Ich finde deine Schilderungen wertvoll, und zwar nicht als Rechtfertigung, sondern um besser einordnen zu können, ob die Tipps, die dir hier der eine oder andere zu geben versucht, auch zur tatsächlichen Situation passen.
Zugegebenermaßen fällt es nicht immer ganz leicht, neutral zu bleiben, denn du mutest deiner Noch-Frau auch ganz schön etwas zu und bist mittlerweile auch sehr egozentrisch und rücksichtslos unterwegs. Das gibst du ja sogar offen zu, dass sie dir eigentlich völlig egal ist. Hier finde ich deine Sicht übrigens kritisch, denn sie ist fester Bestandteil auch des zukünftigen Konstrukts und wird es auch noch viele Jahre bleiben - es sei denn, sie überträgt dir das alleinige Sorgerecht. Falls sie tatsächlich so eine vernachlässigende Mutter in der Vergangenheit war, wie du sie hier dargestellt hast, wäre solch ein sie entlastender Vorschlag ja womöglich auch eine Option?! Womöglich überfordert sie die alleinige Verantwortung für den Jungen ja und hat es auch schon in der Vergangenheit?
Ob sie deine entwertende und kalte Behandlung "verdient" hat ist für uns Außenstehende schwer zu beurteilen. Dass sich User, die aus Sicht deiner Frau Ähnliches erlebt haben, dir gegenüber daher nicht neutral äußern ist völlig normal - auch wenn das vereinzelten Usern, die genau anders herum für alles Verständnis zu haben scheinen, was dir so einfällt, nicht nachvollziehen können. Diese Sicht ist übrigens mindestens genauso... limitiert.
Danke jedenfalls, dass du dich immer wieder erklärst. Vielleicht geht es tatsächlich nicht ohne Tal der Tränen für alle. Das wäre aber wohl genau der Punkt, an dem ich ansetzen würde: Ihr immer und immer wieder, gerne mantrartig, verdeutlichen, dass ihre Verweigerungshaltung vor allem eurem Sohn schadet. Je länger, desto massiver. Vielleicht dringt dann ja endlich mal etwas zu ihr durch, sofern da irgendwo Muttergefühl oder zumindest Verantwortungsbewusstsein schlummert. Ich würde auch nochmal überlegen, ihre Eltern als Vermittler mit ins Boot zu holen. Nicht für dich, sondern für den Enkel wäre es das beste, zügig Klarheit zu schaffen. Da kannst du die als Großeltern ruhig in die Mitverantwortung nehmen, wenn sich schon die Mutter zu entziehen versucht.
Der Anwalt muss natürlich parallel tätig werden. Aber er muss eben tatsächlich tätig werden und nicht nur weiter Infos zusammentragen. Wurde der dir eigentlich empfohlen?