – manchmal völlig lost

Das hatte ich schon öfters über die Jahre und auch über Monate hinweg aber tatsächlich hat sich das nie was gebracht und ist momentan eh zu teuer
Ich hab selber viel Therapie hinter mir, auch lieblose Eltern, aber nicht so extrem schlimme wie deine. Und bei mir haben die Therapien und auch die Medis was gebracht. Es war beides bei mir nötig!

Ich würde dir vorschlagen, eine ausführliche Diagnostik erstellen zu lassen. Dass du mal Klarheit darüber hast, was alles los ist. Dann hast du Stichworte und kannst nach Literatur googeln. Und könntest dir dadurch auch passendere Therapeuten aussuchen. Es gibt ja unterschiedliche Therapieschulen, die Therapeuten machen unterschiedliche Fortbildungen, und heute hat jeder seine Schwerpunkte.
Und vor allem muss die Chemie stimmen!!

Außerdem schreibst du, dass du andere Leute nicht nah an dich ranlassen kannst. Ich nehme an, dass du eine Bindungsstörung hast - was bei deiner Vergangenheit nicht verwundert. Dazu kann ich dir das (fast) gleichnamige Buch von Karl Heinz Brisch empfehlen, und vor allem die Bücher über Bindungsangst der Psychologischen Psychotherapeutin Stefanie Stahl. Sie bietet auch Online-Kurse an, und es gibt viele Videos mit ihr. Von ihr kann man eine Menge lernen. In Deutschland ist sie die Nr. 1, was Bindungsangst anbelangt, sie hat als erstes darüber geschrieben und speziell Bindungsängstliche therapiert. Macht sie aber jetzt nicht mehr. Sie schreibt Bücher, hält Vorträge etc.
 
Ich bin ein paar Jahre älter (33) und habe dadurch vielleicht auch schon etwas mehr Abstand zu meiner Kindheit, die ebenfalls sehr gewaltvoll und schwer war.
Ich tu mir mit "sehr gewaltvoll und schwer" etwas schwer weil es nicht nur schlecht war und es mir definitiv schlechter hätte gehen können, gerade vor der Jugendzeit, danach gings eher bergab als meine Schwester ausgezogen ist mit 18 (die hat vorher alles abbekommen)
ennoch begleitet mich vieles bis heute, spiegelt sich in meinen Beziehungen und meinem Erleben
Dafür habe ich zu meiner Mutter seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr und musste mich sehr klar von der Hoffnung verabschieden, dass das nochmal anders werden könnte, da meine Mutter sehr verrückt ist und in ihrer eigenen Welt lebt.
Kenn ich auch, meine Mutter verdreht gerne die Wahrheit aber ist dabei zum Glück so ungeschickt, dass man das sofort merkt aber manchmal denk ich mir trotzdem ob ich nicht vielleicht einfach schlecht bin
Ich brauche ganz dringend Autonomie und Abstand, weil ich mich bei Familienbesuchen oft sehr schlecht fühle.
Drogen waren / sind bei mir übrigens auch ein Thema.
Bräuchte ich auch. Drogen sind bei mir zum Glück nur noch legale als Thema und keines davon zu exzessiv. Aber wirklich gesund macht es das ja auch nicht. Ich habe Glück, dass ich einmal nüchtern Speed genommen habe und das so schlecht fand, dass ich jahrelangen Speedkonsum von jetzt auf gleich eingestellt hab (immer nur stockbesoffen) weil ich die Droge so massivst unnötig und als geldverschwendung empfunden hatte. Leider gehts mit Nikotin nicht so leicht
aber nicht so extrem schlimme wie deine
Siehe erstes Zitat oben.
Therapien und auch die Medis was gebracht
Hab tatsächlich fast jedes antidepressivum durch, das einzige was etwas brachte war Bupropion aber das darf ich wegen vergangenem Amphetaminmissbrauch und einhergehender Herzrhytmusstörung wenn ich unter Amphetamineinfluss stehe nicht nehmen .
Ich würde dir vorschlagen, eine ausführliche Diagnostik erstellen zu lassen.
Hab ich
Ich nehme an, dass du eine Bindungsstörung hast - was bei deiner Vergangenheit nicht verwundert.
Ist anzunehmen
 
