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Ärger mit Eltern wegen Weihnachten

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Aus meiner Sicht haben beide Fehler gemacht und können im Moment den Standpunkt des anderen nicht nachvollziehen.

Wer jetzt hier heuchlerischer ist und am meisten Schuld hat, ist erst mal unerheblich. Es wird von beiden Seiten nicht auf die Argumentation eingegangen.

Die Frage ist, wie viel Offenheit es da noch gibt, etwas zu klären.
 
"Es ist keine schöne Erkenntnis und ich verstehe, dass man das ungern lesen mag, dennoch liegt es in einem selbst begründet, wenn es mit Sozialkontakten so gar nicht klappt."

Mit der Aussage wäre ich vorsichtig. Da würde ich mir erst einmal die jeweilige Situation ansehen und diese genau analysieren. Pauschalurteile schaden da nur.


Du kannst da vorsichtig sein, ich bin da zu direkt, ich weiß. Verknüpfungen herzustellen braucht häufig Zeit und ich bin da zu ungeduldig. Hier dreht es sich im Kreis...
In die eigene Tasche lügen und die Komfortzone (Opferhaltung) nicht verlassen bringt einen nicht weiter. Ließe sich nett umschreiben, zwischenmenschlich oft sinnvoller, der Kern bleibt jedoch derselbe.





Was mich nur belastet ist, dass ich niemanden habe, mit dem ich mal so reden kann. Keine Freunde mehr, sehr angespanntes Verhältnis zu meiner Familie und seit bald zwei Jahren keine Kollegen mehr.

Auch aus dem anderen Strang geht deutlich hervor, dass zwischenmenschliche Probleme nicht erst seit Corona bestehen; da wurde es nur deutlicher.
Was mir über längere Zeit oder schon immer Probleme bereitet, KANN nicht überwiegend im Außen begründet liegen.


leicht genervt, dass ich als der kleine Junge angesehen wurde,

Könnte das an solchen Verhaltensmustern liegen?
⬇️
Ich habe acht Monate komplett alleine zuhause nur noch in meinem Gedankenkarussel verbracht und überlegt, wie ich den betreffenden Personen mit gleicher Münze zeigen kann, wie sie mich verletzt haben.

Sehr reif und erwachsen wirkt das nicht, das lässt schon an das zornige, verletzte 3-jährige Kind denken, welches schreiend auf dem Boden liegt.
Diese kindlichen Anteile haben wir alle in uns.
Nur sollten sie im Alltag nicht die Führung übernehmen, das kann nicht funktionieren.
Ds wäre der erwachsene Nettosteuerzahler gefragt.

eine Familientherapie/Mediation sinnvoll. Aber das bringt doch auch nichts.

Stimmt, mit dieser Haltung kann das nichts bringen, so blockierst und boykottierst du dich selbst.

Ich glaube, dass ich ziemlich verbittert bin. Ich habe letztens im ÖRR (ich glaube Arte) einen Beitrag von Menschen gesehen, die sich aufgrund von Verbitterungsstörungen in Folge von Corona in Therapie begeben haben...
Aber ich weiß nicht, wie ich einen Platz finden soll. Die Therapeuten sehen das doch bestimmt als wenig relevant an...

Und wieder...so schadest du dir selbst.

Versuch doch mal diese Stimme zu stoppen und dir so nicht Chancen auf Veränderung selbst zu verbauen.
Versuch es, probiere es aus.
Google, wie du an einen Therapeuten mit freien Terminen kommst, kümmere dich darum und nutze überbrückend diverse andere hilfreiche Angebote.
Wirklich wollen musst du schon selbst.

Du bist noch so jung...lass nicht zu, dass du selbst dir im Weg stehst, mach dich an die Arbeit und hole dir, was das Leben einem bieten kann!
 
Es ist immer dasselbe:
Wer allein ist, egal, wodurch es dazu gekommen ist, soll anderen die Füße küssen, wenn und damit sie ihm ein wenig Zuwendung zukommen lassen. So eine Art Gnadenbrot, wie man einem Bettler einen Euro in den Hut wirft oder mit ein paar Brosamen, die vom Frühstückstisch übrig geblieben sind, die Vögelchen im Garten füttert.

Und wenn jemand noch so viel Stolz - man könnte auch sagen: Gespür für seine eigene Würde - hat, dass er auf solche Almosen lieber verzichtet, dann ist er angeblich selbst schuld, dass er kaum Kontakte hat. Angeblich braucht er dann sogar eine Therapie.

