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Narzissmus in der Familie

Ich gehe nicht zur Therapie um meiner Familie den Rücken zu kehren. Ich kann mit etwas Zeit einen gesunden abstand herstellen. Aber nie niemals in meinem Leben werde ich meine kleine Nichte allein lassen. Ich werde für sie dasein und ihr zeigen, dass es Meschen in ihrer Nähe gibt die ihrer übermächtig erscheinenden Mutter etwas entgegensetzen können. Jetzt kann ich das noch nicht, weil mir die Schamlosigkeit und Gefühlskälte fehlt, um vor meiner kleinen Nichte eine laute Diskussion zu führen, aber ich kann mit dem heutigen Wissen schon feststellen, dass die Wutausbrüche meiner Schwester viel weniger wehtun und nur weil ich es in diesem Moment nicht kann heißt es noch lange nicht, dass ich auf ewig zur Opferrolle verdammt bin. Und jedem hier sollte ja wohl klar sein, dass ich nicht 32 jahre Lebensgeschichte in 50 Sätzen niederschreiben kann. Ich bin auch für meine Eltern nicht mehr der Fußabtreter. Meine Eltern sind lange nicht mehr so schlimm wie früher, da hat mir eine kurzzeitherapie schon geholfen, außerdem habe ich mich in meinen 20 ern schon abgegrenzt, wenn auch nicht genug. Wichtig war und ist mir meine Nichte und das sie wenigestens eine oder 2 Tanten hat, die immer da sein werden.
Ich wäre so froh gewesen, wenn eine Einzige Person zu mir gestanden hätte, meinem Vater/Mutter die Stirn geboten hätte, dann hätte ich sehen können wie schnell das Kartenhaus zusammenbricht. Sein kleinen Selbstwert. Das hätte mich unheimlich gestärkt und mir gezeigt, dass ich überhaupt keine Angst haben muss. Von einem anderen Erwachsenen zu hören, dass das Verhalten meines Vaters oder meiner Mutter sehr schädlich für mich ist und das die sich jemanden in Ihrer Größe suchen sollen, hätte auf ewig in meinen Ohren gehallt. Immer wenn sie mich verletzt hätten hätte ich an diesen einen Meschen denken können der mich damals verteidigt hat, dieser eine Mensch der keine Angst hatte vor meinen Eltern und der Ihnen Paroli geboten hat. Selbst wenn ich diese Person vielleicht nie wieder gesehen hätte. Wichtig wäre gewesen das ein Mensch diese Ungerechtigkeit/Lieblosigkeit gesehen und sie dahin adressiert hätte wo sie hingehört.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deine Geschichte tut mir wirklich leid. Nur ist es auch eine Frage, ob es nicht noch mehr Bosheit und Streit gegeben hätte, wenn sich jemand von Außen eingemischt hätte.

Ja, jetzt musst Du es lernen und kannst es selber mal besser machen.

Aber auch dazu brauchst Du Abstand zur Familie, sonst funktioniert das nicht.

Hier geht es aber nicht um mich. Ich finde, die TE hat schon viele Fortschritte gemacht. Man muss auch mal zwischen den Zeilen lesen.
 
Ich gehe nicht zur Therapie um meiner Familie den Rücken zu kehren. Ich kann mit etwas Zeit einen gesunden abstand herstellen. Aber nie niemals in meinem Leben werde ich meine kleine Nichte allein lassen. Ich werde für sie dasein und ihr zeigen, dass es Meschen in ihrer Nähe gibt die ihrer übermächtig erscheinenden Mutter etwas entgegensetzen können. Jetzt kann ich das noch nicht, weil mir die Schamlosigkeit und Gefühlskälte fehlt, um vor meiner kleinen Nichte eine laute Diskussion zu führen, aber ich kann mit dem heutigen Wissen schon feststellen, dass die Wutausbrüche meiner Schwester viel weniger wehtun und nur weil ich es in diesem Moment nicht kann heißt es noch lange nicht, dass ich auf ewig zur Opferrolle verdammt bin. Und jedem hier sollte ja wohl klar sein, dass ich nicht 32 jahre Lebensgeschichte in 50 Sätzen niederschreiben kann. Ich bin auch für meine Eltern nicht mehr der Fußabtreter. Meine Eltern sind lange nicht mehr so schlimm wie früher, da hat mir eine kurzzeitherapie schon geholfen, außerdem habe ich mich in meinen 20 ern schon abgegrenzt, wenn auch nicht genug. Wichtig war und ist mir meine Nichte und das sie wenigestens eine oder 2 Tanten hat, die immer da sein werden.
Ich wäre so froh gewesen, wenn eine Einzige Person zu mir gestanden hätte, meinem Vater/Mutter die Stirn geboten hätte, dann hätte ich sehen können wie schnell das Kartenhaus zusammenbricht. Sein kleinen Selbstwert. Das hätte mich unheimlich gestärkt und mir gezeigt, dass ich überhaupt meine Angst haben muss.

