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Von Eltern geschlagen - und jetzt?

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17 und ja ich wohne noch da. Deswegen ist es so schwer. Dchon seit frühester Kindheit will,ich den Kontakt abbrechen, nachdem ich ausgezogen bin, aber das würde denen wahrscheinkich das Herz brechen
Alle Kinder ziehen mal aus.
Mach eine Ausbildung in einer anderen Stadt.
Zieh dort hin.
(Seit wann genau bist du so wütend auf sie? Und wann wurdest du letztmalig geschlagen?)
 
Puh, so manche Antwort hier tut ja mir selbst beim Lesen weh. Meint ihr nicht, der 17-jährige Mensch, der hier den Mut aufgebracht hat sich zu öffnen, verurteilt sich nicht selbst schon genug für die Wut/den Hass, die/den er in sich trägt? Hilft es da zu sagen, ach, das war doch früher bestimmt alles nicht so wild, deine Gefühle sind völlig übertrieben?

Lieber @hilfsbedürftiger123456789,
auch ich spüre oft eine enorme Wut in mir, wenn es um meine Eltern geht; wenn ich ihnen gegenübertrete; wenn sie bei mir sind. (Ich bin 18 und lebe auch noch bei meinen Eltern.) Und auch ich verurteile mich oft dafür, weil ich mir denke: "Mensch, bestimmte Dinge sind Jahre her und das muss ich doch langsam mal verziehen und verdaut haben.". Aber es tut immer noch weh. Und diese Wut ist berechtigt, hat ihre Gründe und darf sein - auch bei dir.

Hm.. Mir hat mal jemand dazu geschrieben:

"Wenn Du ihnen doch irgendwann verzeihen kannst, bedeutet das nicht, es ungeschehen zu machen oder ein schlichtes "Schwamm drüber", sondern eher dass Du Dich selbst von der Wut und Enttäuschung befreist und sagen kannst "so sind sie" "für diese Taten haben sie keine Antennen" und das als Erfahrung ins Archiv legen kannst."

Diese Worte haben meine Wut nicht weggezaubert, dafür stecken die Verletzungen zu tief. Sie haben aber bewirkt, dass ich innerlich doch einen winzigen Schritt in Richtung Verzeihen gegangen bin. Vielleicht magst du auch mal darüber nachdenken.

Schicke dir liebe Grüße,
Kampfmaus
Ich habe das Gefühl, bei den Eltern wird die Wut abgeladen, die müssen herhalten für Hauseigenen Hass. Man will etwas kaputtschlagen, weil man frustriert ist und nicht kann, was man gerne hätte und nun werden Mama und Papa geohrfeigt und beschuldigt dafür. Schuld ist aber euer Frust.
 
Ich habe das Gefühl, bei den Eltern wird die Wut abgeladen, die müssen herhalten für Hauseigenen Hass. Man will etwas kaputtschlagen, weil man frustriert ist und nicht kann, was man gerne hätte und nun werden Mama und Papa geohrfeigt und beschuldigt dafür. Schuld ist aber euer Frust.
Das mag sein. Aber deshalb muss man ja nicht dem TE sagen, seine Wut ist nicht berechtigt. Er fragt doch selbst sogar, wie er mit der Wut umgehen kann und schreibt selbst davon, dass er sich dafür verurteilt, wie er damit umgeht. Zeigt ihm gerne Wege daraus, aber ihn für Gefühle verurteilen hilft in dem Moment doch absolut nicht weiter - das finde ich falsch.
(Weil du "ihr" sagst: Ich lade meine Wut nicht bei meinen Eltern ab, sondern lasse sie bei mir und an mir selbst aus - was aber auch nicht der bessere Weg ist.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Alle Kinder ziehen mal aus.
Mach eine Ausbildung in einer anderen Stadt.
Zieh dort hin.
(Seit wann genau bist du so wütend auf sie? Und wann wurdest du letztmalig geschlagen?)
Wütend schon immer? Letztmalig liegt ein paar Jahre zurück und genau das ist mein Problem. Sie sind eben nicht mehr so, aber der Hass von damals bleibt
 
