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Ich schaffe es nicht mehr

Liebe @°grisou° , liebe @Walin , lieber @Hr. Pinguin , lieber @CasperH, liebe @Rikachan
Danke für eure Beiträge und Reaktionen...... dass diese Verzweiflung nicht ungeachtet blieb ist irgendwie....... gut......
ich bin erst dabei wieder aufzutauchen..... hatte gestern auch einiges an Beruhigungsmittel nehmen müssen...
Ich melde mich zu einem späteren, stabiliern Zeitpunkt.
 
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Ich weiß, ich kenne das auch. Und die sind damit überfordert, die sind nicht ausgebildet.
Das ist ein sehr grosses Problem.
... und mein EIndruck ist, ich bin mir nicht sicher, ob die schon mal von Dissoziation gehört hat, aber sicher wusste sie nicht genau, wie sich das äußert.
Das ist schlimm. Ich frag mich oft, was schlimmer ist, das, was ich als Kind erlebt habe oder das, was man heute in Einrichtungen erlebt, die spezialisiert sein sollen, Menschen zu helfen?
Wir haben viele Parallelen, vor allem dass es bei mir auch schon so lange (22 J.) geht und ich keine Hilfe in Form von Therapie finde, egal, was ich tue, ich bin hochaktiv, aber nichts klappt.
Dito. Ich.... kämpfe unermüdlich und probiere alles nur Erdenkliche. Es reicht nicht.
Da sagen die Therapeuten, "ach bei Ihnen müsste ich ja jede Woche Supervision machen" oder "Das ist mir zu schwerwiegend, zu traurig, zu aussichtslos" u.a.
Ohne Worte..... bei mir machen sie es so: sie lassen mich am Telefon bei der ersten Kontaktaufnahme 15 Minuten über meine Probleme erzählen um danach zu sagen, "tut mir leid, ich habe keinen Therapieplatz frei", was übersetzt das Gleiche heisst, "du bist mir zu anstrengend".
Ich wünsche dir dennoch, dass du niemals aufgibst.
Danke, so wie es jetzt ist, kann es nicht weiter gehen. Das halte ich nicht lange aus.

Ich lese dich. Kotz dich aus. 🙂
Danke fürs Verständnis und fürs Lesen.
harter Toback, auch mir geht es manchmal so, naja mir hilft es manchmal, darum zu wissen das nicht jeder Tag gleich ist, auch wenn viele scheisse sind, gibt es durchaus auch Gute...
Dieses Wissen fehlt. Es fühlt sich für immer an, auch wenn es schon 1000 Mal wieder besser wurde. Scheint nicht verknüpft, diese Erfahrung.
fühl dich gedrückt
Danke
Ich weiss nur an irgendeiner Stelle das es wieder vorbei geht und nehme meine Medi und Bedarf ein.
Das probiere ich auch. Aber seit der Trennung ist nichts mehr, wie es war.

ich habe erst die letzten Tage verstanden, wie es Dir wirklich geht, was in Deinem Leben los ist und das tut mir sehr leid.
DAnke.... ja, es könnte beschissener nicht sein 🙁
 
Zuletzt bearbeitet:
bei mir machen sie es so: sie lassen mich am Telefon bei der ersten Kontaktaufnahme 15 Minuten über meine Probleme erzählen um danach zu sagen, "tut mir leid, ich habe keinen Therapieplatz frei", was übersetzt das Gleiche heisst, "du bist mir zu anstrengend".
Das kenne ich auch! Sie wollen erst wissen, worum es geht. Sobald sie hören, dass es chronisch ist oder komplex, wird schon abgelehnt. Du lebst in der Schweiz, oder? Hätte nicht gedacht, dass es da auch so ist 🙁
 
Ja, bin in der Schweiz. Doch, ganz schlimm hier auch.ich denke ja immer, dass das Traumaverständnis in D besser ist....
@Walin
Es ist einfach so schlimm..... wir wollen doch nur unseren Leidensdruck etwas verringern 😢.
 
Ich kann das nur unterschreiben.

