_vogelfrei
Sehr aktives Mitglied
Hey @Findmyway ,
ich bin auch Sozialarbeiterin und arbeite im abw. Ich kann deinen Frust zu teilen nachvollziehen, riesige Veränderungen sieht man in der Regel nicht.
Was ich aber nicht verstehe ist, weshalb du für deine Klient:innen Anträge etc. ausfüllst. Darum sollte es bei Sozialer Arbeit in der Regel nicht gehen, dadurch verlernen Klient:innen Eigenständigkeit ja immer weiter und die Hilflosigkeit und Abhängigkeit wird größer. Klar gibt es Situationen, in denen das angebracht ist, wenn jemand schwer krank ist & es wirklich nur unnötige Quälerei wäre, das zusammen zu machen, aber die meisten Klient:innen können doch mitwirken. Darauf haben (verständlicherweise) nicht alle Lust, aber dann sehe ich das als unsere Aufgabe den Widerstand auszuhalten & auszudiskutieren. Das ist deutlich anstrengender als es einfach alleine zu machen, aber wir sind ja dafür zuständig mit den Klient:innen zu arbeiten, nicht für sie.
Es tut mir leid, wenn dich das alles sehr frustriert & es öfters Klagen und Beschwerden gibt. Das kenne ich auch, allerdings gibt's bei uns auch viele liebe klient:innen, die sich über die Unterstützung und die Gespräche freuen und auch das Klagen hat ja seinen Sinn, finde ich.
Vielleicht liegt dir das Arbeitsfeld wirklich nicht, ich denke das ist auch eines der Felder in der SozArb, in denen es am langsamsten voran geht, durch die große Antriebsschwäche vieler Klient:innen. Wenn dich das dauerhaft zu sehr frustet (frustrierte Phasen zu haben finde ich erstmal okay und normal, auch sich mal darüber auszukotzen), ist ein Jobwechsel vielleicht wirklich das richtige. Vielleicht liegt dir eher die Arbeit mit Kindern & Jugendlichen, Schulsozialarbeit oder irgendwas im berufsfördernden Bereich? Ich denke, in den Feldern passiert mehr, Fortschritte sind deutlicher spürbar.
Wie auch immer, ich will dich nicht verurteilen, ich hoffe, mein Beitrag kommt nicht so bei dir an. Ich wünsche dir sehr, dass du das richtige Berufsfeld für dich findest 🙂
ich bin auch Sozialarbeiterin und arbeite im abw. Ich kann deinen Frust zu teilen nachvollziehen, riesige Veränderungen sieht man in der Regel nicht.
Was ich aber nicht verstehe ist, weshalb du für deine Klient:innen Anträge etc. ausfüllst. Darum sollte es bei Sozialer Arbeit in der Regel nicht gehen, dadurch verlernen Klient:innen Eigenständigkeit ja immer weiter und die Hilflosigkeit und Abhängigkeit wird größer. Klar gibt es Situationen, in denen das angebracht ist, wenn jemand schwer krank ist & es wirklich nur unnötige Quälerei wäre, das zusammen zu machen, aber die meisten Klient:innen können doch mitwirken. Darauf haben (verständlicherweise) nicht alle Lust, aber dann sehe ich das als unsere Aufgabe den Widerstand auszuhalten & auszudiskutieren. Das ist deutlich anstrengender als es einfach alleine zu machen, aber wir sind ja dafür zuständig mit den Klient:innen zu arbeiten, nicht für sie.
Es tut mir leid, wenn dich das alles sehr frustriert & es öfters Klagen und Beschwerden gibt. Das kenne ich auch, allerdings gibt's bei uns auch viele liebe klient:innen, die sich über die Unterstützung und die Gespräche freuen und auch das Klagen hat ja seinen Sinn, finde ich.
Vielleicht liegt dir das Arbeitsfeld wirklich nicht, ich denke das ist auch eines der Felder in der SozArb, in denen es am langsamsten voran geht, durch die große Antriebsschwäche vieler Klient:innen. Wenn dich das dauerhaft zu sehr frustet (frustrierte Phasen zu haben finde ich erstmal okay und normal, auch sich mal darüber auszukotzen), ist ein Jobwechsel vielleicht wirklich das richtige. Vielleicht liegt dir eher die Arbeit mit Kindern & Jugendlichen, Schulsozialarbeit oder irgendwas im berufsfördernden Bereich? Ich denke, in den Feldern passiert mehr, Fortschritte sind deutlicher spürbar.
Wie auch immer, ich will dich nicht verurteilen, ich hoffe, mein Beitrag kommt nicht so bei dir an. Ich wünsche dir sehr, dass du das richtige Berufsfeld für dich findest 🙂