Hallo Blackness,
ich mische mich mal ins Gespräch ein, weil deine Aussagen ziemlich ähnlich wie die meines jüngeren Bruders klingen. Der konnte nicht akzeptieren, dass ihn eine langjährige Bekannte nicht auch als Freundin haben wollte. So fing es an und endete auf dem Umweg über Therapieversuche und Klinikaufenthalt im Suizid. Jahre später fand ich heraus, dass er (ausgelöst durch den Stress, mangelhafte Ernährung, zu viel Computerarbeit etc.) wahrscheinlich schon länger an Zinkmangel litt. Der führt u. a. dazu, dass man weniger stressresilitent ist und bei entsprechenden äußeren Umständen dann in eine Depression gleitet und daraus (weil nichts hilft) in Suizidgedanken bzw. -wünsche.
Zu deiner Mutter: die Wissenschaft hat in den letzten Jahren herausgefunden, dass traumatische Erlebnisse der Eltern und Großeltern auf epigenetischem Weg ins Erbgut eingeschrieben werden können. Ich halte es für denkbar, dass das Ereignis, das bei dir die Beschwerden ausgelöst hat, auch durch diese epigenetischen Einprägungen verstärkt wurde, so dass du "über die Maßen" leidest.
Tipp daher von meiner Seite: Erstmal testen, ob Zinkmangel in Frage kommt (geht nicht im Blut!), da gibt es einen guten, kostenlosen, anonymen Test im Netz (
www.zinktest.de) – und falls das Risiko besteht, eine Zinkkur (ist dort beschrieben, kostet ein paar Euro) und binnen 3-4 Wochen bist du schlauer. Ich habe in den letzten Jahrzehnten viele Fälle beobachten können bzw. davon gehört, wo ein bisschen Zink tatsächlich einen Unterschied zum Besseren gemacht hat – oft auch die Therapiefähigkeit verbessert wurde.
Zweiter Mineralstoff, der mit Suizidgedanken zusammenhängt, ist Lithium. Hier kann eine Ärztin problemlos und preiswert den Wert im Blut messen und dann ggf. mit einem Präparat gegensteuern.
Melde dich gerne hier wieder, wenn du etwas Neues herausgefunden hast oder falls Fragen auftauchen.
Alles Gute!
Werner