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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Deutungshoheit und Standing für Introvertierte

Ich halte Meetings gerne online ab, dann habe ich die Kontrolle über die Mikrofone.

Ansonsten: klassisches Schulprinzip. Wer etwas sagen will, hebt die die Hand. Wer einfach spricht wird darauf hingewiesen, dass er*sie jetzt nicht dran ist. Auf Schlagfertigkeitsaustausche lasse ich mich nicht ein, für solche kindisch Albernheiten ist mir meine Zeit zu schade.

Wenn die Kollegin neue Kategorien einführen will, lass sie die selbst bearbeiten und verlang jede Woche Updates. So knallt sie sich ihren eigenen Workload voll und du hast deine Ruhe.
 
Hallo,

was verstehst du unter "ich bin neuer als sie"?
Bist du neu oder nicht?

Weshalb stehst du in dem Projekt über ihr?
Hallo Cloudy,

mit 'neuer als sie' meine ich, dass ich erst ein Jahr im Unternehmen bin, sie aber drei.

Ansonsten sind wir auf einer Ebene, was die Hierarchie angeht, nur ich habe die Projektleitung, weil ich länger im Projekt bin.
 
Hallo,

was verstehst du unter "ich bin neuer als sie"?
Bist du neu oder nicht?

Weshalb stehst du in dem Projekt über ihr?
Hallo Clourdy,

mit 'neuer als sie' meine ich, dass ich erst ein Jahr im Unternehmen bin, sie aber drei.

Ansonsten sind wir auf einer Ebene, was die Hierarchie angeht, nur ich habe die Projektleitung, weil ich länger im Projekt bin
Willkommen in der Arbeitswelt. In Positionen, die Aufstiegschancen bietet, wird dir das immer wieder passieren.

Ja, das ist ein Problem. Introvertierte Persönlichkeiten sind, wenn es um Karriere geht, häufig benachteiligt. Das ist ein Stück weit dem Zeitgeist geschuldet, der auf Kurzfristigkeit und Oberflächlichkeit wert legt. Im antiken Griechenland galten z.B. introvertierte Personen als weiser und kompetenter, eben weil sie Dinge durchdacht haben.

Das ist eine gute Idee, denn auch als Introvertierte musst du dich nicht unterbuttern lassen. Der erste Schritt ist, zu deiner Persönlichkeit zu stehen. Denn du wirst dich nicht auf links drehen können. Introvertiertheit muss nicht mit Unsicherheit verknüpft sein. Sie kann auf Außenstehende auch sehr kompetent und besonnen wirken. Versuche, dir klar zu machen, dass sich viele auch ruhige, souveräne Projektleiter wünschen statt aufgedrehter Verkäufertypen.

Eben so. Höflich, aber bestimmt. Ich würde mir ein paar Floskeln antrainineren. Zum Beispiel: "Ein guter Punkt, das müssten wir gesondert prüfen. Aber jetzt lasst uns beim Thema bleiben." Oder auch: "Wirklich ein interessanter Einwand, aber wir sollten uns zunächst auf die gesetzten Ziele fokussieren."
Klingt nach Blabla, aber genau so kann man höflich und bestimmt Nebendiskussionen beenden.

Schlagfertigkeit lässt sich nur schwer trainieren. Vor allem, wenn der Adrenalinspiegel steigt, ist es schwer, schlagfertig zu bleiben. Wichtig ist, sich nicht unter Druck zu setzen. Du kannst jederzeit aus einer Diskussion ausstiegen und jederzeit wieder einsteigen. Wenn dir gerade nichts einfällt, sag: "Darüber muss ich in Ruhe nachdenken." Und wenn dir über Nacht gute Argumente eingefallen sind, gehst du am nächsten Tag zur Kollegin und setzt die Diskussion fort. Bleib ruhig, bleib in deinem Spielfeld. Lass dich nicht zu der Hektik der Extrovertierten verleiten. Deine Stärken liegen in der Ruhe.