Ich bin froh dass du diese Fortschritte machst, denn sie sind verdammt wichtig, und es freut mich dass du für deine Nichte so da sein willst und sicher auch sein wirst. Glaub mir, in 20 Jahren wird sie es dir danken.

Du ziehst alle richtigen Schlüsse und das finde ich großartig.
 
Ich kann beide Sichtweisen verstehen und trotzdem könnte ich meine Nichte nicht allein lassen. Ich kann aber nicht nachvollziehen, was meine Sorge um das Seelenheil meiner Nichte damit zu tun haben soll, dass ich nicht die Mutter bin. In meinem "Hilfegesuch" ging es nicht darum zu klären, ob ich in Zukunft die Mutter meiner Nichte sein soll. Ehrlich gesagt hat mich das echt wütend gemacht, weil es mir einfach mal unterstellt wurde. Es gibt Familien bei denen es mehr Menschen gibt, als Mutter und Vater.
Und diese ganze Geschichte und Demütigungen in meiner Kindheit zu schreiben ist mur nicht leicht gefallen.
Meine Eltern und die mittlere Schwester sind nicht als Narzissten zur Welt gekommen, sie wurden dazu gemacht. Meine Geschichte und die meiner Schwester sind nunmal unzertrennlich. Die fehlende empathie meiner Eltern und die Schreie nach Liebe und Aufmerksamkeit von meiner Schwester wurden von meinen Eltern ignoriert.
Meine stummen Schreie nach liebe wurden auch ignoriert, aber sie haben sich mit mir auseinandergesetzt...so brutal das auch klingt.
So bekam meine Schwester eine NPS und ich bekam unter anderem schlimme Depressionen, aber so ungern ich an meine Kindheit denke, so bin ich wenigstens fähig zu lieben und hilfe anzunehmen oder mir zu holen, wenn ich welche benötige und das war auch ein langer weg. Aber meine Schwester kann das nicht und weil es nicht nur so schmerzhaft dunkle Tage gab, sondern auch wirklich schöne glückliche Zeiten liebe ich meine Schwester trotzdem. Und sie tut mir einfach extrem leid.
Sie ist gefangene ihrer selbst und einen Ausweg gibt es wahrscheinlich nicht. Es ist brutal für mich das jetzt alles zu sehen und mich von einem Happyend für meine Schwester evtl. auch meine Nichte verabschieden zu müssen.
Vielleicht muss ich noch 5 Jahre zur Therapie, aber ich kann es wenigstens.
Einige denken jetzt, ja das Opfer spricht nur drüber wie schwer die andere Schwester mit NPS es gehabt hat, typisch für Opfer, aber ich sage euch ich will hier nur mal darstellen, dass ich im Gegensatz zu ihr wenigstens hilfe und Therapie annehmen kann.
 
In meinem "Hilfegesuch" ging es nicht darum zu klären, ob ich in Zukunft die Mutter meiner Nichte sein soll. Ehrlich gesagt hat mich das echt wütend gemacht, weil es mir einfach mal unterstellt wurde. Es gibt Familien bei denen es mehr Menschen gibt, als Mutter und Vater.

Etwas, das die meisten heutzutage leider nicht mehr begreifen, weil sich die Gesellschaft extrem zerfasert hat und alle glauben, nur noch auf sich allein gestellt zu sein.

Und diese ganze Geschichte und Demütigungen in meiner Kindheit zu schreiben ist mur nicht leicht gefallen.

Größten Respekt von mir dafür.

Meine Eltern und die mittlere Schwester sind nicht als Narzissten zur Welt gekommen, sie wurden dazu gemacht.

Stimmt, und das habe ich bei den anderen Ratschlägen hier auch mehrmals gedacht.

aber so ungern ich an meine Kindheit denke, so bin ich wenigstens fähig zu lieben und hilfe anzunehmen oder mir zu holen, wenn ich welche benötige und das war auch ein langer weg.

Einen den viele niemals zu gehen schaffen. Auch dafür von mir große Achtung!