Ich habe das Gefühl, bei den Eltern wird die Wut abgeladen, die müssen herhalten für Hauseigenen Hass. Man will etwas kaputtschlagen, weil man frustriert ist und nicht kann, was man gerne hätte und nun werden Mama und Papa geohrfeigt und beschuldigt dafür. Schuld ist aber euer Frust.
Du hast nicht ganz unrecht. Ich bin frustriert, und das nicht, weil mich meine Eltern geschlagen haben. Wenn ich ehrlich bin, dann war das was am wenigsten schlimme.
Ich hab mich früher relativ viel gestritten mit meinen Eltern. Ich wollte dies oder jenes nicht, nicht in die Schule, mal ein politisches Thema.
Ich hatte keine Freunde und mein einziges Umfeld waren Geschwister und Eltern. Jetzt streitet man sich mit seinen Eltern und hat manchmal nicht mal unrecht damit. Aber jeder sagt dir aus der Familie (Mein Vater hat 8 Geschwister), wie kannst du sowas sagen, wie kannst du ihm widersprechen, es ist dein Vater. Und JA, das kann belastend sein als Kind ohne Freunde mit sozialen Schwierigkeiten.
Das drückt einmal mein Selbstwertgefühl, man ist verzweifelt, weil man anscheinend alles falsch macht und kriegt das noch aufs Maul.
Ja, ich habe mich sehr heftig gestritten, weil ich nicht in die Schule, in den Urlaub oder sonst wohin wollte. Ich als Eltern wüsste auch nicht, wie ich damit umgehen würde. Und ja, meine Elternhaben mir vorgeworfen, sie "zerstört zu haben". Mein Vater hat früher oft gesagt, ich wär "seineStrafe Gottes", weil er "irgendwas" falsch gemacht hat.
Das macht wütend.

Und jetzt nochmal zu dem Zitat.
Ich bin frustriert. Mein ganzes Leben war ich unzufrieden mit mir selbst. Und so falsch es auch war, ich hab das meinen Eltern vorgeworfen. Wenn sie anders gehandelt hätten,hätte ich vielleicht Freunde, würde Sport machen, was auch immer.
Das es so ist, ist meine Schuld, das war ich. Ich war ein trotziges, aggressives Kind, das mit anderen Kindern nichts zu tun habe wollte.
Als sich das gelegt hat, hab ich es trotzdem geschafft, alle Freundschaften gegen die Wand zu fahren. Und das ist MEINE Schuld.
Das ist MEIN Leben, mit dem ich nicht klarkomme.
Und MEIN Frust, den ich an meinen Eltern ausgelassen habe.

Und deswegen habe ich diesen Thread erstellt. Ich wollte Meinungen dazu, weil es eben nicht schwarz und weiß ist. Meine Geschwister wurden nie geschlagen.

Es ist nicht nur, geschlagen zu werden, sondern auch nie akzeptiert und verstanden zu werden, in einer Welt, vor der man schon immer Angst hatte.

Und dann heißt es, dein Vater kann nicht schlafen wegen dir, deine Mutter hat was auch immer die hat, dein Bruder leidet darunter und deine Schwester auch.
 
Du hast nicht ganz unrecht. Ich bin frustriert, und das nicht, weil mich meine Eltern geschlagen haben. Wenn ich ehrlich bin, dann war das was am wenigsten schlimme.
Ich hab mich früher relativ viel gestritten mit meinen Eltern. Ich wollte dies oder jenes nicht, nicht in die Schule, mal ein politisches Thema.
Ich hatte keine Freunde und mein einziges Umfeld waren Geschwister und Eltern. Jetzt streitet man sich mit seinen Eltern und hat manchmal nicht mal unrecht damit. Aber jeder sagt dir aus der Familie (Mein Vater hat 8 Geschwister), wie kannst du sowas sagen, wie kannst du ihm widersprechen, es ist dein Vater. Und JA, das kann belastend sein als Kind ohne Freunde mit sozialen Schwierigkeiten.
Das drückt einmal mein Selbstwertgefühl, man ist verzweifelt, weil man anscheinend alles falsch macht und kriegt das noch aufs Maul.
Ja, ich habe mich sehr heftig gestritten, weil ich nicht in die Schule, in den Urlaub oder sonst wohin wollte. Ich als Eltern wüsste auch nicht, wie ich damit umgehen würde. Und ja, meine Elternhaben mir vorgeworfen, sie "zerstört zu haben". Mein Vater hat früher oft gesagt, ich wär "seineStrafe Gottes", weil er "irgendwas" falsch gemacht hat.
Das macht wütend.

