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Geld verleihen an Mutter

Hat das so stattgefunden?

So wie du deine Mutter beschreibst, war sie immer von anderen abhgängig... erst von deinen Großeltern, nun von dir. Klingt für mich nach dem goldenen Käfig bzw. starker Überbehütung. Auch "ihre" Immobilie stammt nun wohl aus der Arbeitsleistung deiner Großeltern nicht von ihr selber.

Kernpunkt, auf welchen ich hinauswill ist, dass du dir hier Verantwortung aufbürdest, die eigentlich deine Großeltern hätten übernehmen müssen.
Sie waren sicherlich finanziell erfolgreiche Leute nach deiner Beschreibung und fleißig im Leben... bei der Erziehung des eigenen unmittelbaren Nachwuchses aber scheint es grobe Lücken zu geben.

Dieser Wunsch deiner Oma / deiner Großeltern also in allen Ehren, aber es bist tatsächlich nicht du, der im Fall der Fälle scheitert, sondern in erster Linie deine Mutter, in zweiter Linie dann sogar deine Großeltern selber, die es zur passenden Zeit in der Hand gehabt hätten.

Absolut richtig. Meine Mutter ist durch meine Großmutter auf Händen getragen und auch immer finanziell unterstützt worden. Warum auch immer hat meine Mutter nie gelernt selbstverantwortlich zu leben.
Und ich kann und sollte mir nicht die Verantwortung dafür aufbürgen.
 
Absolut richtig. Meine Mutter ist durch meine Großmutter auf Händen getragen und auch immer finanziell unterstützt worden. Warum auch immer hat meine Mutter nie gelernt selbstverantwortlich zu leben.
Und ich kann und sollte mir nicht die Verantwortung dafür aufbürgen.

Dann lass deine "Mutter" fallen. Soll sie endlich mal die Konsequenzen ihres Handelns und nicht handelns zu spüren bekommen.
 
Ich erwische mich manchmal bei dem Gedanken, dass es mir garnicht so sehr um mich geht, sondern eher um das Vermögen. Da das Haus meiner Mutter überwiegend aus dem Erbe von meinen Großeltern bezahlt wurde, denke ich manchmal: Wie schade, wenn meine Mutter das Erbe und damit einen Teil der Lebensleistung meiner Großeltern aufbraucht.

Für meine Oma war es immer wichtig, dass Vermögen in der Familie bleibt und auch möglichst von Generation zu Generation vererbt wird. Sollte ich keine Kinder haben, werden deswegen auch meine Cousinen bzw. deren Kinder mein Vermögen erben.

Sind das nur Werte Deiner Oma, die Du verinnerlicht hast oder ist es Dir selbst wichtig, erarbeitete Werte für "die Familie" zu erhalten?

Ich weiß, dass ich mir zu viele Gedanken um meine Mutter und Erbe mache. Es beeinflusst meine Gefühlswelt negativ.

Keine Ahnung, es scheint ein wiederkehrendes Thema zu sein und Dich somit immer wieder zu belasten.
Vielleicht wäre ein Lösungsansatz gut, der genau das verhindert?

Deswegen ziehe ich mich jetzt auch wieder aus der Nummer zurück und lass meine Mutter machen, was sie eben will.

Mit dem Wissen, dass sie Dich irgendwann wieder belasten wird?

Nur eine Überlegung, da ich selbst in mir zunehmend diese Gedanken und Befürchtungen trage, dass irgendwann jemand auf mich zukommt, ich solle Kosten übernehmen. Ich habe den Kontakt vor langer Zeit abgebrochen. Doch damit ist ja noch nichts geregelt.
 
Auf welche Weise hast Du ihr das unterbreitet?
Ich würde eine Präsentation mit allen zusammengefassten Infos erstellen und ihr das geben. Lass sie in Ruhe darüber nachdenken, setze einen Termin an, an dem ihr Euch zusammensetzt und Du ihre Antwort möchtest.

Einzelne Punkte können da eventuell nachverhandelt werden, werden schriftlich erfasst und von beiden unterschrieben.

Eine solche Präsentation beruhend auf und in Verbindung mit einem Gutachten wäre sicher eine sehr gute Möglichkeit, doch dann bräuchtest Du ihre Einwilligung und müsstest die Kosten tragen. Doch Du wüsstest woran Du bist.
Es könnten jede Menge unentdeckter Schäden entstanden sein.

Und der Renovierungsdruck ist entsprechend groß, wenn nie etwas gemacht wurde, die Kosten entsprechend.

Ich würde das Angebot an die Mutter auch gut überdenken. Bargeld zur Verfügung ist ein Risiko, sie kann dann möglicherweise dennoch wichtige Rechnungen nicht bezahlen.