Aber meine Schwester kann das nicht und weil es nicht nur so schmerzhaft dunkle Tage gab, sondern auch wirklich schöne glückliche Zeiten liebe ich meine Schwester trotzdem. Und sie tut mir einfach extrem leid.

In anderen Worten, du bist ein Mensch, der helfen will.

Sie ist gefangene ihrer selbst und einen Ausweg gibt es wahrscheinlich nicht. Es ist brutal für mich das jetzt alles zu sehen und mich von einem Happyend für meine Schwester evtl. auch meine Nichte verabschieden zu müssen.

Es ist brutal. Aber außer für deine Nichte so gut es geht da zu sein, kannst du nicht sehr viel machen. Das muss ich aktuell auch selber lernen. Meine Mutter betüttelte mich immer, quälte mich gleichzeitig mit Schuldgefühlen - und beim unglaublich schwierigen Loseisen hieß/heißt es seither: Und in der Not ist man wieder gut genug.

Was für eine Unverschämtheit, oder? Und auch noch von den eigenen Eltern.
Ja, sollte es denn nicht eigentlich so sein? Sollte unser aller Leben nicht wirklich so sein?

Dass Eltern ihre Kinder tun und werden lassen - und in der Not tatsächlich genau das sind - "gut genug"? Dass man als Kind nicht noch bestraft wird dafür, anderer Meinung zu sein oder sein eigener Mensch sein zu wollen, ohne für irgendwelche Vorlieben oder Abneigungen verurteilt zu werden?

Die Leute faseln immer "Eltern sollten ihren Kindern Wurzeln und Flügel geben."
Da muss ich immer würgen.
Denn leider geben die meisten Eltern ihren Kindern nichts als Ketten.

Insofern verhältst du nicht gar nicht falsch, und siehst die Dinge mMn genauso wie sie sind/sein sollten.

Einige denken jetzt, ja das Opfer spricht nur drüber wie schwer die andere Schwester mit NPS es gehabt hat, typisch für Opfer, aber ich sage euch ich will hier nur mal darstellen, dass ich im Gegensatz zu ihr wenigstens hilfe und Therapie annehmen kann.

Ich persönlich denke nicht so. Das ist auch kein Aufmerksamkeitsgeheische in dir, das sieht man doch. Da steckt eben einfach ein ungeheurer Frust in dir, der sich langsam über die Jahre auch in Wut verwandelt hat, und diese Wut ist auch völlig angebracht mit dieser Familienhistorie.

Was dich quält, ist die Schwierigkeit, dich selber daran zu gewöhnen, dass mit dieser absolute angebrachten Wut in dir eben auch Konsequenzen kommen, die echt traurig und brutal sind.
Die aber unter Umständen sein müssen.

Und ich finde es bewundernswert, dass du über all dem nicht deine Nichte bzw. deine Fürsorge für ihre Zukunft aus den Augen verlierst.
 
Ich kann beide Sichtweisen verstehen und trotzdem könnte ich meine Nichte nicht allein lassen. Ich kann aber nicht nachvollziehen, was meine Sorge um das Seelenheil meiner Nichte damit zu tun haben soll, dass ich nicht die Mutter bin. In meinem "Hilfegesuch" ging es nicht darum zu klären, ob ich in Zukunft die Mutter meiner Nichte sein soll. Ehrlich gesagt hat mich das echt wütend gemacht, weil es mir einfach mal unterstellt wurde. Es gibt Familien bei denen es mehr Menschen gibt, als Mutter und Vater.
Und diese ganze Geschichte und Demütigungen in meiner Kindheit zu schreiben ist mur nicht leicht gefallen.
Meine Eltern und die mittlere Schwester sind nicht als Narzissten zur Welt gekommen, sie wurden dazu gemacht. Meine Geschichte und die meiner Schwester sind nunmal unzertrennlich. Die fehlende empathie meiner Eltern und die Schreie nach Liebe und Aufmerksamkeit von meiner Schwester wurden von meinen Eltern ignoriert.
Meine stummen Schreie nach liebe wurden auch ignoriert, aber sie haben sich mit mir auseinandergesetzt...so brutal das auch klingt.
So bekam meine Schwester eine NPS und ich bekam unter anderem schlimme Depressionen, aber so ungern ich an meine Kindheit denke, so bin ich wenigstens fähig zu lieben und hilfe anzunehmen oder mir zu holen, wenn ich welche benötige und das war auch ein langer weg. Aber meine Schwester kann das nicht und weil es nicht nur so schmerzhaft dunkle Tage gab, sondern auch wirklich schöne glückliche Zeiten liebe ich meine Schwester trotzdem. Und sie tut mir einfach extrem leid.
Sie ist gefangene ihrer selbst und einen Ausweg gibt es wahrscheinlich nicht. Es ist brutal für mich das jetzt alles zu sehen und mich von einem Happyend für meine Schwester evtl. auch meine Nichte verabschieden zu müssen.
Vielleicht muss ich noch 5 Jahre zur Therapie, aber ich kann es wenigstens.
Einige denken jetzt, ja das Opfer spricht nur drüber wie schwer die andere Schwester mit NPS es gehabt hat, typisch für Opfer, aber ich sage euch ich will hier nur mal darstellen, dass ich im Gegensatz zu ihr wenigstens hilfe und Therapie annehmen kann.
Etwas, das die meisten heutzutage leider nicht mehr begreifen, weil sich die Gesellschaft extrem zerfasert hat und alle glauben, nur noch auf sich allein gestellt zu sein.



