Depressionen bzw Alkoholsucht sind beides Krankheiten die gewiss nicht plötzlich heilen , weil irgendwas auf dem Spiel steht.
Dein Freund hat anscheinend einen genialen Weg gefunden: er kippt einfach ein paar Bier rein - und schon ist die Welt in Ordnung.
Sollte das mit dem Bier nicht klappen, so probiert er es halt mit Schokolade.
Der Punkt zum "geht mir gut" wird dabei gerne überschritten und führt zum "geht mir noch besser als vorher".
Also hilft extrem viel sehr viel - und noch darüber hinaus.
Die Krücken, von denen er erhofft, dass sie ihn weiter bringen, hindern ihn allerdings am wirklichen Leben.
Allerdings muss er das erst mal realisieren.
Wozu sollte er sich denn ändern, wenn doch alles so gut aussieht?
Das Problem, das der Freund hat, ist aber nicht das einzige Problem.
Du hast auch eins, und zwar bist Du co-abhängig.
Geht es ihm schlecht, geht es Dir auch schlecht - und Du merkst das und verfasst einen thread.
Wärst Du unabhängig so hättest Du frei, wenn er betrunken ist, und würdest Deinen eigenen Interessen nach gehen.
Nüchtern machen kannst Du ihn nicht, verhindern dass er trinkt kannst Du aber auch nicht.
Würdest du zu dem Zeitpunkt, wo er anfängt zu trinken, sagen: " weisst Du was - ich geh in der Zeit was für mich aufbauen", so würde er mindestens nachdenklich, dass er Stunden vertrödelt.
Und würdest Du Deinen Gewinn nicht teilen, so wäre er derjenige, der sehenden Auges von dir überholt wird. Du wärst eine Art Vorbild.
Würdest du ihm gar ankündigen, dass Du Dein Leben auch ohne ihn gestalten kannst, so müsste er sogar überlegen, ob er überhaupt noch mit halten kann.
Du würdest allerdings aufbauen. Das wäre sowieso gut für Dich, und zwar mit oder ohne ihn.
Tu das.