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Gibts eigentlich nur noch Dränger und aggressive Autofahrer?

Vermeiden natürlich, aber mir persönlich ist es, gerade auf der Autobahn wesentlich gefährlicher "mitzuschwimmen" als eben dem zu versuchen auszuweichen.
Was ich aber schon jahrelang sage ist, das Fahrer eines sehr schnellen Autos gezwungen werden sollten jedes Jahr Sicherheitstrainings abzulegen.
Ich mache diese seit fast 30 Jahren, jedes Jahr, manche die nur mal zweimal im >Jahr schnell fahren wollen machen da nichts. Das geht einfach nicht.
Ich fahre im Übrigen heute noch fast 80.000km im Jahr
 
Um nochmal auf die hohen Geschwindigkeiten jenseits der 150 Marke zu sprechen:
Mit diesen Geschwindigkeiten KANN man nicht mehr vorausschauend und defensiv fahren. Es braucht doch nur 1 Depp spontan nach links rausziehen:
Hast du dann Zeit zu bremsen, zu reagieren? Nö
Bist du schuld? Eigentlich nicht, aber die Folgen trägst du mit.
Ich trage immer die Folgen mit von der Dummheit anderer Menschen. Auch in allen anderen Alltagssituationen. Wenn du deshalb 110 schleichen möchtest obwohl unbeschränkt ist, dann mach das halt. Aber fahre bitte nach rechts wenn ich im Rückspiegel auftauche.

Und wer Auto fahren kann, schafft es sogar nach einem Überholvorgang nach rechts zu fahren wenn er erst wieder in 20 Sekunden das nächste Auto überholen wird. Klappt tagtäglich wunderbar auf der Autobahn, nur bei manchen halt nicht. Voraussetzung ist und bleibt nunmal "autofahren können".

Gilt natürlich für beide. Wenn ich sehe das der Vordermann so nett war und rüber fuhr trotz das eher wenige Meter zum nächsten Auto frei sind, fahre ich zügig an ihm vorbei das er auch wieder überholen kann ohne in die Eisen gehen zu müssen. Ist ein geben und nehmen auf der Autobahn. Zwischen Leuten die es verstanden haben, läuft das auch ganz gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

dann schreib ich gern auch meine Meinung zu dem brisanten Thema:
Hatte vor 5 Jahren einen schweren Unfall, weil mich ein (BMW-) Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit beim Abbiegen erwischte.
Ich gehöre auch zu den langsamen, vorsichtigen und vorausschauenden Autofahrerinnen.
Mag wohl auch jetzt an meinem Alter liegen.
War im Grunde aber von Anfang an so.
Ich würde keine Freude mehr am Leben haben, wenn ich Schuld hätte, einen Unfall verursacht zu haben wo womöglich ein Mensch zu Schaden gekommen wäre oder gar stirbt.
Stichwort: Verantwortungsbewusst

Es dauerte 1,5 Jahren um dies zu verarbeiten- lange fühlte ich diesen ‚Crash‘ in meinem Körper ( nach ).
Ohnmacht (-tsgefühl).

Es gibt andre Möglichkeiten sich ‚auszutoben‘, Aggressionen zeigen.
( gilt nicht für jeden)
Aber: einen etwas langsamen Fahrstiel anzukreiden find ich unmöglich.
( ich schleiche nicht!)
Evtl. werden dadurch auch mal Zusammenstöße verhindert.

Rücksichtslose Autofahrer kosten mich Nerven - nicht erst seit meinem Unfall.
Übrigens ist das Hupen nur unter vorgeschriebenen Bedingungen erlaubt lt. Strassengesetz.
Anstand halten ( lernt man bei Fahrprüfung !), damit man im Ernstfall
rechtzeitig bremsen kann.
Habe manchmal das Gefühl, auffahren ist ‚IN‘.
Für mich ein No Go - Alkohol am Steuer.
Freiheit hört für mich da auf, wo ich einen anderen Menschen schaden (könnte).
Echt.

Regaina
 
jetzt mit dem neuen fahre ich auf die Bahn und habe nach gefühlt 10 Sekunden 170/180 erreicht, das Auto ist ruhig und wirkt eisern
Ist tatsächlich schon ein "Problem", man merkt manche Geschwindigkeiten sehr oft nicht mehr, wobei nach gefühlt 10 sek auf 170, naja, kann ruhig auch mal etwas flotter gehen 😎

Und wenn jemand dMn nicht schnell genug wieder von der linken Spur verschwindet, wie ist der Plan? Anschieben?
Das ist eben das was viele nicht können, einfach auch relaxt bleiben und fertig. Mir ist es eher egal ob ich direkt oder erst nach 2 Minuten vorbei komme, viele können dies nicht und das ist schon schlimm.
 
Nein, die Folgen der Dummheit anderer Menschen tragen und unnötigerweise hart bremsen. Hatten wir doch bereits erörtert.

Und diese "Logik" können eben die wenigsten hier nachvollziehen.

