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Mein Freund ist ständig betrunken

Hmh, Du bist Co-Abhängig.
Dir wird nichts anderes als die Trennung bleiben, wenn Du nicht untergehen willst.
Er wird Dich mit reißen.
Hast Du in Deiner Stadt die anonymen Alkoholiker?
Lass Dich dort beraten.

Wer schreibt ihn denn krank, wenn er es nicht mehr ist?

Du findest es nicht schlimm, dass er nicht arbeitet?
Wollt ihr Kinder? Wer soll die ernähren?
 
Ich mache mir unwahrscheinlich große Sorgen um meinen Partner. Er geht wegen Depressionen nicht arbeiten, ist in Therapie und nimmt Antidepressiva. Sein Ziel ist es gutes Wohlbefinden zu erreichen und wieder arbeiten zu können. Seit ca 3 Monaten sagt er dass er sich nicht mehr depressiv fühlen würde. Dennoch schafft er noch nicht den Schritt ins Berufsleben. Er ist jetzt 24 Jahre alt. Das mit dem nicht arbeiten finde ich nicht so schlimm, denn vielleicht braucht er einfach Zeit nach seiner Erkrankung.

Das Hauptproblem ist in meinen Augen sein Alkoholkonsum. Ich mache mir sehr große Sorgen und an mir geht es auch nicht mehr spurlos vorbei , dass er ständig so betrunken ist. Das ist total schwierig für mich. Er trinkt teilweise 3-4 mal in der Woche. Egal ob unter der Woche oder Wochenende. Manchmal trinkt er auch nur 2x pro Woche. Aber es vergeht keine Woche in der er nicht trinkt. Wenn es wenigstens nur die Wochenenden wären. Nein. Es sind normale Wochentage.

Da kommt er dann einfach an einem Donnerstag nach Hause und übergibt sich weil er zu viel getrunken hat. An Tagen wo andere arbeiten gehen, betrinkt er sich. Und er belässt es nie bei 1-2 Bier. Er trinkt eins nach dem anderen, bis er voll ist.

Habe schon sehr oft mit ihm drüber gesprochen. Aber er weicht dem Thema aus. Ich habe so vieles versucht. Ich war bereits impulsiv weil das Thema so an mir beißt. Dann habe ich mich wieder zusammen gerissen und hab es im ruhigen versucht. Dann habe ich ne zeitlang gar nichts gesagt und es nur geschluckt. Aber egal wie ich es versuche, es kommt nicht bei ihm an.

Mir tut es weh, weil es streitthema bei uns ist welches wir nie klären können. Und somit streiten wir dann und es führt zu nichts. Und dann komme ich mir vor wie die blöde Kuh die nur meckert. Ich habe ihm auch gesagt dass ich finde es führt zu nix, wenn er ständig trinkt. Er gerät auf die Schiefe Bahn und er konzentriert sich nicht auf wichtiges wie arbeit.

Was soll ich denn mit ihm anfangen wenn er Montag abends betrunken auf der Couch liegt und schläft.

Und ich liebe ihn so sehr, deshalb tut das umso mehr weh. Vor allem dann wenn ich mich unverstanden fühle und er auf stumm macht.

Das klingt nicht besonders gut bzw. nicht gesund gesund. Deinem Freund mag das gar nicht bewusst sein, aber vermutlich verdrängt er irgendwas mittels seiner Alkoholsucht/Alkoholkrankheit. Grundsätzlich wäre wohl eine Therapie bzw. Suchtberatungsstelle anzuraten.

Aktuell befindest du dich vielleicht schon in einer sog. "Co-Abhängigkeit", welche nicht nur die Beziehung, sondern auch insbesondere dich kaputt macht.

