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Mal ehrlich spinnen alle bei den Preisen?

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Ich kann als Staat jede moralische Anspruchshaltung vertreten. Ich kann vertreten, dass jeder Mensch ein Recht auf eine Wohnung in München hat. Aber wenn morgen 80 Mio Deutsche in München leben wollen, bringt mir mein Moralanspruch nichts. Ich kann es nicht umsetzen.

Ähnlich hier in Berlin. Selbst wenn ich nun alles zubauen würde wäre das Angebot immer noch unter der Nachfrage.

@Violetta Valerie Wie würdest Du dass denn regeln? Berlin Mitte ist nun so gut wie vollgebaut. Trotzdem wollen immer noch Menschen hierher. Wie willst Du das fair regeln wenn es nicht über den Preis geht? Auslosen? Beziehungen?
 
Ich spreche von Realitäten. Alle Dinge auf der Welt sind begrenzt, es muss einen Verteilschlüssel geben.
Wenn wir darüber klagen, dass Brötchen oder Fisch hier zu teuer sind, heißt das im Umkehrschluss, dass diese Dinge knapp sind und wir auf der Gewinnerseite stehen - während andere auf der Welt sich garkeine Brötchen oder Fisch mehr leisten können.

Im Endeffekt ist das gut, weil diese Knappheit meist dazu führt, dass mehr Menschen Fisch und Brot herstellen wollen, schließlich können sie ja gut dran verdienen. Das wiederum führt irgendwann zur Behebung der Knappheit.
Hohe Preise sind also "Anzeiger" für Knappheit - und eben meist nicht "Abzocke".
Die Knappheit bei Fisch läßt sich aber nicht durch mehr Fischer beheben, weil Fisch eine nachwachsende aber endliche Ressource ist - wenn man zu viel Fische aus dem Meer holt, wächst nichts mehr nach, und dann fängt kein Fischer mehr was.
Und dummerweise sind gerade die großen weiblichen Fische die, die am meisten Nachwuchs produzieren, die aber wegen ihrer Größe als erste weggefangen werden.
Seefisch läßt sich generell nicht "produzieren", denn die Jungfische, die in "Fischfarmen" hochgepäppelt werden bis Schlachtreife, sind in der Regel der Natur entnommen worden und dünnen so den Bestand im Meer zusätzlich aus. Nur bestimmte Süßwasserfische wie etwa Karpfen lassen sich wie Rinder oder Schweine züchten und vermehren. Bei allen anderen Arten ist man auf die Natur angewiesen, was zur Einführung von --> Fangquoten geführt hat. Damit die noch vorhandenen Bestände nicht bis zum Zusammenbruch überfischt werden können. In der Theorie jedenfalls, denn bei manchen Fischarten sind die festgesetzten Fangquoten sogar höher, als noch Bestand im Meer vorhanden ist. Plus Fischwilderei durch ausländische Fischfangflotten, die sich bei Nacht und Nebel sogar in Schutzzonen einschleichen und rigoros alles wegfangen was im Wasser lebt. Was sich am Stück nicht auf dem Markt verkaufen läßt, ergibt immer noch Fischmehl, mit dem die Aufzuchtfische in den genannten Fischfarmen gefüttert werden. Und so gehen die Fischbestände insgesamt langsam zugrunde.
Der blöde Spruch "gib einem Menschen einen Fisch und er hat einen Tag lang zu essen, lehr ihn fischen und er hat jeden Tag zu essen" gilt schon lange nicht mehr. Zu viele Fischer, zu große Fischfangflotten, die ihre Subventionen irgendwie wieder reinbringen sollen. Wo sollen da noch die ganzen Fische herkommen, um alle Mäuler zu füllen?
 
