Wie soll man sich da noch in den Spiegel schauen können?
Wie will man von seinem Partner Ehrlichkeit, Respekt und Fairness erwarten, wenn man selbst zu solch miesen Tricks greift?
Ich verstehe nicht, wieso hier teilweise so argumentiert wird, als wäre der zukünftige Vater ein Verbrecher, dem die schlimmsten Bösartigkeiten zuzutrauen sind und die es schon jetzt mitzubedenken und präventiv zu verhindern gilt.
Ja, Beziehungen können scheitern und ja, manchmal kann das zu konfliktreichen, schwierigen und sogar richtig schlimmen Situationen führen.
Aber gegenwärtig reden wir hier über den Partner der TE. Sie sind ein Paar. Woher kommt diese Vorverurteilung, das Misstrauen und all die implizierten Unterstellungen?
Brennen da bei manchen User*innen die Sicherungen durch, weil das Herkunftsland des Mannes genannt und verstaubte Begriffe wie "Ehre" ins Spiel gebracht wurden.
Aber ganz ehrlich, Leute, in Deutschland war es über Generationen nicht nur üblich, sondern weit verbreitet und kommt auch heute noch vor, dass deutsche Väter ihren Vornamen an ihre Söhne weitergeben und die wiederum an ihre Söhne. Alles nur aus Eitelkeit und, genau, Ehre. Und ich bin mir sehr sicher, dass genau die Argumentation auch unter werdenden deutschen Elternteilen genutzt wird, um durchzubringen, dass der Nachwuchs den eigenen Nachnamen bekommt (oder der Partner/die Partnerin den Namen bei einer Eheschließung annimmt).
Wenn "Ehre" also im Zusammenhang der Entscheidungsfindung als Argument genannt wird, diskutiert man das mit seinem geliebten Partner aus, argumentiert seine Haltung, hört dem anderen zu und versucht gemeinsam einen Weg zu finden. Total Banane, vor welchem kulturellen Hintergrund.
Es gibt echt keinen Grund so ein verlogenes Schmierentheater zu rechtfertigen. Macht man das in Zukunft auch bei anderen schwierigen Entscheidungsfindungen? Den anderen für dumm verkaufen, um durchzubringen, was man selbst für richtig hält? Was ist das für ne Basis für eine Beziehung?