Und jetzt nochmal zu dem Zitat.
Ich bin frustriert. Mein ganzes Leben war ich unzufrieden mit mir selbst. Und so falsch es auch war, ich hab das meinen Eltern vorgeworfen. Wenn sie anders gehandelt hätten,hätte ich vielleicht Freunde, würde Sport machen, was auch immer.
Das es so ist, ist meine Schuld, das war ich. Ich war ein trotziges, aggressives Kind, das mit anderen Kindern nichts zu tun habe wollte.
Als sich das gelegt hat, hab ich es trotzdem geschafft, alle Freundschaften gegen die Wand zu fahren. Und das ist MEINE Schuld.
Das ist MEIN Leben, mit dem ich nicht klarkomme.
Und MEIN Frust, den ich an meinen Eltern ausgelassen habe.

Und deswegen habe ich diesen Thread erstellt. Ich wollte Meinungen dazu, weil es eben nicht schwarz und weiß ist. Meine Geschwister wurden nie geschlagen.

Es ist nicht nur, geschlagen zu werden, sondern auch nie akzeptiert und verstanden zu werden, in einer Welt, vor der man schon immer Angst hatte.

Und dann heißt es, dein Vater kann nicht schlafen wegen dir, deine Mutter hat was auch immer die hat, dein Bruder leidet darunter und deine Schwester auch.
Nja, dann hat das Kind jetzt einen anderen Namen.

Genaugenommen behandelte man dich total falsch, das Verweigern und deine heftige Wut missdeuteten sie, sie hätten sehen müssen, dass es dir schlecht geht. Die haben gedacht, du bist "nur" schlimm, dass du zutiefst verzweifelt bist, das haben sie übersehen.
 
Wie gesagt, die können nichts für ihre Dummheit, sie wussten es nicht besser.

Geh dich jedenfalls nicht abmurksen, weil die Welt nicht klar kommt mit deiner Sensibilität. Immer schon gabs Kinder, die diese Regelungen, wie sie angeblich richtig sind, extrem widerlich fanden. Schön langsam erkennt man, dass diese Wesen sich nichts vormachen lassen, von wegen, das ist gut so, was man ihnen vorsetzt.

Sei neugierig, welchen Weg du einschlägst einmal. So wie die machen, machst du sicher nicht. Was die gut finden, danach greifst DU sicher nicht. Wonach dann???

Das Leben ist schön.
Bei mir war es auch mal extrem widerlich und dann habe ich alle hinter mich gelassen und mir das genommen, was MEINER Natur entspricht und nach meiner Version gut ist. Das ist nicht das Gleiche, was andere gut finden. Über mich hat man auch immer den Kopf geschüttelt und man wollte mich in ein Erziehungsheim stecken für Schwererziehbare. Die Enten ahnen nicht, was ein Adler mag. Du bist unter Enten großgezogen worden und finde nun heraus, dass du wohl ein Adler bist. Du lernst jetzt das, was du lernen möchtest und machst jetzt das, was du tun möchtest und was das alles ist, das erkennst du unterwegs.
Klingt pathetisch, aber deine wirkliche Mutter ist in dir und zeigt dir die Spur, wie es auch bei mir der Fall war und ist. So was von toll, was nun da ist, das hätte ich nie gedacht.
Fantasiere, was du gut findest, denke dir Ziele aus, lass dich mal träumen und merke, irgendwohin tendierst du, darauf gehe zu.
 
Ich wusste auch schon damals, dass das wenig aussagt, aber darum geht es nicht. Man fühlt sich extrem ausgeschlossen und kann nichts machen, da Gegenrede kaum akzeptiert wurde. Und wenn man nicht einsieht, dass man falsch liegt, eventuell, weil man es auch gar nicht tut, dann baut sich Hass auf. Dann entstehen Konflikte nicht wegen irgendwelcher Differenzen, sondern einfach so. Dann sind sie rein emotional, und das als ohnehin relativ mental schwacher Menschen zu machen, ist naja kräfteraubend
 
Zum Verständnis: Du wurdest in der Vergangenheit geschlagen, jetzt nicht mehr, hasst deine Eltern aber weil sie dich in der Vergangenheit geschlagen haben? So korrekt?

Schlagen ist immer Scheiße und ich kann verstehen, dass dir das immer wieder hochkommt. Würde es mir vermutlich auch, aber ich hatte das Glück, dass ich nie geschlagen wurde.

Allerdings habe ich in meiner pubertären Phase meine Eltern für andere Dinge "gehasst". Für diverse Verbote die ich nicht einsah u.ä.

Bei mir hat sich das dann nach ein paar Jahren relativiert. Wie das natürlich mit gravierenderen Dingen wie Schlägen aussieht, kann ich schwer beurteilen.

Ich vermute dennoch, dass du z.B. mit Mitte 20 nicht mehr so stark hassen wirst.....
 
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