Mietfreiheit, Heizkostenübernahme, Stromrechnung, ich würde eher auf derartige Punkte setzen. Maximal ein überschaubarer Bargeldbetrag.

Dazu die Gegenrechnung präsentieren, berechneten Zeitraum Aufbrauch des zu erwartenden Erlöses vom Hausverkauf.
Was soll dann folgen? Wie würde sie das lösen?

Du kennst mich jetzt nicht soooo gut und ich habe es auch nicht ausdrücklich geschildert, aber ich habe meiner Mutter mehrfach sehr ausführlich über viele Stunden und sogar mit Handout ganz in Ruhe zum Nachdenken Vorschläge unterbreitet.

Ich habe ihre Rentenberatung bezahlt, hab ihr einen Makler und einen Notar gesucht und bin alles haarklein mit ihr durchgegangen. Ich bin Beamter, glaub mir, ich bin sehr gründlich 🤓

Gut möglich, sie hat Angst ihr Zuhause zu verlieren.
Deshalb gehört in die Aufstellung, dass sie lebenslang in einem Teil des Hauses wohnen kann und sich nie wieder um Heizkosten etc. Sorgen machen muss.
Dass dies vertraglich festgehalten wird beim Notar, damit sie sich sicher sein kann, nie ihr Zuhause zu verlieren.

Genau DAS will ich aber nicht. Ich will keinen "Fullservice" mit meiner Mutter vereinbaren, wo ich alle ihre Rechnungen von Heizung bis Tierarzt zahle. Dann bin ich die nächsten 20 Jahre Servicekraft für meine Mutter und komme egal wie alt oder schwierig sie wird nie wieder aus der Nummer raus. Sie wird immer sagen "Ich habe dir das Haus überschrieben also musst du XY für mich tun".

Und wenn sie im Haus bleibt, wird irgendwann auch eine Hilfe für Haushalt und Garten notwendig sein. Auch müsste das Haus irgendwann renoviert werden, vielleicht ist eine neue Heizung fällig, irgendwann ein Dach etc.

Deswegen habe ich eine feste Rentenzahlung vorgeschlagen, also z.B. 1.300 € im Monat. Davon und von ihrer Erwerbsrente wäre sie selbst verantwortlich.

Der Rentenberater hat mir als sie aus der Tür raus war unter vier Augen gesagt: Machen sie es nicht! Überlegen sie, dass sie wenn ihre Mutter noch 20 Jahre lebt über 300.000 € an sie auszahlen. Mit Rente hat sie dann knapp 2.000 € netto und Sie tragen das gesamte Risiko.

Für mich ist das Thema inzwischen auch vom Tisch und ich bin froh es nicht gemacht zu haben.
 
Dein Rentenberater gab Dir einen klugen Rat.
Denn Du wärst als Besitzer für das Haus verantwortlich, während sie sich nicht kümmern, sondern Dein Geld munter ausgeben würde.
Weshalb ich niemals die Auszahlung einer monatlichen Rente in Erwägung zöge.

Renovierung, Heizung (wäre vermutlich sofort zu tauschen nach unseren Gesetzen), Dach hätte mit Deiner Mutter nichts zu tun, dafür bist Du als Besitzer dann sowieso zuständig. Vorgeschriebene Dämmung nicht vergessen bei dem Gedankenspiel. Pflege dee Außenanlagen kann man an Mieter übertragen gegen Nutzung.

Und natürlich wäre Haushaltshilfe, Pflegedienst, einzukalkulieren.

Zusätzliche Forderungen außerhalb des vertraglich Vereinbarten (Tierarzt etc.) könntest Du ein für allemal ablehnen und mit dem Vertrag wedeln, ihn in den Hausflur pinnen.

Aber das ist nur ein Gedankenspiel. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Andres900,
frohes neues Jahr und:

das ist der Plan vom Jobcenter: Deine Mutter soll/muß ihr Haus verkaufen. Sinngemäß steht das im SGB II.

Sie kann dem Staat aber ein Schnippchen schlagen, wenn sie für jemanden ein Wohnungsrecht im Grundbuch eintragen läßt. Das beurkundet jeder Notar und er erledigt auch das Behördliche. Dann ist die Immobilie nicht verwertbar und das Jobcenter muß die tatsächlichen Wohnkosten zahlen.

Rede mal mit ihr darüber, ob sie da eine Möglichkeit sieht. Das Wohnungsrecht - NICHT Wohnrecht!, da gibt es Unterscheide - muß von der begünstigten Person dann aber auch real ausgeübt werden. Das ist für eine vmtl. ältere Frau wie Deine Mutter vielleicht sogar von Vorteil. Sie bekäme evtl. Hilfe bei Alltagsbesorgungen u. ä.

