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Ich schaffe es nicht mehr

Liebe Enie, es ist nie alles sinnlos, und es gibt immer einen Weg.

Du magst Tiere und hättest gerne einen Hund? Dann ab ins Tierheim. Hol Dir so eine arme Kreatur und gib ihr ein Zuhause. Sie wird Dir mehr zurückgeben, als Du von Menschen je bekommen hast. Ein Hund ist das beste Antidepressivum der Welt.
Ich wohne an einem Ort, wo Tiere nicht erlaubt sind.
Ich habe auch Angst, dem Tier mit meiner Depression nicht gerecht zu werden. Dann habe ich zusätzlich noch Schuld..... Das fehlt mir grad noch in meiner Situation.
 
Hm tut mir leid. Vielleicht solltest du dir öfter Pausen gönnen und öfter Mitleid mit dir haben.
Ich war auch Mal schwer depressiv. Mir hat es geholfen negative Gedanken nicht mehr zu glauben. Manchmal zu hinterfragen. Und Atemübungen.
Hm. Wie meinst du das mit dem Mitleid?
Pausen mache ich recht viele.
Atemübungen mache ich oft. Auch unterwegs.
Das mit dem nicht glauben klingt abstrakt für mich. Was soll ich dann glauben?
 
mein Text wurde unterbrochen, aber es geht hauptsächlich auch bei dir um dieses Unterbrechen lernen, mitten drin in solchen Fantasien unterbrich und komm drauf, dass du leidest, weil du dich da hineinversetzt hast gerade.
Glück ist ja auch nur eine Idee, in die man sich begibt. Oder Liebesdenke, oder Horrordenke usw.
Wie bei einem Zug, wo die Lok hinfährt, dahin folgen die Waggons. Weichen stellen muss man lernen, seine Gedanken umlenken lernen. Das kannst du genau so leicht, wie dich in solche Gefilde zu verfrachten, übe es.
Trink zb ein Glas glasklares Wasser und denke dir aus, das ist wie wenn du ein Kraftwasser trinkst. ( ist es auch).
 
Liebe @°°°abendtau°°°

Danke für deine mitfühlenden Worte und für die Nachfrage.
Es geht mir nicht so gut, da jetzt noch die, Trennung von meinem Freund dazu gekommen ist.
Ich bin sehr viel alleine, verbringe die, Tage allein und verliere mich zT sehr.
(...)


Hallo liebe Enie,
ich kann nur kurz vorbeischauen. Antworten tu ich Dir dann heute Abend oder Morgen ganz in Ruhe. Heute geht das bei mir nicht so gut.

Liebe Grüße, der abendtau. 😉
 
Liebe Enie,
ich habe Dein Eingangsposting gelesen und dachte: "Ja, Himmel, das ist doch wirklich kein Wunder." Du hast gerade eine sehr schwierige Trennung hinter dir. Das wundert mich nicht, dass Du keine Kraft mehr hast.

An Deiner Stelle würde ich auf der Couch liegen, Decke über dem Kopf und mir die Augen ausheulen.

Hm. Wie meinst du das mit dem Mitleid?
Hast Du nicht gerade im Moment allen Grund an der Welt zu verzweifeln? Vielleicht ist es im Moment einfach nicht die Zeit, dagegen zu kämpfen, sondern dich auf der Couch einzukuscheln oder eine Zeitung zu zerreißen?

Das mit dem nicht glauben klingt abstrakt für mich. Was soll ich dann glauben?
In der Borderline-Therapie lernt man zwei wichtige Sätze:

Ich bin nicht meine Gefühle. Ich bin nicht meine Gedanken.

Unsere Gefühle sind Botschaften darüber, wie unser Stand in der Welt gerade ist. Trauer, Depressionen können dafür stehen, dass man überfordert ist. Depression ist oft das Zeichen für "ich brauche eine Veränderung".

Aus unseren Gefühlen entstehen die Gedanken. Wenn wir dunkle Gefühle haben, haben wir auch dunkle Gedanken. Und wenn wir uns in dunkle Gedanken begeben, uns zu viel mit den negativen Dingen des Lebens beschäftigen, werden aus dunklen Gedanken dunkle Gefühle.

Beides beeinflusst einander.