Für mich auch noch eine wichtige Sache, die Forschung entwickelt sich schon weiter und auch rasant, es gibt so viele neue Erkenntnisse, aber durch die Bürokratie dauert es ewig, bis der Patient/die Patientin auch davon profitiert.

Obwohl man heute weiß, dass Trauma über den Körper aufgelöst werden muss und Gesprächstherapie im Grunde oft eher kontraproduktiv ist, gibt es keine anerkannte Körpertherapie bzw. so wenig Plätze und so wenig ausgebildete Therapeuten.

Dann kommt noch hinzu, dass Therapie in Deutschland im Schnellverfahren ablaufen soll. Trauma aber eben seine eigene Zeit braucht und jede Begrenzung bedrohlich ist. Ende des Jahres muss ich auch wieder um meine Ergotherapie kämpfen. Ich habe jetzt schon Angstzustände. Also flammt die Angststörung wieder auf, die ich eigentlich eine Weile ganz gut im Griff hatte. Das ist völliger Irrsinn.

Das frustriert mich gerade auch sehr.
 
@Winternacht ich finde schon, dass es sich viele Behandelnde leicht machen.

Obwohl man heute weiß, dass Trauma über den Körper aufgelöst werden muss und Gesprächstherapie im Grunde oft eher kontraproduktiv ist, gibt es keine anerkannte Körpertherapie bzw. so wenig Plätze und so wenig ausgebildete Therapeuten.
Genau das.
Wir lohnen nicht genug, wir Traumatisierten. Letztlich ist es wieder ein Geschäft. Das dürfte nicht sein.
Meiner Meinung nach ist das Behandlungssystem unflexibel und starr. Man hört sich zwar den Patienten an, scheint aber nicht fähig sich individuell auf diesen einzustellen. Stattdessen wird lieber zur Medikamentenkeule gegriffen.
Erlebe ich auch so.
 
Ich erlebe es in der Schweiz anders. Ich war in den letzten Jahren in einer Privatklinik "Stammgast". Kleine Klinik, alles überschaubar, gute Arbeitsbedingungen, viele Extras. Die Pflegenden und Ärtztinnen waren sehr entspannt, stets für einen Scherz zu haben.
Aber man kann nicht sagen, dass sie sich darum scherrten, dass es mir besser geht. Sie versuchten weniger zu verstehen, als dass sie sehr schnell dabei waren zu urteilen.

Es freut mich, dass du andere Erfahrungen gemacht hast. Ich gönne es jedem, gut und empathisch behandelt zu werden.
Die Schweiz ist, was komplexe Traumafolgestörungen angeht, noch weniger weit als Deutschland.

Wir hatten keine Kriege, keine ganzen Generationen, die traumatisiert waren.
Wir sind das Land des Erfolgs, des guten sorglosen Lebens. Die Leute kommen hierher, um Karriere zu machen. Wir haben sehr viele topausgebildete Ausländer, eben auch viele Deutsche, gerade in der Psychiatrie. Ärzte, Pfleger, Psychologinnen.

Wir sind das Schlaraffenland Europas für alle Erfolgshungrigen, organisiert, durchdacht, zielstrebig und endlos verwöhnt.
Wohlstand und Sicherheit lassen den Menschen auch selbstbezogener und oberflächlicher werden. Sehr viele Leute wissen gar nicht mehr, was echte Probleme sind. Das ist ja gut. Aber damit geht auch die Empathie flöten.
Dumm nur, wenn du in so einer Nation eine solche "Krankheit" hast wie ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiss nicht, wozu ich kämpfe, warum ich aufstehe, wozu ich überhaupt irgendetwas mache.
Es ist so sinnlos. Ich bin so verdammt aggressiv unterschwellig. Ich war nie eine aggressive Person, das hat die "Therapie" aus mir gemacht. Hammer!!! Echt, geniale Arbeit. Ich könnte explodieren, ich halte mich selbst nicht aus. Ja, man kann einen Menschen verrückt werden lassen in Therapie. Ja, man kann Leute geradezu in den Suizid treiben. Das alles passiert. Und wer trägt Verantwortung?
Mein Dasein ist so sinnlos, so mühseling und einsam, ich will es nicht mehr.
Ich wünschte, ich wäre einfach weg.
 

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