Das ist eine 2 Zimmer Wohnung. Es ist gerade mal genug Platz für 2 Personen. Das würde dauerhaft zu dritt nicht funktionieren.
Ich habe heute nochmal versucht mit ihr zu reden. Das Ergebnis ist eher mittelmäßig. Sie ist absolut nicht bereit über irgendetwas, was unseren Sohn betrifft zu reden. Sie hat mir aber mitgeteilt, dass sie nicht aus der Wohnung ausziehen wird. Sie wird mich aber auch nicht freiwillig aus dem Mietvertrag lassen. Sie müsste dann ja alleine die Miete zahlen und Vollzeit arbeiten gehen. Das ist ja "nichts für sie". Das hat sie so gesagt.
Ich bin dann mit diesen Infos zu meinem Anwalt gegangen und er hat mir gesagt, dass das eine ganz miese Situation ist. Wir sind nämlich eigentlich beidseitig auf Kompromisse und Mitarbeit angewiesen. Der harte rechtliche Weg, ist vor allem bei Familienangelegenheiten immer der schlimmste Weg. Es gibt nämlich so gut wie nie einen wirklichen Gewinner, sondern viele Verlierer.
In Bezug auf die Wohnung und den Mietvertrag sieht es ganz schlecht aus.
Der Vermieter darf mich nicht ohne ihre Zustimmung aus dem Vertrag lassen. Wir sind beide gleichberechtigte Mieter. Er darf nicht eigenmächtig entscheiden, dass sie die Wohnung alleine bewohnen will/kann. Und sie wird ja wie gesagt nicht freiwillig zustimmen.
Wenn ich aufhöre Miete zu bezahlen, dann könnte das auch zum Problem werden. Ich bin verpflichtet Miete zu zahlen, solange ich im Mietvertrag stehe. Ganz egal, ob freiwillig oder nicht. Wenn sie nur ihren Anteil zahlt oder gar nichts mehr, dann entstehen Mietschulden. Das kann böse enden. Es kann auch passieren, dass irgendwann die Wohnungskündigung kommt. Das wäre noch schlechter solange der Umgang mit meinem Sohn nicht geklärt ist. Wenn auch das irgendwann vielleicht vor Gericht landet, dann wird mir nicht automatisch etwas positiv angerechnet, nur weil sie etwas negatives gemacht hat. Das kann mir genauso auf die Füße fallen.
Der harte rechtlich Weg, um aus der Wohnung rauszukommen wird sich sehr lange ziehen. Es wird dann nicht zeitnah zu einer Lösung kommen.
Der vorläufige Plan ist, dass er ihr vorschlägt einen unabhängigen Mediator zu beauftragen. In der Hoffnung, dass sie sich darauf einlässt und wir so eine einigermaßen gute Lösung für alles finden. Wohnung, Umgang usw. Wenn sie das nicht zulässt, dann wird es irgendwann alles vor Gericht landen. Der Weg ist aber lang und anstrengend.