A
Ausnahmsweise
Gast
Nix für ungut, aber wie viele kennst du, wo das tatsächlich gut funktioniert?
Offene Beziehung sollte wenn, dann von Anfang an vereinbart sein und nicht, weil einer quasi sein "Soll" nicht mehr erfüllen kann.
Ich weiß genau was die ganzen Frauen hier schreiben wenn ein Mann das geschrieben hätte. Also, das die Frau krank ist , er aber weiterhin vögeln möchte. Egal...
Mir tut der Mann einfach nur leid.
Wie der Fall hier liegt, kann ich nicht beurteilen. Was ich jedoch sagen kann:
Es kann funktionieren, auch wenn nur ein Part die Öffnung dee Beziehung nutzt.
Ich nenne sie jetzt mal A.
A. hat mit den Wechseljahren jede Lust auf Sex verloren. Ihr Mann B. natürlich nicht. Und beide lieben sich. Sie suchten gemeinsam nach Lösungen. Letztlich suchte sie, A., online nach einer Affärenfrau für ihren Mann.
Sie wollte weder ständig wechselnde Frauen noch dass er zu Sexarbeiterinnen geht, sie wollte nicht, dass er ihretwegen zölibatär leben, verzichten und leiden muss.
Es war nicht leicht anfangs, wir hatten intensiven Austausch darüber.
Doch mit der Zeit änderte sich das:
Sie stellte fest, dass sich für sie und an ihrer Beziehung nichts negativ veränderte. Im Gegenteil, dadurch, dass Druck, schlechtes Gewissen und was sich da so alles vermengte, weggenommen wurde, gab es eine positive Veränderung.
Ich finde es bewundernswert mutig und kraftvoll zu fragen, ob es das nun gewesen sein muss. Das bedeutet ja (wie geschrieben) nicht, alles aufzugeben und in die Tonne zu treten. Aber für eine sinnvolle Suche nach einem gangbaren Weg sollte ich erst einmal ALLE Alternativen betrachten dürfen, ohne dass mir moralische Scheuklappen eine innerlich gekrümmte Haltung aufzwingen.
Auf sexuellem Gebiet reißen oft gerade die nicht besprochenen und wenig sichtbaren Fragen die meisten und tiefsten Wunden. Was, wenn er wozu auch immer ja sagt und doch auf Dauer nicht dazu stehen kann? Wie "repariert" man eine Kluft, die schon zu groß wurde? Wie gehe ich meiner eigenen Angst, meiner Trauer und meiner Wut um? Im Bett sind das keine guten "Bettgenossen". Muss frau/man sich grundsätzlich erst einmal für ihre/seine Lust schämen? Das empfinde ich als eine ziemlich aggressive Haltung gegen sich selbst und andere.
@Erdbeerfee78 Danke für Deine bewundernswerte Courage mit diesem Thread.
👍💐
Die Situation ist durch die Erkrankung besonders schwierig. Umso wichtiger ist, das ihr beide, liebe @Erdbeerfee78 , selbstreflektiert die Kommunikation sucht und euch gemeinsam für einen Weg entscheidet, der euch gangbar erscheint.
Wie sich die Dinge dann tatsächlich entwickeln, kann niemand vorhersagen. Aber ich denke, ihr bleibt im Gespräch und wenn ihr da ehrlich zueinander seid, findet sich alles irgendwie.