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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Alltag, Akzeptanz, Freundschaft, Beziehung, Stigmatisierung mit Handicap: eure Meinung / Erfahrung?

Allerdings hat sich das mit der Pubertät schon stark verändert!
In der Pubertät verändert sich viel.
Was für eine schwierige Zeit!
Da will man nicht anders sein,als andere Jugendliche,wird empfindlich,möchte gefallen.
Zeige Verständnis,so wie du das tust!
Mache aber auch verständlich,dass es immer doofe Leute gibt,also wird es auch immer blöde Reaktionen geben.
Das wird sich( leider) nie ändern.
Ermutige deine Tochter sich auch mit ihren Freundinnen auszutauschen,oder auch mit anderen Betroffenen, vielleicht kannst du dich erkundigen,ob es bei euch in der Nähe eine Möglichkeit gibt, wenn sie das möchte.
 
Meine Freundin nenn mich liebevoll "Meine Taube" 😍
Habe auch ein Hörgerät.

Aber es geht ja darum, den Menschen das herabwürdigende Benehmen grundsätzlich abzugewöhnen.
Und das wird nicht funktionieren.
 
Einer meiner Jungs hatte Entwicklungsverzögerung und der andere war auf einer Sprachheilschule (beide inzwischen erwachsen).

Ich kann mich an irgendeinen zwanglosen Elterntreff - eigentlich nur Mütter - im örtlichen Kindergarten erinnern.

Irgendwann hatte ich es thematisiert, dass die meisten Mütter nach außen alles super hinstellen...Probleme & Co. gibt es nicht...ich das nicht glauben kann und sinngemäß es bescheuert finde, uns gegenseitig etwas vorzugaukeln.

Es war dann relativ ruhig im Raum....

Später auf dem Parkplatz hatte mich dann eine Mutter eingeholt, um mir unter vier Augen zu sagen, dass sie das ähnlich sieht.

Die Gesellschaft ist ganz weit von Akzeptanz & Co. entfernt.
 
Einer meiner Jungs hatte Entwicklungsverzögerung und der andere war auf einer Sprachheilschule (beide inzwischen erwachsen).

Ich kann mich an irgendeinen zwanglosen Elterntreff - eigentlich nur Mütter - im örtlichen Kindergarten erinnern.

Irgendwann hatte ich es thematisiert, dass die meisten Mütter nach außen alles super hinstellen...Probleme & Co. gibt es nicht...ich das nicht glauben kann und sinngemäß es bescheuert finde, uns gegenseitig etwas vorzugaukeln.

Es war dann relativ ruhig im Raum....

Später auf dem Parkplatz hatte mich dann eine Mutter eingeholt, um mir unter vier Augen zu sagen, dass sie das ähnlich sieht.

Die Gesellschaft ist ganz weit von Akzeptanz & Co. entfernt.
Eigentlich gilt auch hier wieder wie so oft: Du kannst die anderen nicht ändern, nur deine eigene Einstellung!

Übrigens wollte ich auch mit meinen Eltern nie über mein Handicap reden. Und noch weniger hätte ich gewollt, dass sie sich dazu für mich stark machen. Nun war ich wie gesagt erwachsen. Trotzdem könntest du deine Tochter mal feagen, inwiefern sie Unterstützung/Hilfe von dir haben will.
 
Eigentlich gilt auch hier wieder wie so oft: Du kannst die anderen nicht ändern, nur deine eigene Einstellung!
Ich denke, ich wollte in dem Zusammenhang/in dem Moment niemanden ändern.

Ich hatte das auch nicht geplant thematisiert. Es war dann plötzlich eine Energie da, und die wollte raus. Ich agieren selten auf diese Art und Weise - noch seltener, wenn es um mich selbst geht.

Es kann gut tun, ab und zu mal unbequem zu sein.
 
Huhu, nur als kleiner Hinweis: Viele Menschen mit Behinderung lehnen den Begriff Handicap ab (manch andere nutzen ihn aber, ich weiß).


Ich finde das Wort "Behinderung" viel besser, weil es beinhaltet, dass Menschen von außen/ von der Gesellschaft behindert werden und oft ist es das, was den Leidensdruck erst so richtig auslöst. Ähnlich wie bei deiner Tochter, die mit ihren gesundheitlichen Themen vielleicht einen ganz guten Umgang finden könnte, aber durch die Scham und den gesellschaftlichen Umgang damit, bestimmte Hilfsmittel nicht nutzen möchte, etc.