Hauptsache, die anderen können sich überlegen fühlen und müssen ihr eigenes empathieloses Verhalten nicht infrage stellen, geschweige denn therapieren lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit der Aussage wäre ich vorsichtig. Da würde ich mir erst einmal die jeweilige Situation ansehen und diese genau analysieren. Pauschalurteile schaden da nur.
@cafard:
Genau so ist es! Und auf diese Vorsicht und die Bereitschaft dafür, dich mit den Gründen für eine soziale Isolation im Einzelfall verständnisvoll auseinanderzusetzen, darfst du auch stolz sein. Diese Sensibilität für die Belange anderer findet man nämlich heute nicht mehr oft.🌷 Die meisten Menschen kokettieren eher mit ihrer Gedankenlosigkeit, lassen ihre Mitmenschen im Regen stehen und kommen sich auch noch interessant damit vor.

Meist liegt die Wahrheit in der Mitte oder jedenfalls zwischen den beiden Extremen "Nur selbst schuld" und "Nur die anderen sind schuld":
Es mag sich jemand hier und da ungeschickt verhalten. Das ist aber niemals zwangsläufig die alleinige Ursache für sein Alleinsein. Da spielen auch Vorurteile der Mitmenschen, Gruppendynamik und der auf Egozentrik und Hedonismus gerichtete Zeitgeist eine nicht unerhebliche Rolle. Außerdem können auch Schicksalsschläge oder Krankheiten erheblich dazu beigetragen haben, dass jemand keine oder kaum Kontakte hat. Es mag auch jemand einfach introvertierter veranlagt sein. Keine Schande.

Das alles zeigt, dass man immer den Einzelfall betrachten muss. Bewahre dir diese Bereitschaft und überlasse die Pauschalurteile weiterhin den schlichter Strukturierten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der eine durfte zum Weihnachtsfest bei den Eltern erscheinen, obwohl er Familie hatte und bei einem Verzicht auf den Weihnachtsbesuch nicht allein gewesen wäre. Das gerade erst geborene Baby konnte noch gar nicht kapieren, dass Weihnachten war. Der andere Sohn saß infolge dessen Weihnachten ganz allein zu Hause, durfte nicht zu den Eltern kommen, und das hat offenbar weder deren Gewissen noch das des Bruders belastet.
Sicher hat man sich gefühlsmässig auf den Gedanken versteift, dass ja die Grosseltern die Freude des ersten Enkelkindes erleben sollten, und dass das dann vorränging wäre.
Aber wenn ich mir die Überlegungen von Sarnade durchlese, sage ich mir auch dieses: in Deutschland bestehen doch drei Feiertage zu Weihnachten, erstens Heilig Abend und dann noch zwei Weihnachtstage. Warum konnte man sich dann nicht darauf einigen, dass die eine Partei nur zu Heilig Abend oder dem ersten Weihnachtstag kommt, und dann die zweite Partei zum zweiten, oder auch andersherum? Da hätte man doch eine Kompromisslösung auf Grund von Corona finden können? Oder sehe ich das falsch?
Aber wenn es nur darum ging, das Christuskind in der Krippe zu spielen, na dann ....
 
Es ist immer dasselbe:
Wer allein ist, egal, wodurch es dazu gekommen ist, soll anderen die Füße küssen, wenn und damit sie ihm ein wenig Zuwendung zukommen lassen. So eine Art Gnadenbrot, wie man einem Bettler einen Euro in den Hut wirft oder mit ein paar Brosamen, die vom Frühstückstisch übrig geblieben sind, die Vögelchen im Garten füttert.

Und wenn jemand noch so viel Stolz - man könnte auch sagen: Gespür für seine eigene Würde hat -, dass er auf solche Almosen lieber verzichtet, dann ist er angeblich selbst schuld, dass er kaum Kontakte hat. Angeblich braucht er dann sogar eine Therapie.

Hauptsache, die anderen können sich überlegen fühlen und müssen ihr eigenes empathieloses Verhalten nicht infrage stellen, geschweige denn therapieren lassen.
Entschuldigung, mit meinem "Like" ist ein Fehler unterlaufen. Trotzdem denke ich nicht, dass Menschen, wie der TE, wegen ihrer Einsamkeit und ihres Alleinseins verdammt sein sollen. Geschieht dies in der Gesellschaft trotzdem, dann sind das sehr altmodische Vorurteile, die noch von der Zeit herrühren, wo ein Zölibat mit schlechtem Charakter begründet wurde. Das stammt auch aus einer Zeit, wo die Frauen allgemein nicht berufstätig waren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schreibt bitte mit dem TE, nicht über ihn - Nebendiskussionen untereinander sind unerwünscht, nutzt dafür die PN-Funktion.
 
