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Autobiographie meines Vaters, in der er mich mit vollem Namen und Geburtsdatum nennt und noch mehr…

Ich verstehe, dass dich das tief verletzt.
Es ist nicht nur, dass er das schreibt, sondern, dass er das so empfindet.
Ich würde auf Abstand gehen und meinen Mann als meinen " Anwalt" und Beschützer hinschicken, der deinen dad mal ordentlich faltet.
Ist ein bisschen old school, wirkt aber wunder
Danke für deinen Post. Solche Nachrichten bestärken mich darin, dass ich nicht ganz falsch liege. Das mit dem Mann als Anwalt ist schon ansatzweise passiert, aber mein Vater ist aus Granit, da kann man nix falten.
 
Boah, ist das ein heftiger Brocken.

Das erinnert mich an einer nazistische Persönlichkeit...

Ich schließe mich meinen Vorschreibern an. Kommt Dein Vater nicht zur Einsicht, muss zu Deinem Schutz juristisch nachgeholfen werden

Was für eine perfide Sache

Kolya
 
Deinen Ärger kann ich voll und ganz nachvollziehen.

Ganz so eindeutig ist die Lage im Fall von Autobiografien allerdings nicht. Autobiografien beschreiben immer subjektive Sichtweise der Dinge und laufen häufig auf eine Art „Abrechnung“ hinaus.

Nun stellt sich die Frage, ob Personen in dem Werk verunglimpft und beleidigt werden. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht schützt Personen insbesondere vor verfälschenden oder entstellenden Darstellungen. Es darf der Ruf nicht geschädigt und keine falschen Aussagen über sie gemacht werden. Nennung von Personenbezogenen Daten (wurde das Geburtsjahr auch genannt oder nur der Tag und Monat?) geht allerdings nicht, die Nennung von Klarnamen ist in diesem Zusammenhang sicher problematisch.

Will man sich dagegen wehren, muss man leider selbst aktiv werden. Zunächst von einem Fachanwalt für Medien- oder Presserecht beraten lassen und dann eventuell eine schriftliche Aufforderung an deinen Vater, das Werk nicht mehr zu verbreiten. Wenn er sich allerdings nicht daran hält, kannst du es nur mit einer Unterlassungsklage versuchen. Die Kosten für Gericht und Anwälte zahlt die unterlegene Partei.

Das Ganze ist dann sicher mit nervigem Aufwand, Stress und Ärger verbunden. Du musst für dich abwägen, ob die Geschichte es wert ist und ob du dir diese Belastung zutraust.
 
Trotzdem, die Nennung des vollständigen Namens und des Geburtsdatums ist ja wohl gegen jeglichen Datenschutz. Ich bin mir sicher, dass kriegst du in jedem Fall weggeklagt.

Schadensersatz gibt es eigentlich nur, wenn auch ein Schaden in finanzieller Höhe entstanden ist. Zb wenn du deswegen jetzt deine Wohnung verlierst und ein paar Tage im Hotel wohnen musst auf eigene Kosten. Dann könntest du deinen Vater auf SE in Höhe der Hotelkosten verklagen. Aber was auf dem Gebiet der üblen Nachrede möglich wäre, fände ich schon spannend. Ich würde mich auf jedenfall beraten lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Niemand muss wissen, wie meine Geburt abgelaufen ist
Obwohl ich Dich verstehen kann, sage ich Dir gleich schon: Dagegen vorzugehen, kannst Du Dir sehr wahrscheinlich sparen. Denn eine Geburt ist etwas, das vorrangig die Eltern betrifft, nicht das Kind.
Vor Jahren hat schon mal ein Kommunalpolitiker gegen einen Verleger geklagt und verloren, da ging es um den Hergang seiner Geburt.
 
Auch „liest doch eh keiner“ ist nicht hilfreich.
Du bist zwar namentlich erwähnt, auch dein Geburtstag steht da drin, das ist für Leser absolut nicht real, die nehmen natürlich an, dass das keine echten Daten sind.
Man muss auch hinterfragen, warum du solche Bedenken hast, es ist niemand hier auf der großen Welt, der das gegen dich verwenden wird, schon gar nicht Menschen aus anderen, fernen Ländern.

Betrachte das als : na und.... dann bist du sicher besser dran als wenn du das an die große Glocke hängst.
 
Auch wenn es ein Selbstverlag ist, dennoch gehört das Unternehmen jemandem. Ich würde auch versuchen mich an die zu wenden.

Du brauchst dringend juristischen Beistand.

Das ist wirklich das Letzte. Als Mutter möchte ich bei sowas kotzen, wenn ich das lese. Würde mein Mann das den Kindern antun, er hätte die Scheidung auf dem Tisch und ich würde ihnen höchst persönlich den Anwalt zahlen, damit sie ihn vor Gericht zerren. Echt übel.

Wieso soll er belangt werden? Es ist ein schreckliches Verbrechen, wenn man mal offen ist und seine Sicht erzählt? Wozu dieser Schrecken? Das ist eine Geschichte, die doch überall vorkommt und weder pikant, noch zu verurteilen ist. Der Mann hat das so gesehen, so geschildert, soll er, es ist nur ein Buch, mehr nicht, das erzählt, was Menschen so durchmachen.
 
Wieso soll er belangt werden? Es ist ein schreckliches Verbrechen, wenn man mal offen ist und seine Sicht erzählt? Wozu dieser Schrecken? Das ist eine Geschichte, die doch überall vorkommt und weder pikant, noch zu verurteilen ist. Der Mann hat das so gesehen, so geschildert, soll er, es ist nur ein Buch, mehr nicht, das erzählt, was Menschen so durchmachen.
Mach dich mal besser über juristische Gegebenheiten schlau, bevor du hier so einen Unsinn schreibst.

Wenn ich reale Personen in einer Geschichte verwende - wie sehr muss ich sie verfremden? (autorenforum.de)
 

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