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Demente Oma ist anstrengend

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@Erdnussmutter
Die Betreuung einer demenzkranken Person kann sehr schwieirig sein - auch wenn es "nur" ein paar Tage sind - es ist meist eine große Belastung. Ich wünsche Dir gutes Durchhaltevermögen und drücke die Daumen dass die Pflege schnell orgnaisiert werden kann.
Danke dir für deine Worte.

Hallo @Erdnussmutter
der Tipp mit Singen kam ja schon. Falls du es aushältst das anzuhören , schau im Internet nach Hitparaden mit einer Jahreszahl von ca Geburtsjahr deiner Oma + 20 Jahren und schau, wie sie reagiert.

Oder vielleicht kannst du eine Strickliesl besorgen? Das Stricken damit ist sehr einfach.

Oder vielleicht Erbsen besorgen und Puhlen lassen? Sie bitten, Büroklammern nach Farben zu sortieren? Irgendein Kleidungsstück und eine Fusselrolle in die Hand geben und bitten zu entfusseln?

Märchen anhören lassen?
Ahja. Das sind gute Ideen. Ich glaube, sie braucht wirklich irgendwas zu tun, egal ob das Sinn macht oder nicht. Im Sortieren hat sie sich von immer leicht verloren.

Ich finde das eigentlich bisher nicht schlecht gemeistert.
Ohne Pflegeerfahrung das beste versucht oder auch getan.
Grenzen erkannt, dass es einem weiterhin überfordern würde.
Verantwortungsgefühl gezeigt so dass sich die Oma nicht verbrennt etc.
Erkannt wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist.

Wichtig ist, dass bald weitere Hilfe dazu kommt.
Danke. Ich weiß, dass ich hier im Forum eventuell anstrengend klinge, aber ich muss es mir gerade irgendwo von der Seele schreiben. Ich bin mit meiner Oma geduldig und nachsichtig, sodass ich sonst keine Nerven für etwas anderes übrig habe.

Hallo TE

Wie ging es Deiner Oma vor ihrem Krankenhausaufenthalt?

Ist Demenz diagnostiziert worden?

Fee
Vor dem Krankenhaus war sie schon zerstreut, aber erst nach ihrer OP wurde es jetzt so schlimm. Ich weiß nicht, was ihr alles so diagnostiziert wurde. Ich hab das Gefühl, dass mir mein Vater nur die Hälfte erzählt, dafür aber viel zu detailliert. Inzwischen ist mir das aber auch relativ egal. Ich mach hier meinen Anteil und erwarte, dass alles weitere von meiner restlichen Verwandtschaft zeitnah geklärt wird. Wie sie das zustande kriegen ist mir egal. Ich hab auch noch ein eigenes Leben.

Gesagt von wem? Da hat Dich wohl die Verwandtschaft (die es vermutlich besser wußte) auf die feine Englische verar***t.


Und schon wieder das "wir", das nicht vor Ort ist, nur Du alleine.

Laß Dir die Pflege nach Weihnachten nur nicht wieder aufhalsen. Das mit der "Verwirrung", in Wahrheit Dauerbetreuung einer schwer Dementen, hätte sich alles bereits vorher geklärt gehört, einschließlich der Bestellung von Pflegekräften, ist doch klar daß bei Behörden und Pflegediensten gerade über Weihnachten Tote Hose ist, auf die letzte Sekunde und von jetzt auf gleich läuft gar nichts.
Ich habe nach wie vor den Eindruck, daß die Verwandtschaft (Vater, wer noch?) Dich da mächtig ins Messer hat laufen lassen, an Deiner Stelle würde ich mit den Verantwortlichen mal ein Wörtchen sprechen.
Ich glaube ehrlich gesagt, dass sich mein Vater selbst was vorlügt und es einfach nicht wahrhaben will. Er ist nach wie vor überzeugt, dass sie mit den richtigen Medikamenten und wieder-Eingewöhnungszeit wird wie vor dem Krankenhaus. Man muss dazu sagen, dass er mit ihr zusammen wohnt und seinen Feierabend mit ihr verbringen muss. Letzte Nacht hat sie ihn bis 2 wachgehalten. Tjaja. Am Wochenende bin ich auch nicht hier, da kann er sich alleine drum kümmern. Er hat ja noch eine Schwester und sie eine Tochter, die sich mal blicken lassen könnten. Die war anscheinend mal im Krankenhaus zu Besuch, aber sonst meldet sie sich nicht weiter. Wenn sie mich hier alleine stehen lässt, dann wars das mit dem Familienfrieden. Aber ganz Gewiss.

