Das ist doch zB auch ein schönes beispiel:
natürlich hat nicht jeder Mensch ein großes Haus zu heizen. Aber die Interessen derer, die ein solches haben, zählen etwas. Und es zählen auch die Interessen derer, die KEIN solches haus haben.
Also will man Politik im Gleichheitsgrundsatz machen, dann muss man mehrere Interessen unter einen Hut bringen: Also die Interessen des einzelnen Hausbesitzers an Finanzierbarkeit, die Interessen ALLER Menschen an Klimaschutz, die Interessen aller an Finanzierbarkeit usw.
fatal wäre es doch, zu sagen: Schau selbst wo Du bleibst, Du hast ein Haus- selber schuld.
Fatal wäre es auch, zu sagen: na also wer ein Haus hat, der darf keinesfalls in die Pflicht genommen werden, da müssen die anderen Interessen zurückstecken.
Eine komplett GLEICHE Behandlung ist hier nicht möglich und wäre auch icht gerecht.
Eine gerechte Lösung schafft einen Ausgleich, indem sie zB den Klimaschutz vorantreibt und eben vom Hausbesitzer verlangt, dass er umweltverträglich saniert oder Abgaben zahlt UND dabei gleichzeitig ihm (finanzielle oder andere) Entlastungen zu geben, damit es ihn nicht unzumutbar trifft.
Es wäre in keiner Weise gerecht, zu sagen: OK, wir zahlen jetzt JEDEMN (egal ob er ein Haus hat oder nicht) die gleiche Summe XY für die Sanierung.
Dann würden wir zwar ALLE gleich behandeln, aber es wäre maximal ungerecht.
Aber es wäre eben auch maximal ungerecht, zu sagen: Ja Klimaschutz hin oder her: es darf keinesfalls eine "Last" auf den Hausbesizter: Dann lassen wir lieber ALLE Menschen die Last des Klimawandels tragen.
Gerechtigkeit, bedeutet verteilen von Lasten.
DARUM geht es.