Ich habe Schulungen zu Rhetorik und Persönlichkeitsprofilen gemacht. Außerdem gibt es Seminare, in denen man lernt, "nein" zu sagen. Es ist natürlich immer sehr vom Dozenten abhängig, von daher ist es schwer, konkrete Empfehlungen zu geben. Aber ich würde sagen, einfach mal ausprobieren! Man nimmt eigentlich immer etwas mit.
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Antwort! Ich weiß es zu schätzen, dass Du dir die Zeit genommen hast.
Ja, Rhetorik-Kurse durchzuprobieren ist sicher nicht verkehrt. Vermutlich wird es so oder so einige Monate dauern, bis man Erfolge sieht.

Und für Selbstakzeptanz fehlen mir noch die Vorbilder. Zumindest sind die ruhigen Menschen in meinem Arbeitsumfeld nicht wirklich erfolgreich. Man muss ja keine Rampensau sein; die Fremdwahrnehmung von Bescheidheit/Fairness/etc. scheint ein guter Deckmantel zu sein, um dann Manipulation einzusetzen um seine Ziele zu erreichen. ..Zumindest lässt die besagte Kollegin Fleißarbeit liegen um dann im Team die Kirsche auf die Sahnetorte zu setzen.
An Selbstakzeptanz führt vermutlich kein Weg dran vorbei...

Und die von Dir erwähnten 'Floskeln' sind vermutlich genau das Richtige. Ich habe jetzt in Lisa Holzmaier's Buch 'Wortmedizin' ein paar brauchbare gefunden. Vielleicht postet hier im Forum jemand noch ein paar hilfreiche Quellen 🙂
 
Du leitest ein Projekt und bist demzufolge die Projektleiterin. Ich gehe davon aus, dass die Rollen im Projekt klar definiert sind? Organigramm und Schnittstellenliste?

Zu den Aufgaben einer Projektleiterin gehört das Projekt zu führen und die Projektbeteiligten zu koordinieren. Dir fehlt wahrscheinlich die Erfahrung und entsprechend die skills mit solchen Situationen umzugehen.

Das du den Hut auf hast, ist durch deine Rolle als Projektleiterin legitimiert.
Natürlich kannst du ihr Grenzen aufzeigen, wenn sie ihrer Leistung nicht nachgeht. Setze sie in Verzug

Du solltest mit der Kollegin so umgehen als wäre sie eine externe Projektbeteiligte aus einer anderen Firma.
 
Ich halte Meetings gerne online ab, dann habe ich die Kontrolle über die Mikrofone.

Ansonsten: klassisches Schulprinzip. Wer etwas sagen will, hebt die die Hand. Wer einfach spricht wird darauf hingewiesen, dass er*sie jetzt nicht dran ist. Auf Schlagfertigkeitsaustausche lasse ich mich nicht ein, für solche kindisch Albernheiten ist mir meine Zeit zu schade.

Wenn die Kollegin neue Kategorien einführen will, lass sie die selbst bearbeiten und verlang jede Woche Updates. So knallt sie sich ihren eigenen Workload voll und du hast deine Ruhe.
Der letzte Tipp klingt gut. Leider macht sie, was sie will, und wird von der Führungskraft nicht belangt dafür. Im politischen Kontext scheint die Ku
Du leitest ein Projekt und bist demzufolge die Projektleiterin. Ich gehe davon aus, dass die Rollen im Projekt klar definiert sind? Organigramm und Schnittstellenliste?

Zu den Aufgaben einer Projektleiterin gehört das Projekt zu führen und die Projektbeteiligten zu koordinieren. Dir fehlt wahrscheinlich die Erfahrung und entsprechend die skills mit solchen Situationen umzugehen.

Das du den Hut auf hast, ist durch deine Rolle als Projektleiterin legitimiert.
Natürlich kannst du ihr Grenzen aufzeigen, wenn sie ihrer Leistung nicht nachgeht. Setze sie in Verzug

Du solltest mit der Kollegin so umgehen als wäre sie eine externe Projektbeteiligte aus einer anderen Firma.
Das ist richtig, dass mir die Erfahrung fehlt. Ich habe die Leitung dieses Projektes übernommen, um ebendiese Erfahrung zu sammeln.

