Ich bin definitiv nicht auf diese Art und Weise offen für eine normale Kommunikation.
Ich war in der Wohnung und habe meine Sachen zusammengepackt. Sie ist mir wie ein aufgescheuchtes Huhn hinterhergelaufen und hat im Sekundentakt 100 mal gefragt, wie lange das schon geht und wer sie ist. Es war keine andere Kommunikation möglich z.B. bezüglich unseres Sohnes, weil sie ohne Pause diese Fragen gestellt hat. Das ist für mich keine vernünftige Kommunikation, so zwischen Socken und Zahnbürste.
Ich will da nicht mehr mit ihr zusammen wohnen. Das wäre das denkbar schlechteste für unseren Sohn.
Das ist kein Problem, mit Hilfe meiner Eltern und meiner Freundin.
Sie hätte wie gesagt Vollzeit arbeiten gehen können, seitdem unser Sohn 3 Jahre alt war. Das hat sie nicht gemacht. Das war ihre Entscheidung. Ich war nie wochenlang weg, sondern tageweise. Und ansonsten habe ich mich überwiegend um alles was unseren Sohn betrifft gekümmert. Sie soll jetzt nicht behaupten, dass sie nur wegen meinem Job nur 25 Stunden arbeiten konnte. Das war nämlich nie der Grund.
Und Corona ist auch ein schönes Beispiel. Ich war die ganze Zeit zuhause, weil ich nicht arbeiten konnte. Ich habe alles mögliche gemacht. Ich habe mich um unseren Sohn gekümmert, ich habe den Haushalt gemacht, ich habe renoviert usw. Wir hatten aber finanzielle Probleme, weil ich kaum Geld verdient habe. Das hätte sie ändern können. Ich habe stattdessen meine private Rentenversicherung pausiert, weil dafür kein Geld da war.
Die Me-Time hatte sie jetzt in den letzten 9 Jahren mit dem Geld, welches ich verdient habe genug. Wenn ich von der Arbeit kam oder generell zuhause war, dann habe ich alles mögliche übernommen. Ich habe Termine erledigt usw. während sie Me-Time hatte. Oder ich habe abends auf unseren Sohn aufpasst während sie unterwegs war. Alles schön und gut, aber sie soll mir nicht ankommen mit Me-Time.
Ist ja gut, ich will dich jetzt nicht als dauer-abwesenden Vater darstellen.
Aber ich kann mir irgendwie gar nicht vorstellen, daß euer Junge seit er 3 Jahre alt ist, ununterbrochen und ohne Ausfälle von morgens bis abends in Kita und Schule war!
Sorry, aber das ist zumindest hier in Deutschland einfach lebensfremd und unglaubwürdig...
Meine Mutter hat damals auch 25 Stunden gearbeitet, aber trotzdem hatte sie immer was zu tun, ein faules Luxusweibchen war sie ganz sicher nicht, ganz im Gegenteil.
Ein Beispiel, ich erinnere mich noch gut, als Brüderchen und ich noch im Grundschulalter ware, und meine Mutter längere Zeit im Krankenhaus lag.
In dieser Zeit fielen auch noch in der Schule dauernd Stunden aus, ich war oft schon um 11 wieder zu Hause, und mein Vater wurde immer hilfloser und nervöser.
Schließlich ist er zum seinem langjährigen Arzt gegangen, und hat sich für 2 Wochen krankschreiben lassen, damit er das alles schafft mit Haushalt und uns...😏
Übrigens sind solche Befürchtungen, daß sich Vollzeitjob und Kinderbetreuung nicht miteinander vereinbaren lassen, ein Grund dafür daß immer noch Betriebe ungern Frauen auf Vollzeitjobs einstellen: weil die Chefs sich sicher sind, daß in so einer Krise wie z.B. Krankheit und Betreuungsausfall die Mütter lieber die Arbeit vernachlässigen, als die Kinder.