Natürlich kann es sein, dass es am Umfeld liegt, wenn man immer und ständig Probleme mit Sozialkontakten hat. Es schadet aber nicht, auch mal bei sich selbst nachzuprüfen, ob der eigene Charakter nicht auch dazu beiträgt. Denn sich selbst kann man besser ändern als andere (auch wenn es natürlich bequemer ist zu fordern, die anderen mögen sich doch besser anpassen).

Nettosteuerzahler, du sollst ja nicht vor deinem Vater auf dem Boden kriechen, sondern lediglich einen einzigen Schritt auf deinen Vater zugehen. Etwa indem du mal ein Mittagessen vorschlägst, wo dann darüber geredet wird, was eigentlich das Problem ist und welche Verhaltensänderung du von deinem Vater wünscht. Vielleicht wäre dieser ja bereit, sich in manchem Punkten tatsächlich zu ändern, wenn er nur wüsste, wo. Bzw. sieht aktuell eben nicht, wie sehr er dich mit manchen Äußerungen verletzt. Wenn man das Thema mal ohne Vorwürfe anspricht, dann denkt er vielleicht darüber nach und kann das Problem verstehen. Ich vermute nämlich, dass er selber gar nicht merkt, dass er deinen Bruder mittlerweile deutlich respektvoller behandelt.

Ich persönlich habe für mich nun mal festgestellt, dass es mir besser geht, wenn ich anderen gegenüber weniger nachtragend bin. Rachegedanken helfen zwar in der ersten Wut, ändern aber nichts an der Situation und am Ende macht man damit alles nur noch schlimmer. Da probiere ich es lieber, zumindest einen kleinen Teil meines Stolzes runterzuschlucken und auf den anderen zuzugehen. Entweder die Sache löst sich dann und auch ich kann in diesem Zuge meinen Standpunkt klar machen, oder aber ich brauche mir zumindest nicht vorzuwerfen, es nicht wenigstens versucht zu haben. Den Kontakt abbrechen kann ich im Zweifel immer noch.

Dasselbe gilt für den Bruder. Auch mit dem würde ich ein klärendes Gespräch führen und du darfst dabei ruhig sagen, wie assi du es fandest, dass du wegen ihm an Weihnachten alleine warst und ob er das in Anbetracht der Situation nicht vorher mit dir hätte besprechen können, garniert mit der Bitte, dies wenigstens künftig zu tun. Das hat auch nichts damit zu tun, dass irgendwer um Erlaubnis fragen muss, aber man kann doch zumindest den anderen vorher fragen, ob von seiner Seite was dagegen spräche.

Du musst dir eben überlegen, was dir wichtiger ist: deinen Stolz beiseite schieben, die Sache klären (dabei darfst du ruhig auch Regeln fordern, wie dein Vater (bzw. Bruder) dich künftig zu behandeln hat). Oder aber du lässt die Sache weiter eskalieren, aber beschwere dich dann nicht, wenn du künftig gar nicht mehr erst eingeladen wirst und dein Vater deinen Bruder auch künftig lieber hat - allein weil er unkomplizierter ist.
 
Sicher hat man sich gefühlsmässig auf den Gedanken versteift, dass ja die Grosseltern die Freude des ersten Enkelkindes erleben sollten, und dass das dann vorränging wäre.
Aber wenn ich mir die Überlegungen von Sarnade durchlese, sage ich mir auch dieses: in Deutschland bestehen doch drei Feiertage zu Weihnachten, erstens Heilig Abend und dann noch zwei Weihnachtstage. Warum konnte man sich dann nicht darauf einigen, dass die eine Partei nur zu Heilig Abend oder dem ersten Weihnachtstag kommt, und dann die zweite Partei zum zweiten, oder auch andersherum? Da hätte man doch eine Kompromisslösung auf Grund von Corona finden können? Oder sehe ich das falsch?
Auch aus meiner Sicht wäre das ein denkbarer Kompromiss gewesen, auch wenn ich nicht verstehe, wieso die Freude über das erste Enkelkind an das Weihnachtsfest gebunden ist. Offenbar wurde aber gar nicht erst im Vorfeld nach einem Kompromiss gesucht. Nettosteuerzahler, an deiner Stelle würde ich das dem Vater ebenso wie dem Bruder auch sagen oder schreiben.

Wie ist eigentlich dein Verhältnis zu deinem Bruder?
 
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