Größten Respekt von mir dafür.



Stimmt, und das habe ich bei den anderen Ratschlägen hier auch mehrmals gedacht.



Einen den viele niemals zu gehen schaffen. Auch dafür von mir große Achtung!



In anderen Worten, du bist ein Mensch, der helfen will.



Es ist brutal. Aber außer für deine Nichte so gut es geht da zu sein, kannst du nicht sehr viel machen. Das muss ich aktuell auch selber lernen. Meine Mutter betüttelte mich immer, quälte mich gleichzeitig mit Schuldgefühlen - und beim unglaublich schwierigen Loseisen hieß/heißt es seither: Und in der Not ist man wieder gut genug.

Was für eine Unverschämtheit, oder? Und auch noch von den eigenen Eltern.
Ja, sollte es denn nicht eigentlich so sein? Sollte unser aller Leben nicht wirklich so sein?

Dass Eltern ihre Kinder tun und werden lassen - und in der Not tatsächlich genau das sind - "gut genug"? Dass man als Kind nicht noch bestraft wird dafür, anderer Meinung zu sein oder sein eigener Mensch sein zu wollen, ohne für irgendwelche Vorlieben oder Abneigungen verurteilt zu werden?

Die Leute faseln immer "Eltern sollten ihren Kindern Wurzeln und Flügel geben."
Da muss ich immer würgen.
Denn leider geben die meisten Eltern ihren Kindern nichts als Ketten.

Insofern verhältst du nicht gar nicht falsch, und siehst die Dinge mMn genauso wie sie sind/sein sollten.



Ich persönlich denke nicht so. Das ist auch kein Aufmerksamkeitsgeheische in dir, das sieht man doch. Da steckt eben einfach ein ungeheurer Frust in dir, der sich langsam über die Jahre auch in Wut verwandelt hat, und diese Wut ist auch völlig angebracht mit dieser Familienhistorie.

Was dich quält, ist die Schwierigkeit, dich selber daran zu gewöhnen, dass mit dieser absolute angebrachten Wut in dir eben auch Konsequenzen kommen, die echt traurig und brutal sind.
Die aber unter Umständen sein müssen.

Und ich finde es bewundernswert, dass du über all dem nicht deine Nichte bzw. deine Fürsorge für ihre Zukunft aus den Augen verlierst.
Danke für Deine mutmachenden Worte, was ich hier über Deine Kindheit rauslesen konnte und das Deine Mama sehr übergriffig Dir gegenüber war tut mir leid für Dich.
Ich sehe es wirklich ähnlich wie Du, dass wir einfach nicht wegsehen sollten, klar ist Abgrenzung meine Baustelle, aber ich kann und will nicht gehen und meiner Familie den Rücken kehren. Ich glaube fest daran, dass ich es genauso wie die Ältere Schwester schaffen kann mich abzugrenzen, ohne den Kontakt abzubrechen. Ihr ist es ganz und gar gelungen. Sie ist in allen Lebensbereichen erfolgreich, aber viel wichtiger noch...Glücklich. Sie sagte letztens auch : "ich hab ein schönes Leben!" das hat mich so glücklich gemacht.
Ich kann es auch schaffen und meine Schwester und ich werden für meine kleine Nichte ein stabiles Fundament an Wärme und Liebe und Halt sein. An uns Beiden wird sie erkennen, dass sie Wertvoll und gut ist ganauso wie sie ist.
 

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