Gibt es hier Menschen, denen es ähnlich geht?
Wie geht ihr mit der Erkenntnis um, dass eure Kindheit nicht mehr heilbar ist?
Und wie gelingt es euch, trotzdem Beziehungen und ein eigenes Leben aufzubauen, das sich richtig anfühlt?
Liest sich als wärst du in einem materiell problemlosen Umfeld aufgewachsen, aber emotional sehr problematisch?
So ging es mir mit Anfang 20.
Auf die richtige Spur wurde ich durch die Geburt meiner Tochter gebracht, damals war plötzlich meine Aufmerksamkeit zu 100% nötig, ich MUSSTE mein Leben strukturieren!
 
Ich zB kann mit ihr gar nichts anfangen und finde sie extrem überbewertet, aber da gibts viele kontroverse Meinungen zu.
Mit dem, was ich bis jetzt von ihr zu Bindungsangst gelesen hab, bin ich zufrieden. Die vielen Ausprägungen und Gründe für Bindungsangst hat sie gut beschrieben, und meine Form von Bindungsangst hab ich nirgends so deutlich beschrieben gesehen wie bei ihr.

Wie gut sie in der Therapie von Bindungsängsten ist, weiß ich nicht. Klingt aber logisch, was sie schreibt.
 
Ich finde, man merkt auch an deinen Antworten dein Thema mit Nähe, für mich fühlt es sich jedenfalls so an, als könntest du nicht so gut aushalten, wenn Menschen Parallelen/ Ähnlichkeiten beschreiben, obwohl du danach gefragt hast.
 
Hallo @Cursebearer,
habe ähnliche Kindheitserfahrungen gemacht und kann dich verstehen.
Ich habe radikale Akzeptanz angewendet, also Dinge die man nicht ändern kann akzeptieren.
So gelang es mir mich damit abzufinden und mit mir selbst zu versöhnen.
Du wirst deine Eltern leider nicht ändern können, noch kannst du Verständis oder Einsicht erwarten.

Was du machen kannst, ist eine Therapie um das aufzuarbeiten und Dinge die du nicht gelernt hast kannst du lernen, auch Beziehungen zuzulassen und vorallem gesunde Beziehungen zu führen.
Man lernt in der Therapie alte negative Grundanahmen zu erkennen, die zu negativen Verhaltensmustern führen und diese umzuwandeln in positive Grundannahmen und daraus resultieren geänderte und positive Verhaltensmuster.

Schliesse damit ab und stecke die Energie in dich selbst, so mache ich es weil es nichts bringen würde meine Eltern aufzuklären, etc..

Du kannst auch gucken wie du selbst damit umgehst, du kannst das Verhalten anderer oft nicht ändern, das ist außerhalb deiner Kontrolle, aber innerhalb deiner Kontrolle ist wie du damit umgehst. Braucht etwas Zeit, aber mir geht's besser seitdem ich das ausführe und mir immer wieder bewusst mache.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja 100%. Mit Anfang 20 hatte ich auch die meisten Schuldgefühle als ich alleine gewohnt hatte aber das wurd weniger
Interessant!
Aus welchem Grund die Schuldgefühle?

Ich bin einfach raus aus der Familie, habe mich (aus Protest?) mit eher bedenklichen Leuten eingelassen, KEIN Studium abgeschlossen, keine geordneten Verhältnisse, schwanger geworden....
Aber ohne schlechtes Gewissen meinen Eltern gegenüber!
Erst als meine Tochter geboren wurde (mit Komplikationen) habe ich instinktiv GEWUSST dass ich mich jetzt einkriegen muss und wollte auch beweisen dass ich Alles auch alleine stemmen kann!
 
