Gerade offline ist es für weniger gutaussehende Männer doch viel einfacher, eine Frau kennenzulernen und mit ihr zusammenzukommen. Zumindest wenn man sich Zeit lässt und nicht jede Frau direkt in eine Beziehung drängen will.
Klar, online scheint die Einstiegshürde niedriger. Weil man auf einer Singlebörse davon ausgehen kann, dass das Gegenüber auf Partnersuche ist. Das Problem ist nur: Singlebörsen sind auf oberflächliche Stärken ausgelegt (Aussehen, Beruf, Status, extravagante Hobbys) weil es nun mal das ist, was man auf Internetseiten gut darstellen kann. Bei Apps wie Tinder ist es noch krasser. Da sieht man nur das Aussehen und eine Chance kriegt nur der, der optisch direkt beeindrucken kann.
Was die ganzen Partnerbörsen nicht darstellen können ist, wie die Stimme klingt, wie man riecht, ob man Humor hat, ob man zuvorkommend ist, eben die ganzen Charackterstärken. Klar, es gibt Felder zum Ausfüllen für den Charakter, aber ich kenne kaum eine Frau, die das durchliest. Weil da jeder alles behaupten kann. Selbst ein Schläger schreibt da rein, dass er liebevoll wäre, ergo kann man sich die Zeit das zu lesen gleich sparen.
Wenn du arm an oberflächlichen Eigenschaften, dafür reich an Charakter bist, musst du dort hingehen, wo man deinen Charakterreichtum auch sieht bzw. spürt. Und das ist nunmal offline. Praktischerweise kann man dich offline auch nicht so leicht zur Seite wischen. Früher oder später muss man die Partnersuche doch ohnehin ins Offline übertragen, spätestens zum 1. Date. also kann man auch direkt von vorneherein offline suchen. Z.B. über ein ehrenamtliches Engagement, für das man als Arbeitsloser immerhin Zeit hat (demonstriert auch gleich, dass man zwar arbeitslos, aber eben nicht faul und bequem ist).