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Raus aus der sozialen Arbeit

Ich habe das Gefühl mein Einsatz hat keinen Wert und wenn ich nach Hause komme habe ich nie das Gefühl etwas tolles geleistet zu haben,auf das ich Stolz sein kann.
Es ist sehr schade, dass du Klienten hast, die dich an dem Sinn des Ganzen zweifeln lassen. Menschen wie du sind im Grunde unbezahlbar und ein echter Segen.

Und die Wahrheit,das nämlich Fleiß,Engagement und Stärke einen weiterbringen wollen die garnicht hören,sondern das man ihnen ihre dysfunktionalen Verhaltensmustern bestärkt.
Du solltest da schon differenzieren. Es gibt nicht nur Klienten, die rumjammern und sich im Kreis drehen. Es gibt auch Klienten, die sich wirklich helfen lassen wollen. Klienten, die einfach nur die "stützende Hand im Rücken" oder einen leichten "Schubs" brauchen, um vorwärts gehen zu können. Oder auch Klienten, die nur so kleine Fortschritte machen (können), dass man sie erst sieht, wenn man zurückblickt.

Ich werde selbst so lethargisch und hoffnungslos,vielleicht ist das ja der Weg.Ich resigniere und gehe immer so weiter,bis ich selbst ein Fall für den Sozialarbeiter bin.
Dann ist es definitiv der falsche Job für dich. Suche dir in deinem eigenen Interesse lieber was anderes, denn dieser Job wird dich auf Dauer nur kaputtmachen und im schlimmsten Fall lässt du deinen Frust dann womöglich mal am falschen Klienten aus (und das könnte durchaus übel enden).
 
Das Problem mit dem Jammern, aber nichts ändern wollen, hast Du in jedem helfenden Beruf, ich kenne das auch zur Genüge. Das kann einen wirklich auslaugen und an seinen Fähigkeiten zweifeln lassen. Und es kostet enorm viel Energie.

Vielleicht wäre es gut, eine Pro- und Contraliste zu Deinem Job anzulegen. Was magst Du daran, was gibt Dir Kraft? Was macht Dich alles müde und frustriert? Welche Liste ist am Ende länger?

Menschen wie Du, die mit viel Engagement helfen wollen, aber immer wieder an ihre Grenzen stoßen, sind stark gefährdet, in einen Burn-Out zu geraten. So weit würde ich es nicht kommen lassen.

Hast Du die Möglichkeit, Supervision zu beanspruchen? Vielleicht klärt sich da einiges.

Ich wünsche Dir, dass Du den für Dich passenden Weg findest!
 
Nicht jeder kann sein Leben mit Fleiß, Engagement und Stärke auf die Reihe bekommen.

Das Klientel weiß vielleicht nicht so recht zu unterscheiden zwischen Sozialarbeiter und Psychotherapeut. Letztere haben wohl Methoden an der Hand um sich besser abzugrenzen.

Habt ihr da Teambesprechungen? Sich unter Kollegen "auszukotzen" kann sicher helfen 🙂.

Zumindest alle Klienten sind nicht so schlimm, oder? Sagen manche nicht auch "danke" und geben einem ein Erfolgserlebnis und das Gefühl etwas sinnvolles getan zu haben?

Den Job als Sachbearbeiter beim Arbeitsamt stelle ich mir auch schwierig vor. Manche Leute werden sicher aggressiv und drohen oder schlimmeres.
 
Ich würde an deiner Stelle versuchen im sozialen Bereich zu bleiben, aber anders.
Beispielsweise könnte man im Öffentlichen Dienst beim Sozialamt in der Seniorenberatung oder Quartiersmanagement arbeiten. Oder auch Tätigkeiten im Jugendamt.
Da hat man zwar auch einigen Kontakt, aber es ist nicht so dermaßen zum verzweifeln. Wenn man dann einmal in der Kommune drin ist, könnte man auch verwaltungstechnisch arbeiten. Jugendhilfe oder Ähnliches.
 
