Ich habe den Verdacht das der Narzissmus Vorwurf und meine Verhaltensaenderung (nicht mehr auf ihr Silent Treatment zu reagieren) so viel kaputt gemacht hat das es fuer Liebe, Naehe, usw. ihrerseits nicht mehr reicht. Durch die Blume hat sie mir mal gesagt das sie mir nicht mehr traut.
Sie will es sich jedoch nicht eingestehen denn dann muesste sie zugeben das sie nicht darueber hinweg kommt.
Mit der Information würde ihr Verhalten irgendwie Sinn ergeben. Wenn das Vertrauen weg ist, würde ich mich wahrscheinlich auch distanzierter Verhalten.
Vielleicht denkt sie sich auch, dass du selber merken und was machen musst, selbst wenn sie sagt, es ist alles in Ordnung. Sie geht davon aus, dass du sie so gut kennen musst, dass du schon weißt was los ist und was du machen musst. (Du hattest irgendwo geschrieben, dass die davon ausging, dass du selber wissen musst, warum sie z.B. sauer ist und was du "falsch" gemacht haben könntest.)
Kann mir gut vorstellen, dass die Sachen die du gesagt hast, sie sehr getroffen haben, aber anstatt sich mitzuteilen, zeigt sie dir ihren Unmut.
Vielleicht hat sie Angst, wenn sie ihre Schwächen und Verletzungen zu gibt, wie du darauf reagierst. Da du schon mal, aus ihrer Sicht, unemphatisch reagiert hast, hemmt sie das evtl.
Ein Ansatz könnte es sein, ihr Vertrauen wieder aufzubauen und versuchen auf empathische Weise mit ihr zu reden.
Z.B.: "Es tut mir leid, dass ich dir damals harte Dinge an den Kopf geschmissen habe, ich war da leider nicht in der Lage mich vernünftig und empathisch auszudrücken. Ich hatte oft das Gefühl, dass du ein Verhalten von mir erwartest, welchem ich nicht gerecht werden konnte, da ich nur meine eingeschränkte Sicht habe, so wie jeder andere auch. Darum brauche ich dein mitwirken, in dem du dich mir mitteilst, wenn du etwas nicht gut findest. Dein Verhalten, wenn ich nicht wusste was los ist, du es mir dann nicht mitteilst und mich mit Schweigen strafst, hat mich sehr getroffen. Mit der Zeit habe ich mich dann zurückgehalten und es ignoriert. Aber ich möchte gerne an unserer Beziehung arbeiten. Mein Wunsch ist es, dass wir lernen miteinander besser umzugehen, einander zu verstehen und das wir über alles offen und ehrlich reden können. Darum würde ich dich bitten, mir ehrlich mitzuteilen, was mit dir los ist und mir die Möglichkeit geben, an den Dinge zu arbeiten. Genauso wünsche ich mir, dass du auch meinen Wunsch berücksichtigst, die Dinge anzusprechen und mich nicht mit Schweigen zu strafen."
Kann natürlich sein, dass du es schon auf ähnliche Weise versucht hast. Ich finde es schwierig, wenn der andere Teil dicht macht und somit die Möglichkeit, auf ein gemeinsames daran arbeiten, irgendwie verwehrt bleibt.
Dazu stelle ich mir vor das wenn ich ploetzlich sehr sehr krank waere, wie ich auf mein Leben blicken wuerde und ich habe wirkliche Angst davor sagen zu muessen, das ich die letzen Jahre bereuen wuerde. Die jetzige Situation ist fuer mich keine Beziehungsgrundlage auf Dauer.
Den letzten Satz würde ich deiner Frau sagen. Sie sollte wissen wie ernst die Lage ist und ihr sagen, dass du ihr die Möglichkeit geben willst, dass ihr gemeinsam an der Beziehung arbeitet. Wenn sie das nicht will, sagt das nicht schon alles, was du wissen musst?
Das ist etwas worueber sie sehr, sehr ungern redet da es ihr peinlich ist. Ich denke das ist auch der Grund warum sie fast Angst vor Therapie hat, da oft die Kindheit thematisiert wird.
Sie sollte wissen, dass es ihr frei steht, worüber sie in der Therapie redet. Sie wird da zu nichts gezwungen.