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Unterstützung nach Geburt ohne Elternzeit?

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Liebe TE,

herzlich Glückwunsch zur Schwangerschaft! Eine aufregende Zeit erwartet dich da. In meinem Fall hatte mein Mann die Elternzeit für 12 Monate genommen (müsste sich auch Sprüche anhören - ein Unding!) und ich hatte die 2 Partnermonate (war aber Studentin zu dieser Zeit). Meine Kleine kam mit Not-Kaiserschnitt zur Welt, ich war sowas von k.o. Da war ich sehr froh, dass mein Mann da war. Duschen etc. ging ohne seine Hilfe kaum. Eine Nachsorge Hebamme hatte ich auch, was sehr hilfreich war.
Ich kann deine Sorgen vollkommen nachvollziehen. Folgendes würde ich vorschlagen:

- Kann deine Mutter oder eine andere Vertrauensperson dir helfen? Alternativ über die Krankenkasse Familienhilfe organisieren!

- Mann soll die ganze Bürokratie (z .B. muss Kind beim Standesamt angemeldet werden ) und Hausarbeit vorerst übernehmen. Denn das Kind muss angemeldet werden.

- Alle benötigten Papiere schon vorbereiten. Falls nicht verheiratet, müsste er die Vaterschaft anerkennen. Das kann man vor der Geburt bereits machen.

-Ruhe dich aus und genieße das Kennenlernen mit deinem Baby, wenn es soweit ist. Besuche würde ich vorerst absagen. Auch das sollte dein Mann übernehmen.
 
Dein Partner sollte einfach 2 Monate Elternzeit nehmen und in dieser Zeit sagen wir 20h arbeiten pro Woche. Damit wird der AG leben können und ihr beide auch. Die Hilfe ganz am Anfang brauchst du beim Haushalt, Einkaufen, Wäsche machen usw. Das dauert keinen ganzen Tag, aber du wirst effektiv entlastet. Und der Vater hat auch Zeit für das Kind, dann kannst du mal alleine eine Runde um den Block laufen oder gar nichts tun.

Ich persönlich mochte das nicht, neben der Mutter meiner Kinder zu hocken den ganzen Tag in der Elternzeit. Bindung zum Kind bekommt man durchs Tun. Windeln wechseln oder anziehen kann man ein Klnd auch nach der Arbeit.
 
Sei mir nicht böse te aber ich glaube es wäre für dein Mann sowieso besser wenn er sich ein komplett neuen Bereich sucht wo er arbeiten könnte. So wie du es geschrieben hast ist er in seinem aktuellen Job alles andere als gut.
 
Was genau willst du denn überleben? Ich weiß ja nicht wie du ein Kind siehst, aber in meinen Augen ist das etwas, was man genießt, gerade die ersten vier Wochen. Dein Kind will in der ersten Zeit viel körperkontakt. Dafür sind die Tragetücher Gold wert. Geh die Sache locker an. Schlaf wenn das kind schläft. Ihm ist es egal ob n dreckiger schlüpper aufn Boden liegt. Im Gegenteil, je mehr Stress du machst um so gestresster ist das kleine Würmchen.
Ich will die Sache auch nicht beschönigen, klar wird es 1-2 Situationen geben in denen du dein Kind aus dem Fenster schmeißen willst, weil es seit Std schreit. Ein Staubsauger hilft da und evtl mal ein paar Minuten den Raum verlassen um selber wieder runterzukommen. Aber am Ende ist es eine wertvolle Zeit in der man nur dankbar sein kann dass der Staat dir diese Zeit gibt.

Und wenn dein Mann schlecht in seinen Job ist, sollte er gerade die Elternteil nutzen. Wenigstens teilzeit. Sonst bleibt für ihn wenig Zeit zum durchatmen, nach dem Druck an der Arbeit und dann zuhause dessen Frau um ihr "Überleben" kämpft wird auch er mal Luft zum atmen brauchen.

Mein Rat an dich: genieße die Zeit, erst zu zweit und nach Feierabend zu dritt. Lernt euch kennen, und Schritt für Schritt kommt der Rest des Alltags dazu.
 
Ja, die erste Zeit mit dem Baby ist etwas Besonderes. Das solltest du genießen.
Mir fällt dazu ein:

- Erwartungen herunterschrauben
- Mann für alles einteilen, was er machen kann
- Haushaltshilfe holen
- Familie/Freunde um Hilfe bitten
- Vorkochen, Essen kommen lassen
- Hebamme für die Nachbetreuung organisieren

Und nur weil viele Dinge "gehen", so wie in den USA, heißt das noch lange nicht, dass diese Dinge auch gut sind. Und ich möchte nicht wissen, wie viele Mütter dort viel geben würden, damit sie nicht nach den unbezahlten 3 Monaten "Mutterschutz" wieder in der Arbeit auf der Matte stehen müssen. Oder noch viel früher, wenns blöd geht.
 
Danke Knirsch. Es ist eben typisch. Keinerlei Wertschätzung oder Respekt gegenüber der gewordenen Mutter. Nach der Geburt wird ein sofortiges Funktionieren erwartet.

Liebe TS, ich empfehle dir jetzt schon die App "Momunity". Dort findest du verständnisvolle Mamas. Es ist in den Grundsätzen der App festgelegt verständnis- und respektvoll miteinander umzugehen. Mombashing wie hier ist dort nicht erwünscht.
 
Hm... ich wusste gar nicht dass "die Sache locker angehen" funktionieren impliziert und respektlos ist..
Nagut. Wenn das so raus lest ist es halt so.
Und ja @Knirsch diese Probleme gibt es, es ist ja auch wirklich ein Problem mal die guten Seiten zu beleuchten. Man sollte sich wirklich stets das negative fokussieren. Vorallem wenn es ein Wunschkind ist...wie schrecklich!
 
Ich habe vor fast drei Jahren meine Tochter bekommen und war froh das er da war. Meine Tochter wollte die ersten drei vier Monate nur auf mein Arm sein. Wenn ich sie meinem Mann gegeben habe Fing sie an zu weinen oder wenn wir essen wollten fing sie an zu weinen.
Auch wollte sie nicht in den Kinderwagen als musste ich sie mit einer baby trage tragen. Zeit beim Duschen oder Baden ging auch nicht. Ich habe auch am Anfang geweint weil ich teilweise sehr überfordert war. Er hat in der Zeit mich sehr unterstützt. Wäsche gemacht geputzt und so weiter.
 
......Man sollte sich wirklich stets das negative fokussieren. Vorallem wenn es ein Wunschkind ist...wie schrecklich!

Vorbereitet zu sein heißt nicht, sich nur auf das Negative zu fokussieren.

Auch wenn alles wunderbar und einfach ist, ist es doch nicht schlecht Hilfe zu haben. Dann können sich beide Elternteile ganz auf das Baby konzentrieren und ihr Glück genießen.

Es wird frisch gebackenen Müttern heute wirklich viel abverlangt. Es sollte alles so weiter gehen wie bisher - nur mit frischem Baby eben. Dass da viele verzweifeln wundert mich nicht. Und das liegt dann aber nicht an der Unfähigkeit der Mütter sondern an den überzogenen Erwartungen der Gesellschaft und auch die Mütter verlangen viel zu viel von sich selber.

Und früher war es sehr wohl anders. Es heißt ja nicht umsonst Wochenbett. Da waren Eltern, Großeltern, Tanten usw. da, die die frisch gebackene Mutter unterstütz haben, in der Großfamilie.
 
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