Leider ist das Projekt zu klein, als dass es ein Organigramm und eine Schnittstellenliste gäbe (also quasi eine Vollzeitstelle aufgeteilt auf mehrere Personen). In einem firmeninternen Projektverzeichnis stehe ich als Projektleiterin drin. Aber bei uns im Unternehmen ist es leider gang und gebe, dass unter der Oberfläche der offiziellen Rollen noch ganz andere Machtstrukturen herrschen.
 
Sie mit ins Boot holen.
Deutungshoheit ist schon ein fragwürdiger Begriff oder Hut aufhaben

Ihr seid ein Team mit einem Projekt und einem gemeinsamen Ziel. Jegliches Konkurrenz Denken oder Angst, dass Dir jmd was absägt und das Bekämpfenwollen verhärtet die Spannungen

Sei mal selbst entspannt und gebt Euch die Chance auf das Erleben gemeinsam an einen interessanten Projekt zu arbeiten

Viel Erfolg Euch beiden

Kolya
Genauso sehe ich das auch. Ziel sollte sein, sie zur Verbündeten zu machen und ihr dabei durchaus die Chance zu geben, ihr Expertenwissen einzubringen. Die Frau hat - wie jeder andere Mensch auch - Bedürfnisse. Wenn du dir dazu etwas anlesen möchtest, google mal nach "gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg". Welche Bedürfnisse das in ihrem Fall sind solltest du herausfinden, um dann darauf angemessen reagieren zu können. Hier ist Empathie gefragt. Vielleicht hat sie sich gewünscht, selber die Projektleitung zu bekommen und ihr Auftreten ist jetzt nichts anderes als Ausdruck ihrer Enttäuschung? Gesteh ihr doch ein Stücken der Bühne zu, solange du das Mikro in der Hand behältst. Dass sie an deinem Stuhl sägt ist ja zunächst einfach mal nur deine emotional gefärbte Vermutung. Ich würde da auch nicht gleich das Schlimmste unterstellen.

Wenn du eher introvertiert bist und deine Meinung nicht klar äußern kannst, untermauert das natürlich nicht gerade sichtbar deinen Führungsanspruch. Mit Rampensau hat das auch nicht viel zu tun - man muss nicht laut sein, um sich durchsetzen zu können. Womöglich sendest du sogar entsprechende hilflose Signale aus, was sie ihrerseits ermutigen könnte, sich in den Vordergrund drängen zu wollen. Da wird dir nichts anderes übrig bleiben als aus deiner Komfortzone herauszukommen und über deinen Schatten zu springen, damit sie dich als Lead akzeptiert. Um deine Schwäche weißt du ja bereits - vielleicht kannst du ja baldmöglichst mal ein Training belegen, um deine Skills als Führungskraft zu stärken?

Natürlich hast du Recht, dass du frühzeitig klarstellen solltest, wer das Projekt leitet und auch grundsätzlich die Marschrichtung festlegt. Den schwulstigen Begriff der Deutungshoheit solltest du ganz schnell wieder einmotten - gute Teams arbeiten konstruktiv MITeinander, indem jeder seine individuellen Stärken einbringen kann, nicht autoritär. Bestimmt werden muss da eigentlich nur noch sanft im Hintergrund. Das sollte aber dann auch sie so verinnerlichen.

Ich würde sie mir beiseite nehmen und ihre bisherigen Beiträge wertschätzen, aber auch anmerken, dass du eine etwas andere Vorstellung hättest, wie das Projekt durchzuführen sei. Dass du z.B. nicht möchtest, dass zu viele Nebenschauplätze geöffnet werden und du sie bitten würdest, das zu akzeptieren, damit ihr euch nicht verzettelt. Bleib konstruktiv und stelle positive Aspekte wie Chancen, Freude etc. heraus, damit auch die Stimmung positiv bleibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Genauso sehe ich das auch. Ziel sollte sein, sie zur Verbündeten zu machen und ihr dabei durchaus die Chance zu geben, ihr Expertenwissen einzubringen. Die Frau hat - wie jeder andere Mensch auch - Bedürfnisse. Wenn du dir dazu etwas anlesen möchtest, google mal nach "gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg". Welche Bedürfnisse das in ihrem Fall sind solltest du herausfinden, um dann darauf angemessen reagieren zu können. Hier ist Empathie gefragt. Vielleicht hat sie sich gewünscht, selber die Projektleitung zu bekommen und ihr Auftreten ist jetzt nichts anderes als Ausdruck ihrer Enttäuschung? Gesteh ihr doch ein Stücken der Bühne zu, solange du das Mikro in der Hand behältst. Dass sie an deinem Stuhl sägt ist ja zunächst einfach mal nur deine emotional gefärbte Vermutung. Ich würde da auch nicht gleich das Schlimmste unterstellen.

