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Mal ehrlich spinnen alle bei den Preisen?

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Was würde es denn verbessern wenn Wohnungen und Mieten in München künstlich günstiger wären?
Meinst Du nicht, dass es besser für München als gesamtheit wäre, wenn wir eine ähnliche Situation hätten, wie in Wien?
Also aus welchem Grund bist Du der Ansicht, dass das was in München gerade abläuft tatsächlich der bessere Weg ist?
OK, die Frage ist für WEN besser: Aber gehen wir mal davon aus, wir sehen eine Stadt als Gesamtheit und betrachten ALLE Menschen dort.
Glaubst Du wirklich ,der Münchner Weg ist besser als der Wiener Weg?
Du argumentierst, dass der freie Markt nicht funktionieren würde. Er funktioniert in München blendend! Darum steigen die Mieten ja in begehrten Lagen.
Funktionieren definieren wir beide offenbar anders: Wenn es um die Frage geht: Funktioniert ein System für die gesellschaft, haben wir offenbar unterschiedliche Vorstellungen.
ich definiere es so, dass die knappen Ressourcen möglichst so genützt werden, dass möglichst viele etwas davon haben. Und genau DAS funktioniert in München ja gerade nicht: Wir haben ne Menge Leerstand, unbewohnte Luxuswohnungen auf der einen Seite und praktisch KEINE Wohnungen, die sich am bedarf der in München wirklich lebenden und arbeitenden Menschen orientieren
Eine gute Freundin von mir ist Mietrichterin in München:
und was die berichtet..."funktionieren" sieht für mich anders aus.
Wenn Du unter funktionieren natürlich die maximale Bereicherung einiger weniger Menschen siehst: Dann hast Du recht. Dann funktioniert München besser als Wien.
Aber auch hier ist halt die Frage, was politisch gewollt ist: Wie sieht man eine Stadt? Also Investitionsgut oder als lebensraum. ich sehe es als Lebensraum. KANN man anders sehen....

@Violetta Valerie Wie würdest Du dass denn regeln? Berlin Mitte ist nun so gut wie vollgebaut. Trotzdem wollen immer noch Menschen hierher. Wie willst Du das fair regeln wenn es nicht über den Preis geht? Auslosen? Beziehungen?

ich finde das Modell, das in Wien gefahren wird eigentlich sehr gut. Das Gesamtpaket kommt unterm Strich einfach besser raus. Und das ganze wäre klar auf München übertragbar.
Was spräche denn da dagegen? warum sollte das in München nicht auch klappen?
Was würde ich noch regeln wollen?
ZB würde ich städtische Grundstücke NICHT an Investoren verkaufen sondern den dringend benötigten städtischen Wohnraum drauf bauen.
ich würde außerdem stärkere Regeln aufstellen zum Leerstand, bzw zu "Ferienwohnungen" in der Stadt. Ein riesiges Problem, das wir hier haben sind zB Superreiche aus aller Welt, die hier kaum genütze Ferienwohnungen haben. Auch Zweckentfremdung ist ein problem.
In der Gegend um das Klinikum Großhadern gibt es immer mehr Wohnungen, die nicht regulär bewohnt werden sondern von "Medizintouristen"
All diese Dinge gehören endlich angepackt.
Des weiteren sollte bayern und ganz Deutschland mehr Anreize schaffen, die Ballungsräume zu entlasten: Also Anreize setzen, dass sich große Firmen auch anderswo ansiedeln. (Dazu gibt es ja verschiedene Stellschrauben, die man mal drehen könnte)
All das wären mal Beispielhaft Dinge, von denen ich fände, dass sie wirklich fällig wären.


Wie willst Du das fair regeln wenn es nicht über den Preis geht? Auslose?
Ist es denn fair geregelt über den Preis?
Also Auslosen wäre fairer. Vielleicht nicht sinnvoller, aber FAIRER!
Bist Du ernsthaft der Ansicht, dass das was in München los ist, irgendwas mit Fairness was zu tun hätte?
 
In allem was "Ersatz" heißt, sind leider jede Menge Hilfsstoffe, Geschmacksverstärker und was noch drin. Man braucht sich nur die Inhaltsangabe anschauen, da kriegt man das kalte Grauen. Ich warte eher auf geklontes Fleisch - sollte bei Fisch besonders leicht zu züchten sein - oder, noch besser, Pflanzen die man per Gentechnik dazu bringt, ein Fleischanalog zu produzieren. Hoffentlich nicht auf Basis von Hülsenfrüchten, weil ich die nicht vertrage, mein Darm kommt damit nicht zurecht. Eher sowas wie dickblättrige Pflanzen vergleichbar Aloe oder Pfennigbaum, wo man dann nach Bedarf die Blätter erntet. (Sowas hab ich mal für eine SF-Geschichte erfunden, leider gibt es sie bis heute nicht in Echt.)