Ich selbst habe keine anerkannte Behinderung, habe aber viele psychiatrische Diagnosen und Ausschlusserfahrungen. Ich bewege mich politisch in behindertenpolitischen Zusammenhängen und kämpfe mit anderen zusammen für die Rechte, die Sichtbarkeit und den Raum für uns Menschen, die wir von bestimmten Normen abweichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Viele Menschen mit Behinderung lehnen den Begriff Handicap ab (manch andere nutzen ihn aber, ich weiß).
Okay, das scheint unter Autisten und AD(H)Slern noch nicht wirklich angekommen zu sein. In den gängigen Foren wird der Begriff "Handicap" nämlich weiterhin verwendet, während es in einem Forum sogar verboten ist, die Begriffe "behindert" oder "Behinderter" zu benutzen.

Ich selbst benutze den Begriff "Handicap" übrigens recht oft, denn mit meiner Art der Behinderung (Autismus und ADS) geht nunmal ein deutliches Defizit einher. Warum sollte man das nicht erwähnen dürfen? Ich finde es sogar gefährlich, wenn man das quasi unter den Tisch fallen lässt, weil es meine Art der Behinderung verharmlosen würde. Was bleibt denn, wenn ich die Defizite nicht benenne? Nichts. Aber meine Behinderung ist nicht "Nichts". Sie hindert mich daran, ein normales Leben zu führen und sorgt dafür, dass ich nicht erwerbsfähig bin und auf andere angewiesen bin. Ist das etwa "Nichts"?
 
Okay, das scheint unter Autisten und AD(H)Slern noch nicht wirklich angekommen zu sein. In den gängigen Foren wird der Begriff "Handicap" nämlich weiterhin verwendet, während es in einem Forum sogar verboten ist, die Begriffe "behindert" oder "Behinderter" zu benutzen.

Ich selbst benutze den Begriff "Handicap" übrigens recht oft, denn mit meiner Art der Behinderung (Autismus und ADS) geht nunmal ein deutliches Defizit einher. Warum sollte man das nicht erwähnen dürfen? Ich finde es sogar gefährlich, wenn man das quasi unter den Tisch fallen lässt, weil es meine Art der Behinderung verharmlosen würde. Was bleibt denn, wenn ich die Defizite nicht benenne? Nichts. Aber meine Behinderung ist nicht "Nichts". Sie hindert mich daran, ein normales Leben zu führen und sorgt dafür, dass ich nicht erwerbsfähig bin und auf andere angewiesen bin. Ist das etwa "Nichts"?
Entschuldige, ich will den Begriff niemandem als Selbstbezeichnung wegnehmen. Ich weiß nur, dass es für viele Menschen auch sehr unangenehm ist als "gehandicaped" bezeichnet zu werden und das viele aber gar nicht wissen und den Begriff eher als positiv empfinden. Darauf wollte ich hinweisen 🙂

Ich habe übrigens auch eine AD(H)S Diagnose.
 
Zuletzt bearbeitet:
Als Hörgeschädigte freue ich mich über Menschen, die mich beim Reden anschauen... und die deutlich sprechen.
Ich bin auch Hörgeschädigt, war kürzlich beim Ohrenarzt, der sagte, vor zehn Jahren hatte ich fast die selbe "Kurve"- aber solange ich beim Wandern die Vögel noch höre, solange ich noch bei klarem Sprechen alles verstehe, wird mein Umfeld informiert, bitte nicht nuscheln... da habe ich keine Scheu, das einzufordern.

Meine Cousine ist fast erblindet nach einem Behandlungsfehler, sie trägt diese Plakette Gelb mit drei schwarzen Punkten deutlich am Revers. Man sieht ihr das nicht an, dass sie fast nichts sieht.
Sie ist übrigens dauernd am Reisen, sehr taff, lebensfroh und echt irrsinnig erfinderisch- das war mal anders. Zu Beginn war sie verzweifelt und sofort auf Rückzug.

Geholfen haben ihr Training und alles neu üben, also umgehen lernen mit diesem Handicap und ein liebevolles Umfeld, das sie unterstützt wo geht.
 
Heute habe ich bei einem Büchertisch im Supermarkt genau das passende Buch entdeckt zu diesem Thema- es ist schlimm zu hinken, Hörhilfe zu tragen? Wie würde es euch gehen, wenn ihr ohne Arme, ohne Beine geboren worden wärt..? Georg Fraberger hat darüber Bücher geschrieben, wie er mit diesem Handicap umgeht, er ist TROTZ keine Beine, keine Arme ein bekannter Psychiater, glücklich verheiratet, hat vier Kinder und das Buch, das ich heute entdeckt habe, das heißt: ein ziemlich gutes Leben... man kann ihn auch googeln und Videos anschauen über ihn und seine Weise, wie er das alles meistert und meisterte.
Kurz reingelesen steht als erstes dort - wie gelingt trotz widriger Umstände ein gutes Leben...er weiß es, er hat den Dreh raus und kanns sehr gut vermitteln.
 

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