Interessant!
Aus welchem Grund die Schuldgefühle?
Weil mir von meiner Mutter aus jedes Interesse, jeder Kumpel usw schlecht geredet wurde und zudem in der Schule manche Lehrer mir vermittelt haben, dass ich richtig dumm bin und das über ca. 10 Jahre hinweg pausenlos, wenn man das nicht anders mitbekommt glaubt man das auch irgendwann. (obwohl ich nie der schlechteste Schüler in der Klasse war und später auf 130 IQ getestet wurde in der Psychiatrie). Meine Mutter hat zb immer gemeint ich wäre Suchtkrank weil ich nach den Hausaufgaben oder lernen PC gezockt hab und mit Freunden geredet hab,gleichzeitig hat sie mir aber jede möglichkeit genommen mich draußen mit jemanden zu treffen weil alle immer schlecht waren in ihren Augen, meistens auf irgendwelche Äußerlichkeiten bezogen. Wenn ich dann mal nicht gezockt hab und ein Buch gelesen hab war es wieder negativer Schwachsinn weil ich Fantasyzeug gelesen hab oder "zu ernst" wenn es Sachbücher waren. Man konnte halt nie was richtig machen. Wenn ich Anime geschaut hab oder Comics gelesen hab hatte ich direkt den Bezug zur Realität verloren laut ihr.

Ich bin einfach raus aus der Familie, habe mich (aus Protest?) mit eher bedenklichen Leuten eingelassen, KEIN Studium abgeschlossen, keine geordneten Verhältnisse, schwanger geworden....
Bis aufs schwanger werden war das ja bei mir gleich. Mit 16/17 hab ich dann einfach begonnen zu machen. Hab mir erstmal ein Skateboard besorgt und war dann erstmals Jahrelang jeden Tag draußen Skaten, bis zu 12h. Wenn ich nicht Skaten war bin ich eigentlich auch mit der lokalen Drogenszene herumgehangen weil die "halt Zeit hatten" und auch Probleme hatten. Wenn man selbst Probleme hatte gelangt man oft nur an andere mit massiven Problemen weil man für alle andere zu komisch ist und abgewiesen wird, damit hast du vermutlich auch Erfahrung. Wirklich Drogenprobleme hatte ich aber erst viel später, damals hab ich alles außer Joints immer abgelehnt und die meisten fanden das auch gut so weil die selbst schon tief drinnen waren.
Aber ohne schlechtes Gewissen meinen Eltern gegenüber!
Das hatte ich damals auch eher selten weil ich wusste, dass mit Leuten rumhängen weniger abnormal ist als seinen Kindern ihre ganze Kindheit über von Freunden und Schulkollegen zu isolieren. Erst als ich dann alleine gewohnt hab und auch immer machen konnte was ich wollte kam das irgendwie. Ich hab mir halt selbst hart eingeredet Spielsüchtig zu sein weil ich das gern gemacht hab, hat eine Weile gedauert bis ich gecheckt habe, dass das alleine nicht reicht um süchtig zu sein. Liegt wohl am inneren Wunsch einmal akzeptiert zuw erden von meiner Mutter aber das wird eh niemals passieren von einer Person die drüber lacht, dass der Vater mal zugeschlagen hat als Kind und meine Schwester in den Keller gesperrt hat. Vermutlich sollte man das auch nicht wollen. Ist wohl eher der Wunsch danach jemand zu sein der solche Probleme und alles was dran hängt nicht zu haben.
Ich habe radikale Akzeptanz angewendet, also Dinge die man nicht ändern kann akzeptieren.

Schliesse damit ab und stecke die Energie in dich selbst, so mache ich es weil es nichts bringen würde meine Eltern aufzuklären, etc..
Mir gehts meistens ja auch ganz gut zum Glück aber mich haut es immer soweit zurück dass ich mich paar Tage erholen muss wenn ich meine Eltern seh oder meine Mutter und die ihre schlechten Manipulationsversuche anwendet oder anzuwenden versucht. Das schlimmste daran ist eigentlich, dass ich nicht weiß ob die das mit voller Absicht macht oder sich das Zeug selbst glaubt. Teilweise verdreht die die Wahrheit wenn das was sie vorhin gesagt hat auch nur Minuten her ist.
 

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