Nicht überall sind viele Hilfsstoffe u.ä. drin. Erst mal besser informieren bevor man drauf los schreibt.
 
Die oft in veganen Produkten enthaltene Erbsenbasis ist für mich auch schon ein Hilfsstoff. Proteine ja, aber für mich nicht verträglich. Ich esse Erbsenprodukte zwar gerne, sie schmecken, aber mein Darm hat eine andere Meinung, die er mich die folgenden zwei Tage spüren (und riechen!) läßt. (Kann man sich eigentlich an selbstproduzierten Gasen vergiften?)
 
Das ist ja der gute steuernde Effekt von Preisen. Sie lenken Menschen zu anderen (oft besseren) Alternativen. In diesem Fall wohlmöglich für die Umwelt besseren Alternativen.
Hm....Preise lenken die menschen auf bessere Alternativen?
Wie man am bespiel Massentierhaltung sieht?

Die Aussage würde stimmen, wenn die Umwelt eine Sprache hätte und ein Konto und wenn die Kosten die man auf der Umweltseite zahlt SOFORT spürbar wären. Das sind sie aber nicht und so taucht in der rechnung der "Preis", den man für die Schädigung der Umwelt zahlt halt nicht auf: bezahlt wird er trotzdem.
Und genau deshalb MUSS die Politik diesen Preis ja fühlbar machen: Die Umwelt an hat eben keine eigene Lobbyvertretung. Also muss die Politik dieses ausgleichen und entsprechend dafür sorgen, dass der Preis auf der Rechnung erscheint.

Vielleicht muss man auch einfach mal zugeben: Es kann nicht jeder Mensch auf der Welt viele tierische Produkte essen. Und den Konsum kann der Preis steuern.
Klar: Das ist schon richtig. Die Frage ist eben nur: Steuert der Konsum den Preis in eine gute oder nicht so gute Richtung: DASS der Konsum den Preis steuert ist klar: Nur in welche Richtung ist leider nicht so klar.

Die Knappheit lässt sich m.E. übrigens sehr gut beheben indem Menschen auf andere Lebensmittel ausweichen, die nicht aufgrund von Überstrapazierung der Umwelt knapp werden.
Ganz genau! und wie überredest Du Menschen zu diesem Verzicht und zu diesem Ausweichen?
machen die das einfach so, weil es doch besser wäre?
Steigen mehr Leute in den Bus, weil es für die Umwelt gut ist? nein, sie steigen in den Bus, wenn es günstiger und praktischer ist, als selber Auto zu fahren.
Warum sollte jemand, dem es egal ist, wie die Tiere gehalten werden auf Massentierhaltung verzichten? Warum sollte ein Großkonzern Tiere artgerecht halten, wenn er es nicht muss?
Das schaffst Du nur, in dem Du politisch dafür sorgst, dass zB Massentierhaltung sich nicht mehr lohnt oder verboten wird.
Darauf zu warten, dass irgendwo jemand freiwillig auf mehr Gewinn verzichtet und der markt die Leute schon wie durch Zauberhand dazu bringt, auf ihr Fleisch zu verzichten und stattdessen etwas weniger umweltschädliches zu konsumieren hat ja bisher schon immer "fabelhaft" funktioniert, solange es weiterhin möglich ist, das zeug billig zu haben, oder?
 
Man könnte ja mal Visch probieren (veganer Fischersatz). Die Frage ist, wie das Zeug schmeckt.

Ich hab schon bei Fleisch und Wurst das ein oder andere probiert, das ist mal ganz nett, aber bleibt nach wie vor eine Kopie. Wer das mag klar, aber in der Regel gibt es auch nix Besseres als ein Original.
 
Ist es denn fair geregelt über den Preis?
Also Auslosen wäre fairer. Vielleicht nicht sinnvoller, aber FAIRER!
Bist Du ernsthaft der Ansicht, dass das was in München los ist, irgendwas mit Fairness was zu tun hätte?

Ich kann München nicht beurteilen, aber ich habe generell die Meinung dass jeder mit seinem Eigentum machen kann was er oder sie möchte. Auch Medizintouristen wohnen in einer Wohnung, die irgendwem gehört der sich dazu entschieden hat. Über eine Zweitwohnungssteuer kommt auch gut Geld rein.

Was ich absolut verstehen kann dass es falsch ist, an Investoren zu kaufen. Aber das wird es aktuell wohl nicht mehr geben.