Ja,ich habe viel Empathie aber die Belastungen sind nunmal nicht zu verachten.Ich bin nunmal kein Psychotherapeut sondern unterstütze praktisch Menschen in ihrer Selbständigkeit/Fähigkeiten autonom am Leben teilnehmen zu können.Das ist auch unser Auftrag.Wenn sich nichts bewegt,muss ich das rechtfertigen

Deine Aussagen zeigen aber eher das Bild einer Emphatieschwachen Persönlichkeit und das geht in sollch einem Beruf mit eben jener Klientel nun mal garnicht.

So ist das nun einmal, nicht jeder der etwas ändern müsste oder möchte schafft dies auch, das HR ist voll mit sollchen Menschen.
Die einen schaffen es wirklich nicht und wollen nur bemittleidet und betüddelt werden und andere schaffen es nicht aus psychischen oder sonstigen Gründen.

Bevor man sich für einen Beruf entscheidet sollte man sein zukünftiges Betätigungsfeld, seine Klientel und deren na sagen wir mal Unzulänglichkeiten kennen, aber auch deren Erwartungen an dich und ob du diesen immer gerecht werden kannst.

Dem scheint nicht so, also suche dir einen anderen Beruf.
 
Gibt es bei deinem Arbeitgeber nicht eine Möglichkeit zu wechseln?

Du bist sicher nicht der erste Mensch dem es so geht und diese Nimmmentalität anstatt Kampfmentalität kenne ich auch.

Du sitzt auf einem warmen Stuhl und kannst in Ruhe überlegen wo du hin willst.

Auf Dauer ist der Bereich halt nix für dich aber es sollte sich doch etwas finden lassen bei dem du glücklicher bist.
 
Bitte schule nicht zum Kunsttherapeuten um. Meine beste Freundin hat das gemacht und steht jetzt mit Schulden da und ist arbeitslos. Das lohnt sich nur, wenn man sich selbstständig macht oder einen gut verdienenden Mann hat.
Ich würde dir eher raten das Feld zu wechseln.
Also keine psychisch kranken.
Soziale Arbeit ist doch vielfältig und besteht nicht nur aus psychisch Kranken
Es gibt da auch noch ganz tolle andere Bereiche.
Mit dankbarereren Klienten.
Schusozialarbeit zum Beispiel.
 
Und ja, psychisch Kranke können mitunter auf Dauer anstrengend sein.
Eben wieder erlebt. Lieber 30 Seiten voll, alle geben Tipps und am Ende wird nichts davon umgesetzt. Hier kann man sich noch rausziehen und schreibt dann nicht mehr. Auf Arbeit geht das eben nicht.
Wenn du merkst, es zieht dich runter, wird es Zeit für einen Jobwechsel.
Ansonsten sitzt du irgendwann selbst auf der anderen Seite. Ich würde mich an deiner Stelle heimlich wegbewerben und dann die Kündigung auf den Tisch legen.
Und pass bitte auf dich auf. Sonst brennst du am Ende aus.
 
Sorry, aber du hast dir nicht wirklich angeschaut was dein Job ist.
Kann aber auch sein, dass du einfach zu viele eingeschränkte hast. Aber das ist eigentlich deine Aufgabe. Sonst würde dein Job nicht wichtig sein und eher weniger benötigt, statt mehr. Fakt ist das einfach die Belastungen heute höher sind. Und Kleinigkeit einfach schwer fallen. Dir vorher kein Problem waren.
Wechsel, da du schon so viel Wut hast. Also weiß nicht wie es bei dir ist, aber dann ist es schon gesünder zu gehen.
 
Das Problem mit dem Jammern, aber nichts ändern wollen, hast Du in jedem helfenden Beruf, ich kenne das auch zur Genüge. Das kann einen wirklich auslaugen und an seinen Fähigkeiten zweifeln lassen. Und es kostet enorm viel Energie.

Na, ja das hast du schon hier im Forum, aber hier kann man sich noch einigermaßen entziehen. (...) Die Gefahr im Job ist eben, dass du TE von dem ganzen Gejammer irgendwann selbst runtergezogen wirst. Stell dir das vor wie die Dementoren bei Harry Potter. Am Ende liegst du am Boden und es ist nicht mehr viel von dir übrig. Insofern lieber zeitnahe die Notbremse ziehen.
 
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