Ein Partner ist in der Regel nicht kompetent genug, um ein schwerwiegendes Alkoholproblem zu lösen. Nicht zuletzt geht es neben der körperlichen Abhängigkeit darum, herauszufinden, welche Defizite bzw. Leiden durch den Alkoholkonsum kompensiert werden sollen, und das kann eine sehr umfangreiche Thematik sein.

~~~

Was ich kurzgefasst sagen möchte, ist, dass es bei einem schwerwiegenden Alkoholproblem nicht ausreicht, wenn man sagt bzw. gesagt bekommt: "Die Beziehung ist wichtig, geh' arbeiten, lass' das mit dem Alkohol."
 
Zuletzt bearbeitet:
Depressionen bzw Alkoholsucht sind beides Krankheiten die gewiss nicht plötzlich heilen , weil irgendwas auf dem Spiel steht.
Dein Freund hat anscheinend einen genialen Weg gefunden: er kippt einfach ein paar Bier rein - und schon ist die Welt in Ordnung.

Sollte das mit dem Bier nicht klappen, so probiert er es halt mit Schokolade.
Der Punkt zum "geht mir gut" wird dabei gerne überschritten und führt zum "geht mir noch besser als vorher".
Also hilft extrem viel sehr viel - und noch darüber hinaus.
Die Krücken, von denen er erhofft, dass sie ihn weiter bringen, hindern ihn allerdings am wirklichen Leben.
Allerdings muss er das erst mal realisieren.
Wozu sollte er sich denn ändern, wenn doch alles so gut aussieht?

Das Problem, das der Freund hat, ist aber nicht das einzige Problem.
Du hast auch eins, und zwar bist Du co-abhängig.
Geht es ihm schlecht, geht es Dir auch schlecht - und Du merkst das und verfasst einen thread.

Wärst Du unabhängig so hättest Du frei, wenn er betrunken ist, und würdest Deinen eigenen Interessen nach gehen.
Nüchtern machen kannst Du ihn nicht, verhindern dass er trinkt kannst Du aber auch nicht.

Würdest du zu dem Zeitpunkt, wo er anfängt zu trinken, sagen: " weisst Du was - ich geh in der Zeit was für mich aufbauen", so würde er mindestens nachdenklich, dass er Stunden vertrödelt.

Und würdest Du Deinen Gewinn nicht teilen, so wäre er derjenige, der sehenden Auges von dir überholt wird. Du wärst eine Art Vorbild.
Würdest du ihm gar ankündigen, dass Du Dein Leben auch ohne ihn gestalten kannst, so müsste er sogar überlegen, ob er überhaupt noch mit halten kann.

Du würdest allerdings aufbauen. Das wäre sowieso gut für Dich, und zwar mit oder ohne ihn.

Tu das.
 
Liebe @Kochlöffel4, du sorgst dich zu recht, das ist eine sehr gefährliche Kombination.
Das müsste er eigentlich wissen, wenn er in Behandlung ist.

Lies mal hier:



btw. also nur kurz weil, Depression und Alkohol sind keine gute Kombination! Never ever!!! Das sollte der gesunde Menschenverstand gebieten... ;-) Genausowenig wie auch Kamillentee und Alkohol oder Kamillentee und Kamillentee oder irgendwas mit/und irgendwas um "schmerzende / negative Gefühle wegzudrücken" (also das warum Alkohol / Substanz xyz konsumieren ist das eigentlich zu lösende Problem imho). Also ich hatte noch keine Zeit den Artikel / Blog zu lesen, aber mir erscheint er etwas dröge (um nicht zu sagen... oberflächlich kommerziell) - sprich CBD Öl stattdessen als Lösung für 50 EUR anzubieten... ?? (siehe Screenshot):

Bildschirmfoto 2023-04-24 um 20.09.51.png
WTF? So einfach geht das nicht...
Also es geht imho nicht um die "Kombination" mit Alkohol - es geht um den Wirkmechanismus (Dinge weghaben wollen, die da sind)...

Anyways: Liebe(r) TE... hab diesbezüglich selber Probleme mit Depression in Kombination mit Alkohol öfters (allerdings eher um den Gesellschaftsbetrieb zu ertragen - sprich arbeiten zu gehen ohne zu murren)... Dein Freund ist aus meiner Sicht definitiv nahe dran Alkoholiker zu werden (so wie du das beschreibst)... sprecht darüber offen ohne Groll / Vorwürfe... rate ihm zu einer Therapie etc. - und biete ihm an, da zu sein wenn du magst (aber nur dann wenn du das auch wirklich versuchen magst - weil wissen ob du das kannst, kannste nicht) - mehr kannst du nicht machen aus meiner Sicht... da hilft kein bekloppt überteuertes CBD-Öl oder legales / illegales THC oder sonstwas imho... Depressionen sind schlimm... Alkohol zu verwenden um die Gründe der Depressionen wegzuschieben noch schlimmer ... ansonsten: trenne dich wenn es dich zerreisst (so herzlos das klingen mag... es ist besser so... ganz sicher) just my #2cents Alles Gute dir / euch! 🙏🌻🌈🌞🖖
 

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Zuletzt bearbeitet:
Ich habe Angst davor dass er ein Alkoholproblem hat so langsam.
Dein Freund HAT ein Alkoholproblem.
Woran macht man das fest dass jemand ein Alkohol problem hat ?
Lies einfach nochmal deine Beschreibung in deinem ersten Beitrag durch.
Ich habe dann aber gleichzeitig Angst einen Fehler zu machen mit meinen ewigen Belehrungen.
Da brauchst du keine Angst zu haben, mit deinen Belehrungen bewirkst du, wie du siehst, ja gar nichts.
Ich habe ihm schon x Male gesagt dass ich damit nicht klar komme.
Du kommst aber doch damit klar.
Da kommt er dann einfach an einem Donnerstag nach Hause und übergibt sich weil er zu viel getrunken hat.
Nachdem du dich deswegen offenbar nicht vor ihm ekelst, denke ich dass dieser Thread nach 10 oder 20 oder noch mehr Seiten immer noch an derselben Stelle stehen wird wie jetzt.
 
Ich würde ihm sagen...dass du ihn sehr liebst und von ihm erwartest dass er einen Entzug und Therapie macht.
Du könntest ihn dabei begleiten.
Er soll es in 1.Linie für sich selber machen ..aber auch für euch.

Vermutlich ist er durch seine Kindheit psychisch sehr belastet und ihm fehlt ein Halt.

Säuft er wegen seiner Depressionen weiter und will er keinen Entzug machen würde ich mich trennen.

Er lässt für seine Gefühlsregulierung mehr Nähe zum Alk zu als zu dir .

Ich kenne verschiedene Personen...welche früh durch ihre Alksucht starben.

Es waren sehr kluge und gebildete Leute....aber sie wollten keine Therapie machen, sie bevorzugten die Verdrängung und den Tod.
 

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