Liebe TE,
ich finde, dass Du Deine Kinder sehr gut im Blick hast und sowohl ihre Stärken, als auch ihre Schwächen sehr realistisch einschätzen kannst.
Du unterstützt, ohne unrealistische Erwartungen noch zu befeuern.
Ich fürchte, jetzt kommt eine schwierige Aufgabe auf Dich zu: ich nenne es mal "kontrolliertes Auf-die-Nase-fallen-lassen."
Es ist normal, dass Deine Töchter (noch) Zukunftsträume haben, die auf uns Erwachsene eindeutig unrealistisch wirken. Leider glauben sie Dir als Mutter nur sehr bedingt und meinen, es besser zu wissen. Da hilft leider nur die (dosierte) Konfrontation mit der Realität.
An Deiner Stelle würde ich mich, was die Unterstützung angeht, ein wenig zurücknehmen (die jüngere Tochter ist entweder selbst dafür verantwortlich, pünktlich bei den Castings zu erscheinen, oder sie macht halt die Erfahrung, des Zuspätkommens) und auch die Tänzerin würde ich weiter ihre Erfahrungen sammeln lassen.
Wenn sie nach Niederlagen geknickt sind, fang sie liebevoll auf, verschweige aber nicht, dass Du die Berufswünsche ebenfalls für schwer realisierbar hältst.
So schwer es auch ist: Du kannst Deine Kinder nicht vor der Realität schützen. Besser also, liebevoll begleitet auf dem Boden der Tatsachen ankommen, als ganz alleine gegen Wände zu rennen.
Alles Gute!