Zudem sollte Deine Mutter ihren Versicheurngsschutz überprüfen. Unnötige Versicherungen können gekündigt werden. Für meine Gebäude habe ich noch nicht mal eine Gebäudesachversicherung (andere Geschichte, aber man spart viel Geld).

Geld verleihen halte ich nicht für sinnvoll. Wovon will Deine Mutter das Darlehen tilgen?

Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für den Rat 🙂

Ich glaube, dass alle eure und meine Überlegungen am Kernproblem, dass sie nicht umziehen will und keine eigenverantwortlichen Entscheidungen treffen will, vorbeigehen.
Davon bin ich ebenso überzeugt: Sie scheint einer dieser Menschen zu sein, bei denen es bei der Überführung vom Handeln ins Tun nicht klappt.
Da kannste leider fast garnichts machen: Solche Menschen müssen auf dem Boden aufschlagen.

Dass ein Umzug schwer ist, verstehe ich. Aber nach Jahren muss man irgendwann dann doch mal in die Pötte kommen...
Darum geht es bei solchen menschen nicht: Es geht nicht darum, dass ihnen etwas schwer fällt und sie es einfach nicht schaffen, sondern da ist eine Blockade, die sie einfach stagnieren lässt.
Deswegen kannt Du auch nicht helfen: Helfen könntest Du, wenn sie überhaupt bereit wäre zu handeln aber es ihr lediglich sehr schwer fallen würde. Das ist aber nicht der fall. Sie wird nicht handeln, weil das "Konzept: handeln" garnicht angedacht ist.

Ich kann so gut nachfühlen, wie es Dir geht.
ich habe mit meiner Mutter ein ähnliches Problem. Der Unterschied ist nur, dass meine Mutter der liebste mensch auf Erden ist und wir das beste Verhältnis der Welt haben. Aber das ändert nicht daran, dass sie auch diese -ich nenne es mal: Handlungsblockade hat.
ZB wächst bei ihr an der Garage aus einer Ritze in der Außenwand ein Baum.... ja richtig, ein kleiner Baum. Inzwischen ist er zwei Meter hoch.
natürlich sage ich ihr: hey der Baum MUSS weg: Der macht Dir die Wand kaputt. Sie sieht das ein und sagt: naja, hast ja recht...aber der ist doch so hübsch und es wird noch nicht passieren.
dann brauche ich monatelang, um sie zu überzeugen, dass eben DOCH was passieren kann. Inzwischen haben wir Wasser in der garage und ich sage ihr: Siehst Du: Der macht die Wand kaputt...jetzt lass uns das Ding endlich wegmachen: ja schade für den Baum, aber wie weit willst Du es noch kommen lassen? Bis die Wand kaputt ist?
Auch das versteht sie und sagt, sie macht den Baum weg: Weitere Monate vergehen und der Wasserschaden wird größer.
Weil sie ja keine Zeit hat, den Baum wegzumachen, aber sie macht es dann schon noch....irgendwann....
ich biete ihr an, den Baum wegzumachen, wenn es ihr zu schwer ist oder sie keine Zeit hat. Das will sie nicht, denn soooo schlimm ist es ja noch nicht: Dann stellt sie lieber einen Eimer ins Gartenhäuschen und einen Raumentfeuchter.... so geht es doch auch.
ich denke, diese Art des Nicht-Handelns kennst Du nur zu gut: Von außen möchte man sich die Haare ausreißen und in den Teppich beißen, aber es kommt einfach niemals zur Handlung.
Und genauso wie dieser sch**** Baum in zwei Jahren nicht weg sein wird, wird deine Mutter nicht ausziehen.
Meine Mutter wird erst handeln, wenn die Garagenwand kaputt ist und Deine wird erst ausziehen, wenn das Amt sie an den Haaren rauszieht. und ja: Es tut weh bei sowas zuzuschauen.
 
Hallo Andreas900,
ich nochmal: hast Du meinen Vorschlag nicht gelesen? Du bist zwar Beamter, aber kennst Du alle Tricks und Kniffe an Geld zu kommen? Wenn ja, da frage ich, warum Du Dich an uns wendest. Denn dann weißt Du doch alles. Wenn nein, dann lies es Dir wenigstens durch. Ohne ein Wohnungsrecht im Grundbuch hätte ich heute auch nur noch eine Hartz4-Karnikelbude von 45 qm oder so. Im Moment habe ich einen Job - aber wer weiß schon wie lange.

Sich gegen den Staat absichern ist die Parole, nicht "mitmachen". Das kommt Dir als Beamter natürlich nicht in den Sinn. Du mußtest Loyalität schwören und insoweit bin ich froh hier anonym unterwegs zu sein.

Viele Grüße
 

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