Fair finde ich es, sich in einem Land wie Deutschland zu bilden und gut zu verdienen. Als Motivation haben viele vielleicht auch eine Wohnung, ein Auto oder was auch immer. Zu Geld kann jeder kommen, manche haben Glück, aber jeder kann hart arbeiten, sich bilden und zu Geld kommen. Das finde ich definitiv fairer als ein Los.
 
Fair finde ich es, sich in einem Land wie Deutschland zu bilden und gut zu verdienen. Als Motivation haben viele vielleicht auch eine Wohnung, ein Auto oder was auch immer. Zu Geld kann jeder kommen, manche haben Glück, aber jeder kann hart arbeiten, sich bilden und zu Geld kommen. Das finde ich definitiv fairer als ein Los.

Glück hat nicht jeder. Nicht jeder kann zu Geld kommen. Nicht jeder kann hart arbeiten.....
 
Hm....Preise lenken die menschen auf bessere Alternativen?
Wie man am bespiel Massentierhaltung sieht?

Hier dürfen wir persönliche Moral nicht mit Effektivität verwechseln.

Wenn ein Unternehmen etwas effektiver und damit günstiger herstellen kann, kaufen die Kunden von diesem Unternehmen. Der Preis lenkt also die Kunden zum besseren Unternehmen. Und das ist gut so, sonst gäbe es auch keinen Antrieb Dinge zu verbessern.

Ob das moralischer ist, ist eine ganz andere Frage. Und diese muss in einer Gesellschaft demokratisch geklärt werden. Niemand hat die alleinige moralische Hoheit.

Dies ist aber auch nicht Aufgabe von Märkten. Ich habe ja nie gesagt "freier Markt und sonst nichts". Freie Märkte sind für mich zwangsläufig mit einer starken Demokratie verbunden, die durch freie Wahlen den Rahmen für Märkte festlegt. Wohlbemerkt: den Rahmen! Nicht die Preisgestaltung komplett übernimmt.

Steigen mehr Leute in den Bus, weil es für die Umwelt gut ist? nein, sie steigen in den Bus, wenn es günstiger und praktischer ist, als selber Auto zu fahren.
Warum sollte jemand, dem es egal ist, wie die Tiere gehalten werden auf Massentierhaltung verzichten? Warum sollte ein Großkonzern Tiere artgerecht halten, wenn er es nicht muss?
Das schaffst Du nur, in dem Du politisch dafür sorgst, dass zB Massentierhaltung sich nicht mehr lohnt oder verboten wird.

Ja aber das nennt man eben auch Demokratie. Dinge wie Massentierhaltung kann man nur verbieten, wenn man dazu demokratische Mehrheiten hat.
Und das ist gut so! Nicht deine, nicht meine Moral entscheiden, sondern der demokratische Volkswille.
So kann eine Demokratie bestimmte Dinge verbieten (z.B. Massentierhaltung) oder andere Dinge höher besteuern (z.B. Fleisch).
Sie darf aber keine Märkte zerstören indem sie z.B. Preise festschreibt (z.B. Mietendeckel). Damit zerstört sie die Funktion der Märkte und sorgt für ein irrationales Verhalten der Menschen.

Beispiel:
In den USA gab es mal eine Flutkatastrophe. Daraufhin waren viele öffentlichen Wasserquellen verschmutzt und das abgepackte saubere Flaschenwasser in den Supermärkten war extrem teuer. Warum? Weil plötzlich alle das Flaschenwasser wollten. Knappheit eben.
Die US Regierung reagiert empört und warf den Supermärkten vor, die Not der Menschen auszunutzen. Sie schrieb den Supermärkten vor, das Flaschenwasser höchstens zum doppelten den Normalpreises zu verkaufen.
Was geschah? Die Menschen stürmten die Supermärkte und kauften so viel Wasser wie sie konnten. Während die ersten Käufer nun Wasser ohne Ende hatten, sind Menschen die zu spät im Supermarkt waren leer ausgegangen und mussten wortwörtlich verdursten.
Fazit: Es war sinnvoll, dass Wasser extrem teuer war, damit Menschen wirklich nur so viel kauften wie sie unbedingt brauchten.
 
Zu Geld kann jeder kommen, manche haben Glück, aber jeder kann hart arbeiten, sich bilden und zu Geld kommen. Das finde ich definitiv fairer als ein Los.
Wie bitte? Jeder? Tut mir leid, aber das stimmt einfach nicht. Ich z. B. bin schwerbehinderter EM-Rentner und kann nicht mehr arbeiten. Ich bin schon froh, dass ich meinen Alltag momentan so gut auf die Kette krieg.
 
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