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Mein Freund muss ins Gefängnis

Das hört sich doch ganz gut und reflektiert an, finde ich. Unter diesen Voraussetzungen sehe ich gute Chancen, dass das klappt.

Hat dein Freund aktuell eine feste Arbeit oder macht er eine Ausbildung? Hat er einen guten Anwalt? Vielleicht wäre es für ihn dann sogar möglich, gleich in den offenen Vollzug zu kommen?

Ein Anwalt könnte sich auch dafür einsetzen, dass dein Freund in einem Bereich untergebracht wird, wo er als Homosexueller voraussichtlich nicht so gefährdet ist, angefeindet zu werden. Es kann auch beantragt werden, die Haft in einer bestimmten JVA anzutreten oder dorthin verlegt zu werden, damit Besuche möglichst problemlos möglich sind. Oder den Haftantritt zu verschieben, falls entsprechende Gründe dafür vorliegen.

Du kannst außerdem viel dafür tun, dass dein Freund durch die Haftzeit möglichst wenig an stabilisierenden Faktoren verliert: Dass er seine Wohnung behalten kann beispielsweise, ggf. seine Arbeit, dass seine finanziellen und behördlichen Angelegenheiten betreut werden, seine Angehörigen und Freunde zu ihm halten usw..
Und macht bei den entscheidenden Stellen auch deutlich, dass solch ein stabiles soziales Umfeld besteht!

Falls dein Freund noch keine Ausbildung/Arbeit hat, schaut euch unbedingt schon jetzt nach Möglichkeiten um, was er nach der Entlassung tun könnte, um dann eine gute Perspektive für sein weiteres Leben zu haben. Es wäre gut, wenn dazu irgendetwas Konkretes wie z.B. eine verbindliche Zusage eines Arbeitgebers oder Ausbidungsinstituts vorgelegt werden könnte.

Hat dein Freund soziale Verpflichtungen, sind Angehörige oder nahe Bezugspersonen auf seine Unterstützung angewiesen und ist es wichtig, dass er dieser Verantwortung baldmöglichst wieder nachkommen kann? Dann legt das nachvollziehbar dar.

Wenn dein Freund eine andere Person geschädigt hat, kann sich auch eine überzeugende Entschuldigung, das Angebot einer Entschädigungszahlung u. Ä. positiv auswirken.

Im Vollzug muss er sich natürlich vorbildlich verhalten, kooperieren, sich nicht provozieren lassen, keine Aggressionen zeigen usw..

Je deutlicher gleich von Anfang an ist, dass dein Freund seine Tat sehr bereut, entschlossen und intensiv an einem zukünftig straffreien Leben arbeitet und die Voraussetzungen dafür gut sind, desto besser sind seine Chancen, einen günstigen Vollzugsplan zu erhalten. Auch wenn er erstmal in den geschlossenen Vollzug kommt... vielleicht gibt es dann bald Lockerungen oder er kann sogar zeitnah in den offenen Vollzug wechseln, wenn gute Gründe dafür vorliegen (Erwerbstätigkeit/feste Beschäftigung tagsüber) und es ihm aufgrund des positiven Eindrucks, den er vermittelt, zugetraut wird. Und die letzten Monate sollten eigentlich auch zur Bewährung ausgesetzt werden können, wenn alles gut läuft.

Garantien dafür gibt es nie, es kommt letztendlich immer auf die Personen an, die die Entscheidungen treffen. Aber ihr könnt zumindest viel dafür tun, seine Chancen zu erhöhen.

Lasst euch von einem Anwalt mit Erfahrung in diesem Bereich gut beraten, damit ihr alle Möglichkeiten ausschöpfen und beste Voraussetzungen schaffen könnt. Und du könntest dich außerdem auch mal nach einer Angehörigengruppe umsehen, wo du Unterstützung und hilfreiche Ratschläge erhalten könntest.

Viel Glück dabei! 🍀 🙂


Er hat zum Glück einen sehr, sehr guten Anwalt. Seine Eltern haben dafür gesorgt. Er kann sich sehr glücklich schätzen, dass es nur 1 Jahr geworden ist. Das hätte auch anders aussehen können. Der Anwalt hat schon alles getan, was er konnte. Es wird daher nicht möglich sein, dass er direkt in den offenen Vollzug kommt. Vielleicht zum Ende hin.

Er muss sich um alles „draußen“, soweit auch keine Sorgen machen. Ich stehe hinter ihm und seine Familie auch. Wir werden alles nötige in der Zeit regeln.

Er hat leider keinen Schulabschluss, keine Ausbildung und aktuell auch keine Arbeit. Er hofft, dass er während der Haft die Möglichkeit hat, irgendwas dort zu machen oder zu lernen.
 
Im Vergleich zu anderen Ländern sicherlich.
Ob man das aushält und vor allem wie ist wiederum sehr individuell. Ein Spaß ist es nicht und wenn du mal die Augsburger Gefangenen fragst, erzählen dir womöglich hanebüchene Geschichten, bei denen dir die Ohren schlackern. Der Fall ist ja quasi noch warm - der Skandal gerade hochgekocht.
Gerne auch noch ein bisschen hiervon: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-08/gefaengnis-gewalt-haeftling
Hallo Pfefferminzdrops,
ich denke, du weißt, dass ich deine Beitrage hier gerne lese.
Aber ist es hier nötig, die Angst des TE auch noch mit sowas zu schüren?
Und "gerne auch ein bisschen hiervon" - das klingt für mich schon fast ein bisschen, als würde dir das Spaß machen 😳 - ich hoffe, dass meine Wahrnehmung mich hier täuscht!