Wenn du eher introvertiert bist und deine Meinung nicht klar äußern kannst, untermauert das natürlich nicht gerade sichtbar deinen Führungsanspruch. Mit Rampensau hat das auch nicht viel zu tun - man muss nicht laut sein, um sich durchsetzen zu können. Womöglich sendest du sogar entsprechende hilflose Signale aus, was sie ihrerseits ermutigen könnte, sich in den Vordergrund drängen zu wollen. Da wird dir nichts anderes übrig bleiben als aus deiner Komfortzone herauszukommen und über deinen Schatten zu springen, damit sie dich als Lead akzeptiert. Um deine Schwäche weißt du ja bereits - vielleicht kannst du ja baldmöglichst mal ein Training belegen, um deine Skills als Führungskraft zu stärken?

Natürlich hast du Recht, dass du frühzeitig klarstellen solltest, wer das Projekt leitet und auch grundsätzlich die Marschrichtung festlegt. Den schwulstigen Begriff der Deutungshoheit solltest du ganz schnell wieder einmotten - gute Teams arbeiten konstruktiv MITeinander, indem jeder seine individuellen Stärken einbringen kann, nicht autoritär. Bestimmt werden muss da eigentlich nur noch sanft im Hintergrund. Das sollte aber dann auch sie so verinnerlichen.

Ich würde sie mir beiseite nehmen und ihre bisherigen Beiträge wertschätzen, aber auch anmerken, dass du eine etwas andere Vorstellung hättest, wie das Projekt durchzuführen sei. Dass du z.B. nicht möchtest, dass zu viele Nebenschauplätze geöffnet werden und du sie bitten würdest, das zu akzeptieren, damit ihr euch nicht verzettelt. Bleib konstruktiv und stelle positive Aspekte wie Chancen, Freude etc. heraus, damit auch die Stimmung positiv bleibt.
Ja, mit der Einschätzung ich würde hilfelose Signale aussenden liegst Du richtig. Leider konnte mir auf Anfrage bisher niemand sagen, worin diese nun genau bestehen. Es ist schwer bis unmöglich daran, zu arbeiten, wenn man sie kaum greifen kann.
War jemand schon in einer vergleichbaren Situation und was habt ihr unternommen?

Der Begriff der Deutungshoheit mag schwulstig sein - fällt Dir ein besser geeigneterer ein @Pfefferminzdrops ? Natürlich möchten alle eine konstruktive Zusammenarbeit, deswegen zu unterstellen dass es soetwas wie Deutungshochheit nicht, wäre naiv, meinst Du nicht?
 
Ja, mit der Einschätzung ich würde hilfelose Signale aussenden liegst Du richtig. Leider konnte mir auf Anfrage bisher niemand sagen, worin diese nun genau bestehen. Es ist schwer bis unmöglich daran, zu arbeiten, wenn man sie kaum greifen kann.
War jemand schon in einer vergleichbaren Situation und was habt ihr unternommen?

Der Begriff der Deutungshoheit mag schwulstig sein - fällt Dir ein besser geeigneterer ein @Pfefferminzdrops ? Natürlich möchten alle eine konstruktive Zusammenarbeit, deswegen zu unterstellen dass es soetwas wie Deutungshochheit nicht, wäre naiv, meinst Du nicht?
Es gibt Menschen, die wirken von außen ängstlich und verschlossen, treten wenig selbstbewußt und bestimmt auf.

Du bist grundsätzlich verantwortlich für das Projekt, aber die Zusammenarbeit könnte kooperativer sein.

Du vermittelst scheinbar den Eindruck, du wärst der Aufgabe nicht gewachsen.
 

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