Validiere. Fange die gegebene Situation auf, was auch immer sie gerade denkt oder sagt. Wenn sie denkt sie sei deine Mutter, spiele die Tochter. Wenn sie denkt du wärst die Haushälterin, erzähle ihr du hast gerade viel zu tun, ob sie dir helfen kann. Gib ihr ein paar Handtücher zum falten, lass sie Karotten schälen usw.
Wenn man ihnen ständig die Realität erzählen möchte z.B. wenn sie denken sie würden auf ihren Mann warten, der bereits seit Jahren tot ist, nicht sagen dass der tot ist, die fangen sonst an zu weinen und werden es eh wieder vergessen.

Demente können sehr anstrengend sein.
Ich stimme dir grundsätzlich zu, aber teilweise erinnert sie sich nun doch an ein paar Sachen? Erst hat sie nach ihrem Mann gefragt, aber mein Vater hat ihr ziemlich deutlich erklärt, dass er nicht mehr da ist und ihr die Karte von der Trauerfeier gegeben. Das hat anscheinend gereicht um ihr auf die Sprünge zu helfen. Die Zusammenhänge bekommt sie nicht mehr auf die Kette, aber bisher hat sie diesen Fakt schon mal behalten. Sie kann anscheinend auch halbwegs etwas mit meinem Namen anfangen, bringt aber nicht zusammen, dass ich diese Person bin. Ist mir jetzt ehrlich gesagt auch nicht so wichtig. Mir ist klar, dass es jetzt größere Probleme gibt und das ist die schnellstmögliche Organisation von diesem Tohuwabohu.
 
Oder vielleicht Erbsen besorgen und Puhlen lassen? Sie bitten, Büroklammern nach Farben zu sortieren?
Blos nicht!!!!!! Man sollte Demenzkranken keine Kleinteile in die Hand geben, die sie verschlucken können.
Sie essen die vielleicht.
Meine Schwiegermutter hat mal eine komplette Kerze gegessen.
Man könnte vielleicht so einen Würfel besorgen, in den verschieden Klötze nach Formen sortiert reingesteckt werden müssen.
Sowas in der Art
 
Ich will noch einmal kurz einwerfen, dass es in der Betreuung von Demenzbetroffenen nur sehr wenige Absolutismen gibt. Außer denen, dass Zwang und Stress allen das Leben erschwert.

Farbige Büroklammern sortieren ist eine relativ beliebte Methode der Demenzbetreuung. Sollten sie sich was davon in den Mund stecken, merkt man das und lässt diese Beschäftigung künftig weg. Ein "bloß nicht!" von vornherein ist nicht angebracht.

Was hat sie denn früher beruflich gemacht? Da lassen sich oftmals angelehnte Beschäftigungen finden.

Genau wie diese Sache mit dem "bloß nicht" so lange auf dem Klo sitzen wegen des schwachen Beckenbodens. Ist ja alles richtig. Nur sollte man den Stress beachten, den man sich und der Oma macht, um sie vom Klo weg zu bekommen. Alles, was Euch beiden Stress macht, sollte vermieden werden. Zumal ja gar nicht gesagt ist, dass sie dann dort die ganze Zeit presst wie verrückt. Sie wollte doch Fusseln zupfen.

Es gibt so viele falsche Glaubenssätze in diesem Bereich. Das Wichtigste ist, einfach den Tag fließen zu lassen. Zu schauen, was Euch beiden gut tut und das dann tun.
 
Genau wie diese Sache mit dem "bloß nicht" so lange auf dem Klo sitzen wegen des schwachen Beckenbodens. Ist ja alles richtig. Nur sollte man den Stress beachten, den man sich und der Oma macht, um sie vom Klo weg zu bekommen. Alles, was Euch beiden Stress macht, sollte vermieden werden. Zumal ja gar nicht gesagt ist, dass sie dann dort die ganze Zeit presst wie verrückt. Sie wollte doch Fusseln zupfen.
Dieses lange Sitzen verhindert aber auch, dass sie öfter mal aufs Klo geht. Weil sie ja vorhin eine Stunde saß, geht sie dann ewig nicht und pinkelt sich ein. Dann habe ich ein riesen Heckmeck mit wechseln, waschen, wischen, aufräumen. Es passt einfach nicht in unsere Realität.
 
Nein, aber mit guten Windeln, hält sich der Schaden in Grenzen, wenn es nicht rechtzeitig aufs Klo reicht.

Da gibt es auch verschiedene. Es gibt welche die funktionieren ganz gut. Vor allem die Windelhöschen.
Ja. Gut. Ich hab jetzt noch nicht die Zeit gehabt, jede Marke durchzuprobieren.
 
Ich wollte hier nur mal kurz einbringen, dass es mir, wäre ich an deiner Stelle, ganz genau so ginge wie dir.
Deswegen versuche ich bis jetzt mit aller Macht, nicht in so eine Situation zu kommen, und kann dir daher leider auch keine Tipps geben. Aber mein vollstes Verständnis hast du.
 
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