Wenn du kein Mitgefühl hast, schön und gut, kann man nicht erzwingen, aber warum schreibst du dann überhaupt?

Und die Angst des TE auch noch zu stärken, und so ein moralisierender Schlußsatz...
ich weiß nicht....
hier schreibt jemand, der Angst um seinen Liebsten hat, nicht der zukünftige Insasse selbst,
und von dem wir ja auch gelesen haben, dass er die Tat bereut und seine Strafe als gerechtfertigt ansieht.

Kann uns doch egal sein, wie die Beziehung ist, wie lange die schon zusammen sind und pipapo.
Er liebt ihn halt, und ist im hier und jetzt verzweifelt und in Sorge.
Ist da ein bisschen Rücksicht auf den TE wirklich zu viel verlangt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich möchte nicht auf Deinen Partner und seine Gefühle eingehen, sondern auf Dich.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Dir das Jahr sehr sehr lang vorkommt. Ihr seid frisch zusammen, alles ist noch rosarot und aufregend, und dann muss er so lange weg. Das ist natürlich hart.

Bitte sprich trotzdem über Deine Ängste und Sorgen und Gefühle. Beziehung bedeutet ja auch, dass ihr beide einen Platz in eben dieser habt. Und vielleicht tut es ihm auch gut, zu wissen, was in Dir vorgeht.

Ansonsten könnt ihr euch Briefe schreiben, Bilder malen und schicken, euch 1x im Monat sehen (was natürlich nicht viel ist, ich weiß) und....durchhalten.

Vielleicht wollt ihr, bis er gehen muss, viele Fotos von euch machen? Dann könntet ihr euch so einen Kalender machen, in dem ihr jeden Tag abhakt, der geschafft ist? Sowas würde ich in der Situation vermutlich machen.

Nur Mut 🍀
Es ist eine schwierige Situation für Dich, aber Du wirst sehen, Du wächst da rein und wirst es schaffen.
 
Es ist ca. 1 Fahrstunde von mir entfernt. Das werde ich einmal im Monat schaffen.



Bevor es noch weitere Mutmaßungen und Spekulationen gibt. Er muss wegen Raub und Körperverletzung ins Gefängnis.
Ja. Das ist krass. Auch krasser, als ich angenommen hatte.
An meiner Meinung ändert das aber nichts.
Für mich zählt die Reue und dass er seine Strafe akzeptiert.
Das möchte ich dir noch mal ausdrücklich hier lassen.
 
Hallo Pfefferminzdrops,
ich denke, du weißt, dass ich deine Beitrage hier gerne lese.
Aber ist es hier nötig, die Angst des TE auch noch mit sowas zu schüren?
Und "gerne auch ein bisschen hiervon" - das klingt für mich schon fast ein bisschen, als würde dir das Spaß machen 😳 - ich hoffe, dass meine Wahrnehmung mich hier täuscht!

Wenn du kein Mitgefühl hast, schön und gut, kann man nicht erzwingen, aber warum schreibst du dann überhaupt?

Und die Angst des TE auch noch zu stärken, und so ein moralisierender Schlußsatz...
ich weiß nicht....
hier schreibt jemand, der Angst um seinen Liebsten hat, nicht der zukünftige Insasse selbst,
und von dem wir ja auch gelesen haben, dass er die Tat bereut und seine Strafe als gerechtfertigt ansieht.

Kann uns doch egal sein, wie die Beziehung ist, wie lange die schon zusammen sind und pipapo.
Er liebt ihn halt, und ist im hier und jetzt verzweifelt und in Sorge.
Ist da ein bisschen Rücksicht wirklich zu viel verlangt?
Tut mir leid, wenn ich in deinen Augen hier zu schonungslos geschrieben habe. Es ging mir nicht darum, Ängste zu schüren. Ich finde es allerdings auch nicht wirklich zielführend, die Augen vor der Realität zu verschließen und dass ein Gefängsnisaufenthalt hier so dargestellt wird, als sei es eine kurze Auszeit, bei der man eine Zeitlang zwangsweise räumlich getrennt ist und das ist es. Damit ist auch niemandem geholfen - es wäre naiv zu denken, dass der Aufenthalt den Freund nicht prägen wird. Und nützt es dem TE dann, wenn hier breit erzählt wird, dass man es sich dort auch schön machen kann, die Zeit schnell vorbei geht und dann alles gut ist? Wohl kaum. Er sollte damit rechnen, dass er einen veränderten Menschen zurück bekommt. Was die beiden daraus dann machen wird sich zeigen.

Wahrscheinlich ticke ich aber eben auch so, dass ich selber keinen Sand in die Augen gestreut bekommen möchte. Und das nahm hier doch schon überhand.

Tatsächlich halte ich die Sorgen des TE für berechtigt. Tut mir leid, wenn ich jetzt die Quote versaue. 🤐
 
Ein Mensch der keinen Schulabschluss hat, der keine Ausbildung hat, keine Arbeit hat und andere Menschen ausraubt und zuschlägt. Nun denn. Wie stellt er sich denn sein Leben vor. Ich würde vor dem Tpen laufen soweit die Füße tragen. Der hat doch in seinem Leben nichts, absolut nichts, auf die Reihe bekommen. Außer, dass er sich jetzt den Knast von innen ansehen kann.
 

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