Ich weiß, man geht mit Depressionen nicht einfach raus und verbringt einen lustigen Tag. Es fehlt an der Stelle die Verbindung von Gedanken und Gefühle. Dem Gehirn fehlen entsprechende Botenstoffe. Aber der Gedanke kann dabei helfen, die Schwere vorbei ziehen zu lassen und sich nicht damit zu identifizieren.

Wir sagen "ich bin traurig". Im Irischen heißt es "die Traurigkeit ist mit mir".

Ich denke, das ist das, was hier gemeint ist.
 
Hm. Wie meinst du das mit dem Mitleid?
Pausen mache ich recht viele.
Atemübungen mache ich oft. Auch unterwegs.
Das mit dem nicht glauben klingt abstrakt für mich. Was soll ich dann glauben?
Google Mal Affirmationen da kannst du dir eine raussuchen. Aber eine die für dich passt.
Na dann. 🙂 Vielleicht eher trösten als Mitleid. Beides geht. Ich kann dir das nicht sagen, da kannst auch im Internet suche tröstende Wörter oder Sätze. Vielleicht fällt dir selbst etwas ein. Sage die Sätze in deinen Gedanken auf und schaue ob du sie zulassen kannst.
Glauben ist auch ziemlich abstrakt. Warum glaubst du daran an was du aktuell glaubst? Manches ist aus Erfahrungen aber manches reden wir uns nur ein oder aus starken Emotionen. Es ist natürlich doof wenn man an nix mehr glaubt , aber es ist eine Erleichterung. Wenn du an nichts mehr glaubst, kannst du dich entscheiden an was gutes zu glauben.
Naja Gib dir das was dir fehlt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wohne an einem Ort, wo Tiere nicht erlaubt sind.
Ich habe auch Angst, dem Tier mit meiner Depression nicht gerecht zu werden. Dann habe ich zusätzlich noch Schuld..... Das fehlt mir grad noch in meiner Situation.
Falls das nicht in Deinem Mitvertrag festgelegt ist, darf die Haltung eines Hundes oder einer Katze nicht verboten werden.

Mit einem Hund an Deiner Seite hast Du keine Zeit dafür, depressiv zu sein. Der muss Gassigehen, gefüttert und bespaßt werden, er braucht Fellpflege und ganz viele Streicheleinheiten. Und oft auch Erziehung, wobei da manchmal die Frage ist, wer wen erzieht.

Irgend jemand hat es hier schon geschrieben: Wenn Du selbst keinen Hund halten kannst, dann geh' in ein Tierheim. Die armen Kerle freuen sich über jeden Gassigänger, und die Katzen über jeden, der sie streichelt und beschmust. Du kannst so viel Freude schenken, und Du kannst herausfinden, ob ein eigenes Tier für Dich richtig wäre.

Ich weiß leider nicht genau, warum es Dir so schlecht geht, habe nur etwas von einer Trennung gelesen, aber vielleicht ist das ja nicht alles. Aber mein Patentrezept gegen Depressionen aller Art ist, anderen zu helfen, denen es noch schlechter geht als einem selbst. Und die gibt es immer...
 
Liebe @°grisou°

Ja stimmt,das mit der Trennung ist auch hart.
Das mit dem Trauern.... diese, Gefühle kommen und gehen. Manchmal muss ich ganz plötzlich weinen. Dann lass ich es zu.
Hast Du nicht gerade im Moment allen Grund an der Welt zu verzweifeln? Vielleicht ist es im Moment einfach nicht die Zeit, dagegen zu kämpfen, sondern dich auf der Couch einzukuscheln oder eine Zeitung zu zerreißen?
Diesen Grund habe ich schon länger, ja, momentan grad noch etwas mehr.

Die Borderline-Therapie habe ich ca. 15 Jahre lang gemacht. Bis man erkte, dass ich kein Borderline habe und die DBT deshalb nur beidingt greift. Shit happens. Was du erwähnt, ist mir also bekannt. Theoretisch.
Ich weiß, man geht mit Depressionen nicht einfach raus und verbringt einen lustigen Tag. Es fehlt an der Stelle die Verbindung von Gedanken und Gefühle. Dem Gehirn fehlen entsprechende Botenstoffe.
genau. Bei mir kommt irgendwann Dauerdissoziation, wenn der Stress zuviel wird. I
Wir sagen "ich bin traurig". Im Irischen heißt es "die Traurigkeit ist mit mir".
Wie treffend formuliert. Man ist nicht Trauer.
 

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