Für fertige Fischbrötchen gilt das gleiche wie für die belegte Wurstsemmel beim Bäcker - Apothekenpreise. Fischstäbchen gibt es (wenn man nicht die Teuermarke mit dem I am Anfang nimmt) für 1,99 Euro pro 450 Gramm, und so ein Glas Bismarckheringe mit dem man sich Sardinenbrötchen selber machen kann, kostet auch um den Dreh herum, ab 1,59 Euro. Frisches Fischfilet oder ganze (kleinere) Fische zum selber Panieren und Backen kostet unterschiedlich, je nach Fischart. Bei manchen schlagen die Fangquoten zu Buche, erhältlich sind sie noch, aber in begrenzter Menge. Manche (Schillerlocken) sind inzwischen verboten (glaub ich wenigstens) - die stammen nämlich vom Sandhai, und das Fangen von Haien ist ökologisch pfui! - und Garnelen stammen oft aus ebenso umweltschädlicher Zucht, weil die oft in Becken gezogen werden, für die Mangrovenwälder (Küstenschutz vor Stürmen und Tsunamis) abgeholzt wurden. Was man essen kann sind Muscheln, weil deren Zucht an den Küsten eher schützend wirkt, allerdings nur wenn man sich traut, weil Muscheln auch aus guter Zucht zuweilen Gifte aus dem Meer einfangen oder schlicht selbst verdorben sind, bis sie beim Konsumenten landen, das geht bei so empfindlicher Ware sehr schnell.
 
Die Knappheit bei Fisch läßt sich aber nicht durch mehr Fischer beheben, weil Fisch eine nachwachsende aber endliche Ressource ist - wenn man zu viel Fische aus dem Meer holt, wächst nichts mehr nach, und dann fängt kein Fischer mehr was.
Und dummerweise sind gerade die großen weiblichen Fische die, die am meisten Nachwuchs produzieren, die aber wegen ihrer Größe als erste weggefangen werden.
Seefisch läßt sich generell nicht "produzieren", denn die Jungfische, die in "Fischfarmen" hochgepäppelt werden bis Schlachtreife, sind in der Regel der Natur entnommen worden und dünnen so den Bestand im Meer zusätzlich aus. Nur bestimmte Süßwasserfische wie etwa Karpfen lassen sich wie Rinder oder Schweine züchten und vermehren. Bei allen anderen Arten ist man auf die Natur angewiesen, was zur Einführung von --> Fangquoten geführt hat. Damit die noch vorhandenen Bestände nicht bis zum Zusammenbruch überfischt werden können. In der Theorie jedenfalls, denn bei manchen Fischarten sind die festgesetzten Fangquoten sogar höher, als noch Bestand im Meer vorhanden ist. Plus Fischwilderei durch ausländische Fischfangflotten, die sich bei Nacht und Nebel sogar in Schutzzonen einschleichen und rigoros alles wegfangen was im Wasser lebt. Was sich am Stück nicht auf dem Markt verkaufen läßt, ergibt immer noch Fischmehl, mit dem die Aufzuchtfische in den genannten Fischfarmen gefüttert werden. Und so gehen die Fischbestände insgesamt langsam zugrunde.
Der blöde Spruch "gib einem Menschen einen Fisch und er hat einen Tag lang zu essen, lehr ihn fischen und er hat jeden Tag zu essen" gilt schon lange nicht mehr. Zu viele Fischer, zu große Fischfangflotten, die ihre Subventionen irgendwie wieder reinbringen sollen. Wo sollen da noch die ganzen Fische herkommen, um alle Mäuler zu füllen?

Richtig. Ist doch aber dann auch irgendwie in Ordnung wenn Fisch teuer wird oder? Preise für Fisch und Fleisch sollten ruhig widerspiegeln, dass es im wahrsten Sinne einen "Preis" hat wenn viel davon verlangt wird.
Die Knappheit lässt sich m.E. übrigens sehr gut beheben indem Menschen auf andere Lebensmittel ausweichen, die nicht aufgrund von Überstrapazierung der Umwelt knapp werden.

Das ist ja der gute steuernde Effekt von Preisen. Sie lenken Menschen zu anderen (oft besseren) Alternativen. In diesem Fall wohlmöglich für die Umwelt besseren Alternativen.
 
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