Wenn ich mit 220 von hinten ankomme und sehe da vorne ein oder mehrere langsame Autos, dann brettere ich doch nicht so darauf zu, dass eine harte Bremsung notwendig wird, sondern passe vorausschauend bereits rechtzeitig vorher meine Geschwindigkeit an.
Das ist doch nicht der Fehler des Autofahrers vor Dir, sondern Dein eigener Fahrfehler.
 
ah, achso, Menschen die nicht so schnell fahren wie du aber dennoch überholen wollen sind also dumm. Interessanter Ansatz
"hart bremsen müssen" ist natürlich darauf bezogen wenn jemand kurz vor mir einfach rauszieht, anstatt zu schauen OB da jemand kommt und einzuschätzen WIE schnell derjenige ist.
Wenn ich von hinten recht zügig ankomme und derjenige ist bereits auf der linken Spur, sollte es logisch sein das man nicht bis auf die Stoßstange fährt um dann hart ab zu bremsen. Das ergäbe ja wenig Sinn.
Sorry, falls das nicht eindeutig rüber gekommen ist.

Natürlich darf jeder seinen Überholvorgang vernünftig beenden. Aber bitte mit mehr als 5 Stundenkilometer als das zu überholende Fahrzeug. Sonst nervt auch das. Elefantenrennen existieren leider auch unter PKW. Und das hat nicht mit einer etwaigen, fehlenden Motorisierung zu tun.
 
Ich konnte mir hier nicht alles durchlesen. Scheint ein sehr brisantes Thema zu sein.

Die Autofahrer, von denen wir hier reden, sind ja im Stress/haben schlechte Laune/sind Vollidioten. Warum sollte man sich seine Ruhe von denen wegnehmen lassen? Ich fahre dann gemütlich weiter. Ändere nichts an meinem Verhalten, außer es ist objektiv zu langsam und gebe ihm alsbald die Möglichkeit mich zu überholen. Ich schaue da gewiss auch nicht noch einmal zu denen rüber oder schenke ihnen in geringster Weise eine Reaktion von mir. Ich meine, die wollen etwas von mir. Nicht andersrum.
 
Ich bin beim Autofahren auch oft genervt. Aber aus unterschiedlichen, gegensätzlichen Gründen.

Hält man sich an die Geschwindigkeit (30 in den dafür vorgebenen Zonen, oder 50 innerorts) dann hocken sie einem gefühlt im Kofferraum oder bedrängen mit Lichthupe oder gierigem Blick mit dem Versuch überholen zu können.

Mich nerven Leute wie du, die streng nach Vorschrift fahren, auch. Und zwar deswegen, weil es eine Art Konsens oder kulturelle Regel gibt, ein wenig schneller zu fahren als erlaubt. Und an die halte ich mich. Wenn dann jemand kommt, der diese kulturelle Regel bricht (z.B. du oder die Fahrschule), dann staut sich der Verkehr dahinter und alle sind genervt. Das heißt nicht, dass ich dann drängle, aber ich würde am liebsten. Muss man sich so pendantisch an Regeln halten, wenn man auch mit 10 km/h mehr niemanden gefährdet? Sind die Begrenzungen nicht schon so gemacht, dass die leichte Regelübertretung der Mehrheit schon eingerechnet ist?

Hinzu kommt, dass heute an vielen Stellen 30 km/h eingerichtet werden, wo vorher jahrzehntelang 50 km/h galten, und wo auch nicht ersichtlich ist, warum das so sein muss. Wenn wir alle nur noch schleichen sollen, sollte man Autos am besten gleich ganz verbieten. Mich wundert das nicht, wenn Menschen, die über Jahrzehnte einen bestimmten Fahrstil hatten (z.B. ich, und zwar unfallfrei und bestimmt kein Raser), aggressiver werden, wenn sie nur noch ausgebremst werden. Man stelle sich mal irgendeine andere Tätigkeit, z.B. im Haushalt, vor, bei der man nicht mehr so agieren kann, wie man das seit Jahrzehnten gewohnt ist, sondern eine Art Klotz ans Bein gehängt kriegt.

Autobahn, das selbe in grün. Bin auch zu 90% auf der rechten Spur, weil ich es entspannter finde.
Fahre zwischen 100 und 140 - je nach dem wie es erlaubt ist.

Überhole nur LKW oder wenn ich die Spur wechseln muss, weil sich die Richtungen ändern, eine Verengung auftritt usw.

Und wie aus dem Nichts kommen dann die 180+ Fahrer angerast. Lichthupe drängeln usw.

Genau das kenne ich auch und bin auch total genervt davon. Ich weiß nicht, was diese Leute mit den dicken Autos sich dabei denken. Sie können doch nicht ernsthaft erwarten, dass jeder Kleinwagen mit 180 überholt?! Kann sein, dass die gar nicht erregt sind, sondern das einfach strategisch einsetzen. Ich versuche, mich davon nicht beeindrucken zu lassen. Wenn es zu arg wird, würde ich eine Anzeige wegen Nötigung in Betracht ziehen.
 

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